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Digitale Events: 8 Tipps für Dein erfolgreiches Live-Event

Digitale EventsDigitale Events – Wir alle kennen sie. Durch die letzten zwei Jahre konnte sich (fast) niemand diesem Format entziehen. Die Meinungen sind gespalten und ob wir sie mögen oder nicht, digitale Events sind aktuell alternativlos. Trotz der typischen Technikpannen und Missgeschicke kann ein digitales Live-Event erfolgreich werden. Wie genau erfährst Du in diesem Artikel.

Ein digitales Event – Was ist das genau?

Um diese Frage leichter zu beantworten, schauen wir uns an, was ein digitales Event nicht ist. Es geht nicht allein darum, irgendein Geschehen auf einer Event-Bühne mit ein oder zwei Kameras abzufilmen und ins Internet zu streamen. Digitale Events stellen keinen Ersatz für Webex, Skype oder Team-Meetings dar. Diese Formate bedarf es für die alltäglichen und regelmäßigen Meetings weiterhin. Bei einem digitalen Event genügt es nicht aus, eine bloße Präsentation zu teilen und diese zu kommentieren. Das Potenzial und Möglichkeiten, welches in digitalen Veranstaltungen liegen sind vielfältiger und weitreichender. Digitale Events sind interaktiv ablaufende Veranstaltungen, die in einem digitalen Raum stattfinden.

Welche digitalen Event-Formate sind möglich?

Die Formate, bei denen digitale Veranstaltungen eingesetzte werden können, sind vielfältig. Eines den beliebtesten Formaten ist das Webinar, gefolgt von der Online-Konferenz, Workshops, Live-Talks und Q&As, Networking und Diskussionsrunden und Pitches. Ebenso sind virtuelle Messen und Hauptversammlungen denkbar.

In allen Formaten ist es wichtig, Live-Interaktion mit in das Event einfließen zu lassen. Wieso? Das aktive Einbinden der Teilnehmer führt zu einer starken Identifikation der Veranstaltung und zu einem erhöhten Engagement. Somit werden Inhalte besser und tiefer verstanden, es wird mitgedacht und das Event wird im Nachgang besser bewertet. Die Interaktionen können je nach Format und Inhalten des digitalen Events unterschiedlich ausfallen. Hier ein paar denkbare Interaktionsmöglichkeiten:

  • Live-Interaktionen mit Emoticons
  • Umfragen
  • Quiz
  • Echtzeit Fragen in App
  • Abstimmungen
  • Social Wall
  • Selfie-Clouds
  • Virtueller Applaus
  • Motivationsspiele

Interaktionen motivieren, aktivieren und verbinden – auch über weite Distanzen hinweg. Der Vorteil von digitalen Veranstaltungen geht über die Kontaktbeschränkungen und Homeoffice-Situation hinaus, sondern ist ebenso ein Vorteil der zunehmenden Digitalisierung. So können Mitarbeiter länderübergreifend und standortunabhängig mit einbezogen werden.

 

Tipps für Dein digitales Event

1. Emotionen

Der Mensch ist ein emotionales Wesen, deshalb ist neben der Interaktion mit den Teilnehmern die Emotionen und eine Kombination aus beiden wichtig für den Erfolg eines Events. Durch Interaktion kann der Teilnehmer abgeholt und integriert werden. Doch erst durch die Emotionen gelingt es, ihn längerfristig zu binden und das Engagement zu erhöhen.

Durch Emotionen erinnern wir und nach nachweislich länger an Ereignisse, dabei spielt es keine Rolle, ob dies positiv oder negativ sind. Dies können wir für digitale Events übertragen und den Teilnehmern helfen, positive Emotionen und Gefühlen auszulösen.

2. Vorbereitung

Planung ist die halbe Niete! In der Vorbereitungszeit ist eine sorgfältige Arbeit entscheidend. Hier können Irritationen, Panik oder Hektik bei der Durchführung bereits abgewendet oder entgegengewirkt werden. Plane die Agenda und den Ablauf deines digitalen Events sehr genau und realistisch, denn ein roter Faden in Deinem Konzept ist unter anderem sehr entscheidend, um positive Emotionen zu erzeugen. Zudem helfen Agenda und ein genauer Ablaufplan gegen Unklarheiten am Live-Set und ungeplante Pausen. Zudem sorgen sie für die notwendige Sicherheit bei allen Beteiligten.

3. Zeit- und Pausenplanung

Bei einem mehrstündigen Event ist nicht nur das Programm wichtig. Mindestens genauso wichtig die Zeit- und Pausenplanung. Hierbei ist es zu empfehlen, sich nach den Aufmerksamkeitsspannen der künftigen Teilnehmer zu richten. Die inhaltlichen Einheiten sollten so strukturiert werden, dass genügend Pausen integriert sind. Pausen können aktiv und passiv gestaltet werden. Durch kurze Bewegungseinheiten aktivierst Du die Teilnehmenden zusätzlich, durch eine überlegte und kommunizierte Zeit- und Pausenplanung, führst Du alle Beteiligten motiviert und wach durch Dein Event.

4. Hochwertiger Content

Ohne ihn geht nichts! Ob offline oder online, niemand möchte seine Zeit verschwenden. Egal bei welchem Event, guter und hochwertiger Content ist ein Muss. Die Inhalte sind entscheidend. Gleichzeitig unterstützt eine inhaltsgerechte und professionelle Aufbereitung des Inhalts die Wertigkeit der gesamten Veranstaltung.

Live-Event Teilnehmer

5. Pakete für Zuhause

Durch Pakete, die Du den Teilnehmern nach Hause schickst, kannst Du die Vorfreude und Spannung im Vorfeld erhöhen. Pakete lassen sich gut für Gewinnspiele im Voraus an die ersten 100 Teilnehmer oder auch an alle Teilnehmer verschicken. Für den Inhalt eigenen sich gut interaktive Elemente, die während des Events benötigt werden können. Hier sind Deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt!

6. Richtiger Einsatz von Technik und saubere technische Planung

Einfach nur aufs Knöpfchen drücken und los geht der Livestream? Leider sieht dies in der Praxis nicht so aus. In der technischen Umsetzung kann es schnell zu Herausforderungen und Problemen kommen. Nur mit einer funktionierenden Technik können die Teilnehmer begeistert und mit eingebunden werden. Hierfür helfen Veranstaltungstools, mit denen sich die Inhalte gut vermitteln lassen können. Essenziell ist eine stabile und leistungsfähige Internetverbindung der Referenten, zudem eine gute Qualität von Bild und Ton, weshalb eine bildstarke Kamera sowie ein Mikrofon oder Headset unerlässlich sind. Optimal vorbereitet bist Du, wenn im Vorfeld ein Testlauf stattfindet, so kann sichergestellt werden, dass die Technik reibungslos funktioniert.

7. Umsetzung

Am Tag des Events triff Dich mindestens 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltungen in einem separaten virtuellen Webinarraum mit allen referierenden Personen, um letzte Absprachen und Tests durchzuführen. Starte Deine Veranstaltung pünktlich zur kommunizierten Zeit. Erkläre den Teilnehmenden am Anfang kurz die Technik und die vorhandenen Interaktionsmöglichkeiten. Gehe hierbei auch auf die Agenda und die Pausen ein. Wichtig ist, dass über die Veranstaltung hinweg der Zeitplan eingehalten wird, sodass das Event pünktlich und nach Zeitplan beendet wird. Ein guter Abschluss kann eine Feedbackrunde über Chat oder Umfrage, aber auch ein digitales Gruppenfoto sein.

8. Nachgang Kommunikation

Das Event ist beendet. Hier startet ein wichtiger Kommunikationsteil. Einige Teilnehmer waren kurzfristig verhindert und konnten am Programm nicht teilnehmen, andere interessieren sich für Deine weiteren Veranstaltungen. Es bietet sich an, die Aufzeichnungen des Online-Events zur Verfügung zu stellen. An die Teilnehmer sendest Du eine Dankesmail, in der auf die Aufzeichnungen und nächste Events verwiesen ist. Deine Aufzeichnungen kannst Du sehr gut für Social Media oder Deinen Newsletter nutzen. Es empfehlen sich vor allem Zitate, Flashback-Videos und Kernaussagen. Als letztes bedanke Dich bei allen referierenden Personen und stelle auch ihnen den Link zu den Aufzeichnungen zur Verfügung.

Dein letztes digitales Event ist schon eine Weile her? Am 9. November 2021 findet der B2B Digital Day statt. Es stehen noch kostenlose Tickets zur Verfügung. Melde Dich gleich an und entdecke neuen Input rund ums Digitale Marketing der B2B-Welt. Dein kostenloses Ticket sowie die Agenda findest Du hier.

Jetzt bist Du an der Reihe – Starte Dein digitales Event!

Bei einem digitalen Event gibt es zahlreiche Punkte, die zu beachten sind und die entscheidenden Faktoren für den Erfolg darstellen. Besonders hervorzuheben ist die Interaktion und die positiven Emotionen während eines Events. Natürlich geht ohne gute und funktionierende Technik sowie hochwertigen Content nichts, denn sie stellen die Grundlage für Interaktion, emotionales Engagement und letztlich den Erfolg dar. Worauf wartest Du? Mit diesem Wissen wird Dein nächstes digitales Event ein digitaler Erfolg!

Digitale Events im Überblick: Formate, Vor- & Nachteile, Tools

In den vergangenen Monaten sind digitale Events immer mehr in den Fokus gerückt. Insbesondere Unternehmen, die auf die Kommunikation mit Interessenten oder bestehenden Kunden vor Ort angewiesen sind, standen durch die Pandemie vor einer großen Herausforderung. In der Folge wurden viele vor Ort Eventformate ins digitale übertragen. Doch funktioniert der Umzug ins digitale bei allen Formaten gleich gut? In diesem Beitrag stellen wir die bekanntesten und erfolgreichsten dieser digitalen Formate vor und geben Dir Tipps zum Teilnehmermanagement, den Tools und Co.

Vor – und Nachteile von digitalen Events

Zunächst einmal eine kurze Einordnung: Wenn physische Treffen in den virtuellen Raum verlagert werden, kann das den gesamten Charakter einer Veranstaltung beeinflussen. Daher ist es ratsam, sich zuvor über die Vor- und Nachteile zu informieren: Welche Vorteile bringen digitale Events gegenüber klassischen Veranstaltungsformaten mit – und an welcher Stelle stoßen die Online-Varianten an ihre Grenzen? Bei der Bewertung helfen Dir unter anderem diese Pro- und Contra-Argumente weiter: :

Vorteile:

  • Keine An- und Abreise, d.h. keine Reisekosten und keine Reisezeit
  • bei manchen Formaten ist eine größere Teilnehmerzahl möglich
  • Schnellerer Zugang zu den Sessions, flexiblere Teilnahme
  • Bessere Nachbereitung durch einfachere Aufzeichnung von Sessions
  • Weniger Kosten pro Teilnehmer

Nachteile:

  • Gemeinschaftsgefühl und unverfängliches Networking wird digital erschwert
  • Technische Störungen sind möglich
  • Schwierigkeiten für Speaker, die Aufmerksamkeit des Publikums aufrecht zu erhalten und eine persönliche Verbindung aufzubauen
  • fehlendes Rahmenprogramm wie z.B. Catering, Live-Acts usw.

Je nach gewähltem Eventformat können die genannten Vor- und Nachteile mehr ins Gewicht fallen. Deshalb ist es umso wichtiger, die passende Veranstaltungsform für das jeweilige Anliegen zu finden. Unsere Top-Auswahl stellen wir Dir nun vor:

Formate für digitale Events

Webinar

Das Webinar ist in den letzten Monaten zum Star der beruflichen Weiterbildung geworden. Wie der Name schon erkennen lässt, handelt es sich dabei um Seminare, die online, also „im Web“ durchgeführt werden. Der Aufbau von Webinaren ist in der Regel wie folgt: Ein Speaker hält in einem virtuellen Raum einen Vortrag zu einem vorher festgelegten Thema. Währenddessen oder nach dem Vortrag haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Während Seminare häufig ganztags stattfinden, empfiehlt sich für die digitale Variante einen kürzeren Zeitraum einzuplanen oder genügend Zeit für Pausen zu lassen. Wie Du die Planung am besten angehst, zeigen wir Dir in unserem Magazinbeitrag über Webinare.

Hier eignen sich zum Beispiel sogenannte Lunchbreaks, die eine spezielle Webinar-Form darstellen. Wie der Name schon vermuten lässt, findet diese Art von Webinaren um die Mittagszeit statt und ist in der Regel nochmal etwas kürzer als ein klassisches Webinar. Falls Du Deine Mittagspause effizient nutzen möchtest, schau doch mal bei den eMinded Lunchbreaks vorbei.

BarCamp

BarCamps eignen sich besonders, um Themen in der Gruppe zu erarbeiten und gemeinsam zu lernen. So geht’s:

Die Agenda des Events sowie die zu bearbeitenden Themen werden zu Beginn von allen Teilnehmern zusammengetragen – jeder hat die Chance, eigene Fragestellungen mit einzubringen. Gerade in größeren Runden ist der Einsatz eines Moderators sinnvoll, um die gemeinsame Entscheidung zeiteffizient zu gestalten. Über die vorgeschlagenen Topics wird im nächsten Schritt abgestimmt. Daraufhin haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, sich für die Beiträge mit den meisten Stimmen zu melden und diese in digitalen Breakout-Sessions im Team zu behandeln. Die Bearbeitung kann in Diskussionsrunden, Workshops oder Vorträgen erfolgen. Alle Ergebnisse werden dokumentiert, gespeichert und kurz in großer Runde vorgestellt.

Insight: BarCamps eignen sich sehr gut dafür, um neue Fragestellungen aufzubringen und diese im Team zu bearbeiten.

eCamp BarCamp eMinded

Wir nutzen dieses digitale Format selbst regelmäßig, um unter anderem:

  • bestehende Arbeitsprozesse effektiver zu gestalten
  • neue Prozesse auszuarbeiten
  • unser Marketing voranzutreiben
  • Schulungen und Onboardings auszubauen

Digitaler Workshop

Eines der bekanntesten und zugleich beliebtesten Formate, um neue Ideen zu verfolgen und effektiv in Gruppen zusammen zu arbeiten, sind Workshops. Neben der In-Person Variante erfreuen sich zunehmend auch Online-Workshops großer Beliebtheit. Das Besondere an diesem digitalen Eventformat: ReferentInnen werden bei digitalen Workshops eher zu Moderatoren und geben lediglich inhaltliche oder methodische Leitplanken für den kreativen Entstehungsprozess in der Gruppe vor. Zusätzlich dazu sind Moderatoren wie Teilnehmende gleichermaßen dazu angehalten, der vorher vereinbarten Agenda des Meetings strukturiert und diszipliniert zu folgen. So können digitale Events wie virtuelle Workshops erfolgreich und zielgerichtet durchgeführt werden.

Online-Konferenz

Online-Konferenzen zählen zu den umfangreicheren digitalen Events und finden oft halb- oder ganztägig statt. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass mehrere Eventformate miteinander verbunden werden. So entsteht ein vielfältiges Event mit Veranstaltungen zu den verschiedensten Themen. In der Regel teilen Speaker aus unterschiedlichen Branchen ihr Expertenwissen mit den Konferenzteilnehmern  – egal ob als Vortrag, Workshop oder in einer Live-Diskussion. Bei uns sahen die Vorbereitungen für unseren zweiten B2B Digital Day so aus:

B2B Digital Day

Auch für das Networking – was ein zentraler Bestandteil von vor Ort Konferenzen ist – gibt es digitale Tools, die Abhilfe schaffen. So lassen sich Gespräche durch Chats, Diskussionsräume, interaktive Fragerunden oder in Form von 1:1-Videomeetings zum Teil ersetzen.

Unser Tipp: Falls Du mit dem Gedanken spielst selbst eine Konferenz auszurichten, können wir Dir Goodies oder Care Pakete für Teilnehmende empfehlen. Das schürt nicht nur die Vorfreude auf das Event, sondern hilft auch dabei, den Tag vor dem Bildschirm wohlbehalten zu überstehen.

Virtuelle Messe

Das wohl aufwändigste digitale Event ist die virtuelle Messe. Um den Charakter einer Messe vor Ort so gut es geht zu treffen, solltest Du unbedingt auf eine spezielle Messe-Software setzen. Damit lässt sich in Form von 2D- oder 3D-Animationen ein virtuelles Messegelände nachbilden, das es den BesucherInnen erleichtert, sich zurechtzufinden. Virtuelle Messen bieten einen gute Gelegenheit für Unternehmen, mit Kunden in Kontakt zu kommen, sie zu beraten oder Neues aus der Branche zu erfahren.

Das Angebot virtueller Messen kann aus folgenden Bausteinen bestehen:

  • Webinare
  • virtuelle Keynotes
  • Präsentationen
  • Live-Chats
  • 1:1 Video-Meetings
  • Info- oder Erklärvideos der Aussteller
  • Live-Streams

Da virtuelle Messen eine Vielzahl an Eventformaten vereinen und sowohl spontane Interaktionen, Networking, aber auch Marketing und Schulungszwecke erfüllen müssen, bedarf diese Art der Veranstaltung viel Planung. Zusätzlich dazu sollte auf professionelle Tools gesetzt werden.

Welche Tools braucht es, um digitale Events abzuhalten?

Abgesehen von virtuellen Messen lassen sich alle hier vorgestellten digitalen Veranstaltungen mit den gängigen Videosoftware Tools wie Microsoft Teams oder Zoom umsetzen. Für das Teilnahmemanagement solltest Du zusätzlich auf ein E-Mail-Tool oder eine Marketing Automation Software setzen, mit der Mails versendet werden können. Die Anmeldung zu einer Online-Veranstaltung kann beispielsweise auch über LinkedIn erfolgen. Manche Anbieter wie GoToWebinar bieten auch Videosoftware und Veranstaltungsmanagement in einem an.

Unser Tipp: Indem Du Deine Teilnehmer nach Feedback fragst, kannst Du die Qualität Deiner Events stetig verbessern. Stellst Du Teilnehmern im Gegenzug für Ihr Feedback eine Zusammenfassung oder einen gut aufbereiteten Mitschnitt Deines Events zur Verfügung, steigerst Du die Feedback-Bereitschaft.

Fazit

Bevor die Entscheidung für ein digitales Event getroffen wird, ist es ratsam, sich über mögliche Formate zu informieren. Denn je nach Zielsetzung des Events unterscheiden sich auch die zu empfehlenden Formate. Um Wissen zu vermitteln eignen sich Webinare oder Lunchbreaks besonders gut. Sollte jedoch kreativ im Team an neuen Lösungen gearbeitet werden, empfehlen sich BarCamps oder Workshops in digitaler Form. Werden beide vorher genannten Ziele verfolgt – und das gegebenenfalls auch zu leicht unterschiedlichen Themen – sind Online-Konferenzen das richtige Format für Dich. Nur falls zusätzlich dazu auch Produktvorstellungen und Co. zu den Zielen der Veranstaltung zählen, sind virtuelle Messen ratsam.

Webinar: So veranstaltest Du erfolgreich Dein virtuelles Event

Ein Must vor der Veranstaltung eines Webinars: Die Planung

Webinare haben sich in der Online-Welt mittlerweile in vielen Branchen etabliert und gewinnen stetig an Bedeutung. So werden sie auch in den kommenden Jahren einen höheren Stellenwert haben. Aus Unternehmenssicht eignen sich Webinare nicht nur als virtuelle Räume, um wertvolles Fachwissen weiterzugeben, sondern vor allem im Marketing für die Generierung hochwertiger Leads. Um ein Webinar erfolgreich zu veranstalten, müssen jedoch viele Kriterien beachtet werden. In diesem Artikel findest Du unsere Tipps und Tricks für Dein perfektes Online-Seminar.

Was ist ein Webinar?

Die Bezeichnung ist eine Fusion aus zwei Begriffen: Web und Seminar. Somit handelt es sich bei einem Webinar um einen virtuellen Vortrag, bei dem audiovisuelle Inhalte zu einem bestimmten Thema vermittelt werden.

In den meisten Fällen findet das Webinar live statt, sodass eine Interaktion zwischen Referent und Teilnehmer stattfindet. Dennoch werden die virtuellen Vorträge oftmals aufgezeichnet und im Anschluss als Video angeboten.

Vor dem Webinar

Tools und Software für Dein Webinar

Definitiv ein Must vor der Konzeption Deines Webinars: Die ausgiebige Auseinandersetzung mit verschiedenen Tools, um die richtige Webinar-Software zu finden. Da es eine Vielzahl von Anbietern gibt, ist die Bandbreite mittlerweile sehr groß. Im Grunde haben alle Programme jedoch sehr ähnliche Funktionen.

Hier findest Du eine kleine Auswahl unserer Favoriten:

  • GoToWebinar
  • Zoom
  • WebinarJam

Dein Publikum spielt eine zentrale Rolle

Für eine strukturierte Planung Deines Webinars stehen Die Teilnehmer stets an erster Stelle. Denn je nachdem, wer Dir zuhören wird, musst Du die Wahl der Themen sowie die Dauer und den Zeitpunkt für Dein Webinar festlegen. Gibst Du beispielsweise nur einen kurzen Einblick zu allgemeinen Themen aus der Online Marketing Welt, reichen 30 Minuten aus, um Interessierten Deine Inhalte zu präsentieren. So kannst Du Deine Expertise zum Beispiel in Form eines Lunchbreaks zur Verfügung stellen. Wird Dein Webinar Bestandteil einer Online Weiterbildung sein, kannst Du Deine Präsentation ausführlicher und detaillierter vorbereiten und Dir zudem mehr Zeit für Deinen Vortrag einplanen.

Die Struktur Deines Webinars

Bevor Du Dein Webinar veranstaltest, solltest Du zunächst eine klare Struktur Deiner Präsentation festlegen. Es ist gang und gäbe, zuerst einen Vortrag zu halten und anschließend eine Fragerunde einzuleiten. Um Dein Webinar für Deine Teilnehmer noch interessanter zu gestalten, empfehlen wir Dir die „Kollaborative Variante“. Hier werden Inhalte teilweise gemeinsam erarbeitet und das Publikum aktiv in das Format mit einbezogen. Eine andere Alternative ist, das Webinar in mehrere Sequenzen zu gliedern und dazwischen eine Diskussion anzusetzen.

Durch folgende Elemente kannst Du Deinen Vortrag zusätzlich auflockern:

  • Umfragen mit anschließender Auswertung
  • Abstimmungen
  • Quiz
  • Screen-Sharing
  • Live Chat

Einladung zu Deinem Webinar

Bei der Veranstaltung Deines Webinars ist genügend Vorlaufzeit das A&O. Potenzielle Teilnehmer sollten mindestens eine Woche vor Stichtag auf das Angebot aufmerksam gemacht werden. Dies kann beispielsweise per LinkedIn, Newsletter oder auf der eigenen Website erfolgen. Wichtige Informationen sind hierbei, wann das Webinar stattfindet, wie lange es dauert und welches Thema es behandelt. Wir empfehlen, das virtuelle Seminar lieber kurz zu halten und dafür besonders aussagekräftige Daten und Unterlagen zu verwenden. Eine Dauer von 20 bis 30 Minuten ist hierfür optimal.

Besonders im B2B ist das Webinar ein hervorragendes Instrument für die Generierung von Leads. Daher ist es wichtig, dass Deine Teilnehmer bei der Anmeldung ihre E-Mail-Adresse angeben, um den Zugangslink zu Deinem Online-Event zu erhalten. Die Einladungen zu Deinem Webinar kannst Du hierfür automatisiert über diverse Marketing Automation Tools versenden.

Während des Webinars

Selbstverständlich ist es wichtig, dass Du und vor allem Deine Teilnehmer Spaß während Deines Webinars haben. Gleichzeitig solltest Du Deinen Zuhörer aber auch einen Mehrwert bieten. Da Dein Publikum vor dem Bildschirm jedoch schwieriger zu packen ist, als vor Ort, bietet es sich an, folgende Tipps zu beachten:

  1. Aktiviere Dein Publikum

Bei der Teilnahme am Webinar kann die Aufmerksamkeit schnell durch eingehende Mails oder andere Ablenkungen verloren gehen. Versuche daher, Deine Teilnehmer aktiv einzubeziehen und starte beispielsweise mit einem gegenseitigen Intro oder einer Umfrage – je nach Dauer und Thema Deines Vortrags. Auch im Verlauf des Webinars kannst Du Deine Zuhörer dazu aufrufen, interaktiv teilzunehmen, indem sie ihre eigenen Fragen stellen oder in die Diskussion einsteigen. Achte bei kurzen Vorträgen allerdings darauf, dass Du Fragerunden eher im Anschluss an das Webinar einplanst. Dadurch sprengst Du die Vortragszeit nicht und vermeidest, dass Zuschauer aufgrund einer Zeitüberschreitung abwandern.

  1. Das richtige Setup

Dein Webinar gewinnt stark an Wert, wenn Du ein hochwertiges Setup bietest. Das heißt konkret: Verwende eine Kamera mit ausreichender Auflösung, positioniere sie auf Augenhöhe und achte darauf, dass der Aufnahmeort ausreichend belichtet ist – ggf. durch Softboxen und zusätzliche LED-Scheinwerfer. Nicht zu vernachlässigen ist auch ein harmonischer Hintergrund sowie die Qualität des Tons. Wer auf ein gutes Podcast-Mikrophon setzt, macht den Teilnehmer das Zuhören angenehmer. Damit Du Dir als Referent die Präsentationsansicht einblenden lassen kannst, ist ein zweiter Bildschirm von Vorteil. So behältst Du immer den Überblick über Deinen Vortrag. Führe außerdem vor jedem Webinar einen Technik-Check durch, um technische Probleme vor und während Deiner Präsentation zu umgehen und einen professionellen Eindruck zu hinterlassen. Ebenso solltest Du alle Programme schließen – sei es Dein E-Mail-Postfach oder Teams – und ablenkende Medien wie Dein Smartphone zur Seite legen.

  1. Visualisierung der Inhalte

Da via Zoom & Co. die Aufmerksamkeit schnell verloren geht, ist es umso wichtiger, dass Du Informationen ansprechend und konsequent darstellst. Arbeite hierfür mit abwechslungsreichem Bildmaterial und aussagekräftigen Diagrammen – ganz nach dem Motto „ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“. Entscheide Dich bei der Visualisierung allerdings für einen nicht allzu wilden Medienmix. Denn hier gilt oftmals: Weniger ist mehr.

  1. Weg von der Theorie und hin zum Praxisbezug

Die Theorie kann zweifelsohne nicht umgangen werden. Dennoch ist es wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass die meisten Teilnehmer eines Webinars Input erwarten, der sich im Anschluss auch in der Praxis umsetzen lässt. Aus diesem Grund bietet es sich an, Deine Informationen anhand von Beispielen zu veranschaulichen. Das motiviert die Zuschauer dabeizubleiben, da sie sofort einen Mehrwert erkennen.

Nach dem Webinar

Oft möchten sich Teilnehmer bestimmte Passagen Deines Webinars zum besseren Verständnis nochmal ansehen oder konnten kurzfristig doch nicht an Deinem Online-Event teilnehmen. Für solche Fälle bietet es sich an, das Webinar aufzunehmen und als On-Demand-Produkt zur Verfügung zu stellen.

Generell ist die Mehrfachverwertung von Content eine gute Option, den User einen Mehrwert zu bieten – ohne gravierenden Mehraufwand. Veröffentliche Dein Webinar dazu beispielsweise auf YouTube oder Instagram, um Dich als Expert zu positionieren. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Inhalte der Präsentation nochmals aufzubereiten und als Leadmagnet auf sozialen Medien zu bewerben.

Sollte Dein Webinar Teil eines digitalen Formats sein, kannst Du in der Nachbereitung die Folgetermine für die nächsten Vorträge an alle Teilnehmer kommunizieren. Dies lässt sich beispielsweise mittels einer Mail, in der Du Deine Zuschauer nach Feedback zu Deiner Präsentation bittest, weitergeben. Dein Webinar gerät somit auch nicht so schnell in Vergessenheit, wenn Deine Teilnehmer im Nachgang eine E-Mail von Dir in ihrem Posteingang vorfinden.

Fazit

Auch wenn es bei der Umsetzung viele Aspekte zu beachten gibt, lohnt sich der Aufwand, ein Webinar zu veranstalten, garantiert. Ein hochwertiges Setup und ausreichend Zeit für die Planung sind bereits die halbe Miete. Sobald Du auch lehrreichen Content zur Verfügung stellst, der sich von den Zuhörer danach in der Praxis umsetzen lässt, steht Deinem erfolgreichen Webinar nichts mehr im Wege.

Digitale Alternativen für Online Marketing Messen: von Zuhause aus am Ball bleiben

Vor allem in einer agilen Branche wie dem Online Marketing sind Messen und Konferenzen ein notwendiges Mittel, um up-to-date zu bleiben. Auch wenn in diesem Jahr viele Messen und Konferenzen abgesagt oder verschoben wurden, gibt es einige Wege, um aktuelle Trends und Entwicklungen zu verfolgen oder sein Wissen zu vertiefen. Wer am Ball bleiben will, hat die Möglichkeit, eine Vielzahl an Online-Angeboten wahrzunehmen. Welche Alternativen zu klassischen Messen und Konferenzen Du auf keinen Fall verpassen solltest, haben wir im Folgenden zusammengestellt.

Webinare – viel Input in kurzer Zeit

Webinare eignen sich besonders, um sich schnell und gezielt Wissen in einem bestimmten Themenschwerpunkt anzueignen. Neben dem Vortrag oder Expertengesprächen wird in den meisten Fällen zusätzlich eine integrierte Chatfunktion angeboten, mit der sich Teilnehmer untereinander austauschen oder Fragen stellen können. Unsere Favoriten rund ums Thema Online Marketing haben wir euch hier zusammengestellt:

OMT

OMT bietet in regelmäßigen Abständen Webinare zu nahezu allen Themenbereichen des Online Marketings an – vom OnPage SEO bis zu Tipps für Google Data Studio. Gebündelt in 45 bis 60 Minuten teilen Online Marketing Experten eigene Best Practice Beispiele, geben einen Einblick in News und Trends aus der Digitalbranche oder zeigen, wie Analytics & Co. am sinnvollsten genutzt werden können. Die Vorträge eignen sich für unterschiedliche Erfahrungslevels – vom Anfänger bis zum eingefleischten Online Marketer. Und das Beste: Die Anmeldung zu allen Webinaren ist kostenlos.

Konversionskraft

Die Webinare von Konversionskraft richten sich – wie der Name schon vermuten lässt – an Conversion Manager. In den meist 45-minütigen interaktiven Vorträgen erhalten Teilnehmer Expertenwissen rund um Conversion-Optimierung aus den Bereichen Strategie, Data Analytics, Konsumpsychologie, User Experience, Landingpage Optimierung, Personalisierung und Datenschutz. Sowohl Webinar-Teilnahme als auch dessen Aufzeichnung sind nach der Registrierung kostenlos. Auch bereits vergangene Webinare können in der Webinar-Bibliothek von Konversionskraft jederzeit kostenlos angesehen werden.

Internet World Academy

Viele der Online-Seminare der Internet World Academy eignen sich besonders für Einsteiger mit grundlegendem Verständnis für Digital Marketing. In den 90-minütigen, interaktiven Vorträgen tauchen Teilnehmer tief in das jeweilige Schwerpunktthema ein. Auch die Internet World Academy stellt den Teilnehmern eine Aufzeichnung des Seminars zum Wiederholen und Vertiefen zur Verfügung. Die Anmeldegebühren belaufen sich auf ca. 90 Euro.

Web-Konferenzen – Wissen sammeln & netzwerken

Wer sich umfassender zu einem gesamten Themenbereich informieren möchte, setzt am besten auf Web-Konferenzen. Durch den Mix aus Live-Vorträgen und interaktiven Angeboten wie Live-Q&As, Chaträumen oder Umfragetools erhalten Teilnehmer einen Rundum-Blick zum jeweiligen Schwerpunktthema. Diese zwei Web-Konferenzen versorgen euch mit hochwertigem Input:

Hallo.digital

Die Digital Marketing Konferenz hallo.digital findet in diesem Jahr digital statt, wenn auch nur in etwas kleinerem Rahmen. Statt der zunächst geplanten zwei Tag haben Teilnehmer nun die Möglichkeit, sich bei einer Online-Konferenz am 26. Mai 2020 mit Vertretern aus dem Online Marketing von KMUs über die neuesten Entwicklungen der Digitalbranche austauschen. Die Konferenz ist für jedermann frei zugänglich und daher kostenlos.

Onlinemarketing.de – The Digital Bash

In regelmäßigen Abständen findet „The Digitale Bash“, ein Web-Konferenz-Format von Onlinemarketing.de, zu den unterschiedlichen Bereichen der Digitalbranche statt. In den halbtägigen Vortragsreihen zu Themen wie Affiliate Marketing oder Programmatic teilen Branchengrößen ihr Wissen. Live-Teilnehmer der kostenlosen Konferenz bekommen zwischen den Vorträgen die Chance, offene Fragen zu klären und an Umfragen teilzunehmen. Wer sein Wissen im Nachgang vertiefen möchte, frischt die Erinnerung mit Vortrags-Aufzeichnungen noch einmal auf.

Fazit

Auch wenn einige Messen und Konferenzen abgesagt oder verschoben werden mussten, gibt es dennoch eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten für die Digitalbranche. Wer also auch in Zukunft nicht ins Abseits geraten will, hält sich mit Webinaren und Web-Konferenzen auf dem Laufenden.