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Mehrfachverwertung von Content – Synergieeffekte im Content Marketing schaffen

Der Vorsatz guten Content zu produzieren klingt erstmal leicht, sieht aber in der Realität komplexer aus als gedacht. Denn obwohl es sich hierbei um ein so wichtiges Thema handelt, fällt es vielen schwer, stets qualitativ hochwertige und originelle Inhalte zu bieten. Eine Effiziente Lösung für diese Problematik bietet die Mehrfachverwertung von Content. Was das genau ist und wie dies umgesetzt werden kann, erfährst Du in diesem Artikel.

 

Was ist Mehrfachverwertung von Content?

Mehrfachverwertung von Content, auch bekannt als Content Leveraging oder Content Reuse, ist eine effiziente Form aus vorhandenem Content Mehrumsätze zu generieren. Dabei handelt es sich um nichts neues, dennoch wird es nur selten von Unternehmen umgesetzt.

Vor allem mit Blick auf das B2B Business geschieht immer mehr online. Um potenzielle Leads abzufangen bietet es sich daher an, von der Digitalisierung Gebrauch zu machen und Content dementsprechend auf verschiedene Art zu distribuieren. Für jeden Kanal unterschiedlichen Content zu produzieren wäre jedoch ineffizient. In erster Linie sollten Unternehmen aus dem „Schubladendenken“ ausbrechen.  An Stelle eines Beitrags für einen Distributionskanal muss eine Strategie gewählt werden, welche Synergie-Effekte schafft.

 

Resultierende Vorteile aus dem Content Leveraging und Ziele

Allgemein bietet die Digitalisierung eine gute Grundlage für die Mehrfachverwertung. Jeglicher Content ist auf dem gleichen Trägermedium verfügbar. Alles ist digital und die einzigen Unterscheidungsmerkmale sind der Distributionskanal und der Erscheinungstermin.

Publizieren Unternehmen also Content mehrmals auf abgewandelte Weise, erlangen diese eine steigende Präsenz und Dominanz zu einem gewissen Thema. Wichtig hierbei ist, die Inhalte auf die jeweiligen Distributionskanäle und Kunden ausrichten, um auf mehreren Ebenen erfolgreich zu performen. Allgemein resultiert daraus ein längerer Lebenszyklus und das Erreichen neuer Kundengruppen bei konstant sinkendem Aufwand. Zudem wird der Fokus geschärft und die bestmögliche Performance aus dem Content rausgeholt.

 

Exemplarische Möglichkeiten zur Mehrfachverwertung von Content

Die Mehrfachverwertung von Content lässt sich an Hand verschiedener Strategien umsetzten.

Die Content Marketing Pyramide liefert hierfür einen guten Überblick. Im Zentrum bzw. an der Spitze steht hier der Core-Content (Lead-Magnet). Dieser wird mit Hilfe von Recherche und eigenem Brainstorming erstellt, welcher danach Stück für Stück in einzelne Inhaltsmodule verarbeitet wird. Dieser Prozess verlängert die Verwertungskette nochmal enorm. Im Zentrum der Content Pyramide stehen die abgeleiteten Inhalte. Hierfür eignen sich leichter zugängliche Inhalte. Den geringsten Aufwand erfordert der Micro Content, welcher beispielsweise durch Social Media Beiträge realisiert werden kann.

Im Folgenden Abschnitt findest Du eine Auswahl verschiedener Mittel, welche für die Mehrfachverwertung eingesetzt werden können:

White Paper

Unabhängig, ob es sich um ein klassisches oder interaktives Whitepaper handelt, ist dieses ein beliebtes Mittel für den Core-Content. Es stellt daher oft die Basis der Wiederverwertungskette dar und dient in erster Linie der Leadgenerierung.

Infografik

Infografiken eignen sich vor allem dafür, Daten übersichtlich und auf einen Blick verständlich zu präsentieren. Sie können entweder in weiteren Content eingebettet werden oder Content aus beispielsweise einem White Paper übersichtlich komprimieren. Zudem tragen sie häufig dazu bei, Backlinks für die Suchmaschinenoptimierung zu generieren.

Power Point

Präsentationen können in vielerlei Hinsicht verwertet werden. Eine Möglichkeit ist diese für Live- oder On-Demand Webinare einzusetzen. Sofern die Präsentation eine Wiederverwertung ist, kann diese auch als Zusammenfassung von einem White Paper oder Blogbeitrag dienen.

Blogbeitrag

Whitepaper können schnell und einfach in einen Blogbeitrag zusammengefasst werden. Hierbei ist es sinnvoll für diejenigen, die an einem tieferen Einblick interessiert sind, auf die Vollversion zu verlinken. Auch hier kann eine Infografik zur Visualisierung wiederverwertet und in den Beitrag eingebettet werden. Der Blogbeitrag muss nicht gezwungenermaßen auf der eigenen Plattform oder Homepage eingebettet sein. Eine gute Alternative ist der Gastbeitrag.

Video

Videos gewinnen innerhalb der letzten Jahre stetiges Wachstum. Jeder Deutsche verbringt laut der ARD/ZDF-Onlinestudie 2019 täglich im Schnitt 42 Minuten damit, Videos auf Plattformen wie YouTube anzusehen. Dem entsprechend ist dies eine ideale Möglichkeit ein Whitepaper zu vermitteln oder ein Webinar auf der Plattform hochzuladen, sofern dieses nicht mehr Live erhältlich ist.

Social Media

Social Media Posts können in diesem Fall auch als Micro-Content bezeichnet werden. Der Grund dafür ist, dass sogar ein einziger Satz aus dem Core-Content, wie ein spannender Fakt, in einem Beitrag umgesetzt werden kann. Hier ein Beispiel aus unserem Portfolio:

 

Ein Anwendungsbeispiel anhand der eMinded

Um die Prozesse zu verdeutlichen, bietet es sich an ein kurzes Anwendungsbeispiel darzulegen:

Im Rahmen unserer Spezialisierung auf das B2B Geschäft hatten wir einen Gastbeitrag bei Ryte verfasst. Dieser behandelte das Thema „12 Fakten aus dem B2B Online Marketing, die Du noch nicht kennst“. Um das Thema spezifischer darzulegen und Interessenten mehr Inhalt zu bieten, wurde daraus ein White Paper mit demselben Titel. Da die Thematik danach weiterhin großes Interesse weckte, beschlossen wir diese abgewandelt in unserem Magazin als Beitrag zu publizieren: „Rock your customers! 8 hilfreiche Tipps aus dem B2B Online Marketing“. Dieser zielte darauf ab nochmal andere Kundengruppen anzusprechen und die Inhalte nochmal explizit bei uns zu präsentieren. Letztlich wurde der Beitrag noch für eine E-Mail im Funnel genutzt.

 

Nützliche Tools

Um die Effizienz zu maximieren und einen guten Überblick über den bereits umgesetzten und geplanten Content zu behalten, bietet es sich an so manches Tool einzusetzen. Das wichtigste in diesem Fall ist der Contentplan. Dieser hilft, die Inhalte strategisch zu planen und alle wichtigen Schritte auf einen Blick parat zu haben. Eine weitere Hilfestellung ist das Tool „designrr“. Dieses bietet eine Unterstützung zur Transformation von Content für verschiedene Kanäle. Das Programm „Infogram“ ist vorwiegend nützlich für die Erstellung von Grafiken, welche sich für verschiedene Beiträge eignen.

 

Fazit

Generell lässt sich sagen, dass die Wiederverwertung von Content eine gute Lösung mit zahlreichen Möglichkeiten, Inhalte zu multiplizieren. Jedoch darf dies nicht zu übermäßiger Mehrfachverwertung verleiten. Qualität geht weiterhin über Quantität!

Des Weiteren sollte beachtet werden, nicht nur werbenden Content, sondern auch redaktionellen Content, der der Zielgruppe einen Mehrwert liefert, umzusetzen. Dies liefert somit einen Touchpoint in der Customer Journey, welche sich langfristig summieren und so später zu einem Lead oder bestenfalls einer Conversion führen.

 

 

 

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