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LinkedIn Kampagnen: Eine Step-by-Step Anleitung

22.05.2024 | Robert Urban | LinkedIn, Online Marketing

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LinkedIn zählt mittlerweile über 1 Milliarde Nutzer weltweit und mehr als 22 Millionen Nutzer im DACH-Raum. Mit über 67 Millionen registrierten Unternehmen ist es das weltweit größte berufliche soziale Netzwerk. Aber wusstest Du, dass es LinkedIn mittlerweile schon über 20 Jahre gibt? Genau genommen wurde es bereits am 5. Mai 2003 veröffentlicht. Vor allem in den letzten 3-4 Jahren hat LinkedIn auch im deutschsprachigen Raum immer mehr Interesse geweckt. Es bietet nicht nur die Möglichkeit, neue berufliche Kontakte zu knüpfen, sondern gerade auch im B2B-Bereich neue Kunden zu gewinnen und für das eigene Produkt oder Dienstleistung zu begeistern.

Um jedoch erfolgreich Anzeigen auszuspielen und vor allem die richtige Zielgruppe zu erreichen, müssen bestimmte Schritte durchdacht und zielgerichtet umgesetzt werden. Dieser Artikel soll Dir dabei helfen, Deine LinkedIn Kampagnen fehlerfrei aufzusetzen.

LINKEDIN KAMPAGNE – GRUNDVORAUSSETZUNG FÜR DAS SET-UP

Bevor Du in das Setup Deiner LinkedIn Kampagne gehen kannst, müssen bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllt sein:

  • Du besitzt eine Unternehmensseite, in dessen Namen die Anzeigen geschaltet werden
  • Du erstellst ein Konto im LinkedIn Campaign Manager und verknüpfst dieses mit Deiner Unternehmensseite
  • Du hast alle nötigen Zugriffe für beide Konten (idealerweise Adminrechte)
  • Du hinterlegst im Rechnungszentrum des Campaign Managers eine Kreditkarte, welche für die Abrechnung der Werbekosten genutzt wird

SCHRITT 1: KAMPAGNENGRUPPE

Nachdem Du alle Grundvoraussetzungen erfüllt hast, kannst Du im ersten Schritt eine Kampagnengruppe erstellen. Diese dient als eine Art übergeordnete Ebene und sorgt primär für Ordnung und Struktur im Account. Unsere Empfehlung ist pro Kampagnenziel (beispielsweise Leadgenerierung, Eventbewerbung etc.) eine Kampagnengruppe anzulegen und diese entsprechend eindeutig zu benennen. Bei Bedarf kann bereits auf Kampagnengruppenebene ein Gruppenziel, -budget oder auch ein Start- und Enddatum hinterlegt werden. Hiervon möchten wir Dir aber eher abraten. Mit einem übergreifenden Ziel oder Budget würdest Du immer die ganze Gruppe und somit alle darin enthaltenen Kampagnen beeinflussen und hättest nicht mehr die Möglichkeit, einzelne Kampagnen mit verschiedenen Budgets unabhängig voneinander zu steuern.

LinkedIn Kampagnengruppe erstellen

Schritt 2: Kampagnenziel auswählen

Im nächsten Schritt kannst Du über den Button „Erstellen“ und „neue Kampagne“ eine neue Kampagne erstellen. Nun benennst Du Deine Kampagne passend, achte bei der Namensgebung immer auf eine einheitliche und nachvollziehbare Benennung, sodass Du später jederzeit Deine Kampagnen richtig zuordnen kannst. Nutze hier am besten Attribute, wie beispielsweise Region, Kampagnenziel, Anzeigenformat, Zielgruppe etc. Anschließend musst Du ein Kampagnenziel definieren, welches entscheidend ist, um die richtigen Anzeigenformate einsetzen zu können. Zur Auswahl stehen die drei übergeordnete Kampagnenziele Awareness, Consideration und Conversions. Möchtest Du Leads generieren, ist beispielsweise Conversions – Lead Generierung das passende Ziel. Möchtest Du hingegen eine hohe Reichweite erreichen, ist Awareness – Brand Awareness das richtige Ziel.

LinkedIn Kampagnenziel definieren

Schritt 3: LinkedIn Kampagne: Zielgruppe, Bidding und Anzeigentyp

Nachdem Du das Kampagnenziel definiert hast, kannst Du nun die grundlegenden Einstellungen für Deine Kampagne vornehmen.

Hier legst Du zuerst eine Region und Sprache für Deine Zielgruppe fest. Beachte, dass die Sprache nachträglich nicht mehr angepasst werden kann.

Nun geht es darum, die Zielgruppe genauer zu definieren Je nachdem, welche Personen Du hier ansprechen möchtest, musst Du entsprechende Eigenschaften und Merkmale einstellen. Hier gibt es beispielsweise unternehmensspezifische Merkmale, wie Branche oder Größe oder auch persönliche Eigenschaften, wie Ausbildung oder Berufserfahrung. Eine andere Möglichkeit sind beispielsweise auch Fähigkeiten, Kenntnisse und Interessen. Achte hierbei immer auf die entsprechende Verknüpfung. Du kannst die Attribute entweder mit „und“ oder mit „oder“ verknüpfen, sprich nur eins der Attribute muss zutreffen („OR“) oder alle Attribute müssen zutreffen („AND“). Genauso kannst Du aber auch Ausschlüsse hinzufügen, wenn Du eben bestimmte Zielgruppen nicht erreichen möchtest. Je nach Produkt/Dienstleistung kannst Du hier sehr spezifisch oder auch sehr umfassend Deine Zielgruppe erstellen. LinkedIn gibt Dir hier auf der rechten Seite bereits eine Schätzung der Zielgruppengröße. Als grober Richtwert gilt hier 50.000 – 80.000 User (natürlich gibt es aber auch hier Ausnahmen).

Nun wählst Du Dein Anzeigenformat aus. Pro Kampagne ist nur ein Format möglich – solltest Du also zwei Formate gegeneinander testen wollen, musst Du hierfür zwei Kampagnen anlegen. Es steht auch nicht jedes Anzeigenformat für jedes Kampagnenziel zur Verfügung.

Anschließend gibst Du Deiner Kampagne noch ein Tagesbudget. LinkedIn gibt uns hier vor, mindestens 10 € einzustellen. Optimal ist ein Budget, welches Dir innerhalb eines Monats mindestens 100 Klicks pro Kampagne ermöglicht. Somit bekommst Du aussagekräftige Daten, um erste Optimierungen vorzunehmen.

Abschließend wählst Du noch eine passende Gebotsstrategie. In der Regel ist es am besten, anfangs mit einem manuellen Gebot in die Auktion zu gehen, da die Klickpreise bei der maximalen Verbreitung stark in die Höhe schnellen können. Je nachdem, wie umworben Deine Zielgruppe ist, schwanken die Klickpreise auf LinkedIn sehr – beispielsweise zählen Geschäftsführer in der IT-Branche zu einer der beliebtesten Zielgruppen, sodass hier mit Klickpreisen von bis zu 20 € zu rechnen ist.

LinkedIn Anzeigenformate für Leadgenerierung

Solltest Du Dich für Kampagnen entscheiden, welche die User auf Deine Website leiten, kannst Du zusätzlich Conversion-Ziele anlegen, sodass die Kampagnen auch messbar werden.

Schritt 4: Anzeigen entwerfen

Pro Kampagne solltest Du mindestens zwei Anzeigen einbuchen, sodass ein A/B-Test durchgeführt werden kann. Eine Anzeige besteht immer aus mindestens einer Grafik, einer Überschrift und einer Beschreibung. Formuliere bzw. gestalte diese so prägnant wie möglich, sodass die User innerhalb weniger Sekunden wissen, welche Inhalte Du vermitteln willst.

Solltest Du Dich für Lead Gen Kampagnen entschieden haben, musst Du hier noch das passende Formular erstellen bzw. verknüpfen, falls es bereits erstellt wurde.

Unser Tipp: Nutze bei jeder Anzeige einen Call-to-Action, sodass die User wissen, was der nächste Schritt ist. Setze diesen auch (falls es das Layout zulässt) in Deiner Grafik ein. So kann Deine Anzeige beispielsweise aussehen:

LinkedIn Anzeige Beispiel – eMinded Google Ads Leitfaden

Schritt 5: LinkedIn Kampagnen optimieren

Lasse Deine LinkedIn Kampagnen am besten 1-3 Wochen anlaufen und nehme keine Änderungen vor. Sobald die ersten Daten nach dieser Zeit zur Verfügung stehen, kannst Du im ersten Schritt die Reporting Tools von LinkedIn einsetzen.

Folgende Punkte solltest Du Dir bei der Optimierung ansehen:

  • Werden die Zielgruppen, wie in der Buyer Persona definiert, angesprochen? Müssen noch bestimmte Ausschlüsse vorgenommen werden?
  • Sind die Kampagnenbudgets korrekt verteilt? Werden die Budgets vollständig ausgeschöpft?
  • Wie hoch sind die Klickraten? Sind die Anzeigen relevant und wird das Ziel der Kampagne erreicht?
  • Werden Conversions korrekt erfasst?
  • Laufen die Anzeigen seit mehr als 3 Monaten? Wurde bereits die gesamte Zielgruppe abgedeckt, sodass sich neue Visuals lohnen?

So werden Deine LinkedIn Kampagnen zum Überflieger

Vorbereitung, Planung und Strategie sind, wie in vielen anderen Online Marketing Kanälen, der Schlüssel für erfolgreiche LinkedIn Kampagnen. Arbeitest Du mit begrenzter Zeit oder begrenztem Budget, solltest Du die Themen sinnvoll priorisieren und testen. Solange Du Dich Schritt für Schritt durch das Set-up arbeitest, sollte dem Ganzen nichts mehr im Wege stehen. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass viele LinkedIn Kampagnen nicht gleich beim ersten Set-up einwandfrei performen. Mithilfe von Optimierungsmaßnahmen kannst Du Dich Deinen Zielen Step-by-Step annähern.

Solltest Du noch mehr Fragen zum Setup von LinkedIn Kampagnen oder LinkedIn im Allgemeinen haben, sind wir natürlich jederzeit für Dich da. Wir helfen Dir gerne weiter!

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Über den Autor
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Robert Urban

PPC Manager

Robert ist PPC Manager bei eMinded und im Bereich SEA & Socials Ads tätig. Privat liebt er gutes Essen, Filme & Serien, Reisen und ein intensives Workout im Fitnessstudio.

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