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LinkedIn Kampagne erstellen: Step-by-Step Anleitung für erfolgreiches B2B-Marketing

05.11.2025 | Robert Urban | LinkedIn

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Grafik mit Vernetzungen und Elementen rund um LinkedIn

LinkedIn verzeichnet im Jahr 2025 über 1,1 Milliarden Mitglieder weltweit und rund 21 Millionen Nutzer im deutschsprachigen Raum. Mit mehr als 67 Millionen registrierten Unternehmen ist die Plattform das führende berufliche Netzwerk und einer der wichtigsten Kanäle für Markenaufbau, Leadgenerierung und Thought Leadership im B2B-Marketing.

Besonders im DACH-Raum wächst LinkedIn auch weiterhin: Die aktive Nutzerbasis ist im Jahresvergleich um mehr als 15 Prozent gestiegen. Unternehmen aus verschiedensten Branchen nutzen die Plattform zunehmend strategisch, um Entscheider in relevanten Branchen gezielt mit datenbasierten Kampagnen und hoher Zielgruppenqualität zu erreichen.

Damit eine LinkedIn-Kampagne ihr volles Potenzial entfalten kann, braucht es ein klares und strukturiertes Vorgehen: von der Zieldefinition über die Wahl des passenden Anzeigenformats bis hin zur kontinuierlichen Optimierung. Der folgende Leitfaden zeigt, wie erfolgreiche LinkedIn-Kampagnen entstehen – fundiert, praxisnah und auf nachhaltige Ergebnisse ausgerichtet.

Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche LinkedIn-Kampagne

Damit eine LinkedIn-Kampagne reibungslos erstellt und ausgewertet werden kann, müssen einige zentrale Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Eine aktive LinkedIn-Unternehmensseite, über die Anzeigen ausgespielt werden.
  • Ein Campaign-Manager-Konto, das mit der Unternehmensseite verknüpft ist.
  • Ausreichende Zugriffsrechte auf Unternehmensseite und Campaign Manager (idealerweise Administratorrechte).
  • Eine hinterlegte Zahlungsmethode im Rechnungszentrum für die Abrechnung der Werbekosten.

Darüber hinaus ist das technische Tracking-Set-up entscheidend: Der LinkedIn Insight Tag sollte über den Tag Manager eingebunden und korrekt ausgelöst werden. Nur so lassen sich Conversions, Website-Besuche und Zielgruppen für Retargeting zuverlässig erfassen. Ergänzend empfiehlt sich die Einrichtung des LinkedIn Conversion APIs, um Tracking-Daten auch bei eingeschränkter Cookie-Zustimmung zu übertragen.

Wer Leads direkt über LinkedIn generieren möchte, sollte zusätzlich die Lead Gen Forms einrichten und optional mit dem eigenen CRM-System verbinden. Dadurch wird die Datenerfassung vereinfacht und der Übergang vom Lead zur Weiterverarbeitung im Vertrieb automatisiert.

LinkedIn-Kampagne erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Kampagnengruppe erstellen

Jede Kampagne wird in einer Kampagnengruppe angelegt. Diese Struktur hilft, Kampagnen nach Themen, Zielgruppen oder Funnelphasen zu organisieren. Besonders bei größeren Accounts mit mehreren Produkten oder Märkten sorgt sie für Übersicht und eine klare Budgetzuordnung.

Im Campaign Manager kann die Kampagnengruppe benannt, mit einer Beschreibung versehen und optional ein Start- und Enddatum festgelegt werden. Übergeordnete Budgets lassen sich hier ebenfalls definieren, um Ausgaben zu kontrollieren und Prioritäten zu setzen.

Eine saubere Struktur auf Gruppenebene erleichtert später die Auswertung und Optimierung der gesamten Kampagnenlandschaft.

Benutzeroberfläche zur Erstellung einer Kampagnengruppe in LinkedIn Campaign Manager. Felder zur Eingabe des Gruppennamens, zur Auswahl des Status, des Kampagnenziels sowie Budget- und Zeitplan-Einstellungen.
LinkedIn Kampagnengruppe erstellen

Schritt 2: Kampagnenziel auswählen

Nach dem Erstellen der Kampagnengruppe folgt die Auswahl des Kampagnenziels. Es bestimmt, welche Anzeigenformate, Gebotsstrategien und Optimierungsoptionen verfügbar sind.

LinkedIn bietet drei Hauptkategorien an:

  • Awareness – Reichweite und Markenbekanntheit steigern
  • Consideration – Interaktionen, Website-Besuche oder Videoaufrufe fördern
  • Conversions – Leads generieren, Website-Conversions oder Bewerbungen erzielen

Das Ziel sollte stets zur geplanten Handlung passen. Für Leadgenerierung eignen sich Lead Gen Forms oder Document Ads, während Video Ads und Thought Leader Ads für Awareness-Kampagnen besonders wirkungsvoll sind.

Ein klar definiertes Ziel bildet die Grundlage für die spätere Anzeigenauswahl, das Bidding und die Erfolgsmessung.

Auswahlansicht im LinkedIn Campaign Manager zur Festlegung des Kampagnenziels. Verschiedene Ziele wie Brand Awareness, Website-Besuche, Lead-Generierung, Engagement, Videoaufrufe, Website-Conversions und Bewerbungen werden angezeigt.
LinkedIn Kampagnenziel definieren

Schritt 3: Zielgruppe definieren und Anzeigenformat wählen

Nachdem das Kampagnenziel festgelegt wurde, folgt die Definition der Zielgruppe und die Auswahl des passenden Anzeigenformats.

Zunächst werden Region und Sprache bestimmt. Die gewählte Sprache kann später nicht mehr geändert werden, daher sollte sie von Beginn an zur Zielgruppe und zum Kampagneninhalt passen.

Im Anschluss wird die Zielgruppe im Detail festgelegt. Dabei lassen sich verschiedene Kriterien kombinieren:

  • Unternehmensbezogene Merkmale wie Branche, Unternehmensgröße oder Standort.
  • Personenbezogene Merkmale wie Position, Berufserfahrung oder Ausbildung, Fähigkeiten, Kenntnisse und Interessen.

Bei der Kombination mehrerer Attribute ist die Logik der Verknüpfung entscheidend:

  • UND (AND) – alle Bedingungen müssen erfüllt sein
  • ODER (OR) – eine der Bedingungen reicht aus

Außerdem können gezielte Ausschlüsse definiert werden, um bestimmte Personengruppen aus der Ansprache herauszunehmen.

LinkedIn zeigt während der Einrichtung eine geschätzte Zielgruppengröße an. Ein Bereich zwischen 50.000 und 80.000 Nutzern gilt als guter Ausgangspunkt, um ausreichend Daten für die Optimierung zu generieren.

Anschließend wird das Anzeigenformat gewählt. Pro Kampagne kann nur ein Format genutzt werden – wer mehrere Varianten testen möchte, legt dafür separate Kampagnen an. Nicht jedes Format steht für jedes Ziel zur Verfügung.

Typische Beispiele sind Single Image Ads für Reichweite und Markenbekanntheit, Video Ads für visuelles Storytelling sowie Document Ads zur Leadgenerierung über direkt herunterladbare Inhalte. Das gewählte Format sollte stets auf das zuvor definierte Kampagnenziel abgestimmt sein.

Übersicht der verfügbaren Anzeigenformate im LinkedIn Campaign Manager, darunter Single Image Ad, Carousel Image Ad, Video Ad, Text Ad, Spotlight Ad, Message Ad, Conversation Ad und Document Ad.
LinkedIn Anzeigenformate für Leadgenerierung

Schritt 4: Budget und Bidding festlegen

Im nächsten Schritt werden Budget und Gebotsstrategie definiert.

Das tägliche Mindestbudget liegt bei 10 Euro. Empfehlenswert ist ein Budget, das innerhalb eines Monats mindestens 100 Klicks pro Kampagne ermöglicht, um eine solide Datengrundlage für Optimierungen zu schaffen.

LinkedIn bietet drei Gebotsstrategien an:

  • Maximum Delivery – automatische Gebote für maximale Reichweite
  • Cost Cap – Kostenbegrenzung mit definiertem Zielwert pro Conversion oder Klick
  • Manual Bidding – manuelle Gebotssteuerung für volle Kontrolle über den CPC

Gerade bei stark umworbenen Zielgruppen, etwa Geschäftsführern im IT- oder Tech-Umfeld, können Klickpreise zwischen 15 und 20 Euro auftreten. Eine manuelle Gebotssteuerung zu Beginn hilft, Kosten zu kontrollieren und realistische Benchmarks zu entwickeln.

Wer Website-Conversions messen möchte, sollte zudem im Campaign Manager entsprechende Conversion-Ziele anlegen, um Kampagnenleistungen präzise auszuwerten.

Schritt 5: Anzeigen entwerfen

Im nächsten Schritt wird die eigentliche Anzeige erstellt. Jede Kampagne sollte mindestens zwei Varianten enthalten, um A/B-Tests durchführen und die Performance der Creatives vergleichen zu können.

Eine Anzeige besteht aus Titel, Beschreibung und Visual – ergänzt durch einen Call-to-Action, der zur gewünschten Handlung führt. Bild und Text sollten die zentrale Botschaft innerhalb weniger Sekunden vermitteln und sich optisch klar von anderen Beiträgen im Feed abheben.

Wer mit Lead-Gen-Kampagnen arbeitet, erstellt oder verknüpft an dieser Stelle das passende Formular. Dabei gilt: Je kürzer der Formularweg, desto höher die Abschlussrate. Für Awareness- oder Traffic-Kampagnen kann stattdessen auf eine Landingpage verlinkt werden.

Bei der Gestaltung gilt es, auf konsistente Bildsprache, Markenfarben und eine prägnante Headline zu achten. Ein klar formulierter CTA – etwa Mehr erfahren, Whitepaper herunterladen oder Jetzt ansehen – sorgt für Orientierung und steigert die Klickrate.

Unser Tipp: Jede Anzeige sollte einen klar erkennbaren Call-to-Action enthalten, der die nächste Handlung verdeutlicht. Wenn das Layout es zulässt, kann der CTA zusätzlich direkt im Bild platziert werden, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen und die Klickrate zu steigern. So kann eine Anzeige beispielsweise aussehen:

LinkedIn Anzeige Beispiel – eMinded Case Study

Schritt 6: LinkedIn Kampagnen optimieren

Nach dem Start sollte eine Kampagne zunächst ein bis drei Wochen unverändert laufen, um genügend Daten für eine fundierte Auswertung zu sammeln. Erst danach lohnt sich eine erste Analyse und Optimierung.

Die wichtigsten Punkte bei der Auswertung:

  • Zielgruppenabdeckung prüfen: Stimmen die erreichten Personen mit der geplanten Zielgruppe überein? Müssen bestimmte Branchen, Positionen oder Unternehmensgrößen ausgeschlossen oder ergänzt werden?
  • Budgetverteilung analysieren: Wird das Budget gleichmäßig ausgeschöpft oder gibt es Kampagnen, die zu wenig Reichweite erzielen?
  • Performance bewerten: Klickrate (CTR), Conversion Rate und Cost-per-Lead (CPL) geben Aufschluss über Relevanz und Effizienz der Anzeigen.
  • Tracking kontrollieren: Sind alle Conversion-Ziele korrekt hinterlegt und werden sie zuverlässig erfasst?
  • Anzeigenaktualität prüfen: Nach etwa drei Monaten sollte geprüft werden, ob die Creatives noch wirken oder bereits Anzeichen von Ermüdung zeigen.

Auf Basis dieser Erkenntnisse lassen sich Kampagnen gezielt anpassen – etwa durch neue Visuals, veränderte Zielgruppen oder eine überarbeitete Gebotsstrategie.

Eine regelmäßige Optimierung in klaren Abständen (z. B. 0–30–60–90 Tage nach Start) hilft, den Kampagnenerfolg langfristig zu sichern und Kosten effizient einzusetzen.

Datenschutz & Tracking bei LinkedIn-Kampagnen

Datenschutz spielt bei LinkedIn-Kampagnen eine zentrale Rolle – insbesondere, wenn Website-Aktivitäten zur Optimierung und Erfolgsmessung herangezogen werden. Grundlage ist der LinkedIn Insight Tag, der über den Tag Manager eingebunden wird und Interaktionen wie Seitenaufrufe oder Conversions erfasst.

Damit die Datenerhebung den gesetzlichen Anforderungen entspricht, sollte die Einbindung mit dem verwendeten Consent-Management-System abgestimmt werden. Erst nach Zustimmung darf der Insight Tag ausgelöst werden. Die so erhobenen Daten ermöglichen die Zuordnung von Website-Besuchern zu LinkedIn-Profilen und bilden die Basis für Conversion-Tracking, Retargeting und Zielgruppenanalysen.

Um trotz eingeschränkter Cookie-Zustimmung eine stabile Datenbasis zu erhalten, empfiehlt sich zusätzlich die Implementierung des LinkedIn Conversion API. Darüber werden Ereignisdaten serverseitig an LinkedIn übermittelt – DSGVO-konform und unabhängig vom Browsertracking.

Unternehmen sollten außerdem sicherstellen, dass in der eigenen Datenschutzerklärung auf den Einsatz des Insight Tags und der API hingewiesen wird. Die erfassten Daten dürfen ausschließlich zu Analyse- und Optimierungszwecken genutzt werden.

Hinweis: Dieser Abschnitt stellt keine Rechtsberatung dar. Die rechtliche Bewertung und Umsetzung von Datenschutzmaßnahmen sollte stets in Abstimmung mit einem Datenschutzbeauftragten oder einer juristischen Fachperson erfolgen.

So werden LinkedIn Kampagnen zum Erfolg

Erfolgreiche LinkedIn-Kampagnen basieren auf einer klaren Struktur, präziser Zielsetzung und konsequenter Optimierung. Eine sorgfältige Vorbereitung ist dabei ebenso entscheidend wie die regelmäßige Analyse der Ergebnisse.

Gerade bei begrenztem Budget oder knappen Ressourcen lohnt es sich, Kampagnenelemente gezielt zu priorisieren und Schritt für Schritt zu testen. Nur so lässt sich herausfinden, welche Kombination aus Zielgruppe, Format und Botschaft die besten Ergebnisse erzielt.

Da Kampagnen selten von Beginn an perfekt performen, ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess der Schlüssel zum Erfolg. Mit einem sauberen Set-up, datenbasierten Entscheidungen und klar definierten KPIs entwickeln sich LinkedIn-Kampagnen langfristig zu einem leistungsstarken Bestandteil des Marketing-Mix.

Wer Unterstützung bei der Planung, Auswertung oder Optimierung seiner LinkedIn-Kampagnen sucht, profitiert bei uns als LinkedIn-Ads-Agentur von einer professioneller Begleitung von der Strategie bis zur Umsetzung.

Noch nicht genug von LinkedIn? Fragen zu organischem LinkedIn und wie man den perfekten Beitrag verfasst? Dann empfehlen wir unseren Magazinartikel: LinkedIn richtig nutzen: Tipps und Tricks für den perfekten LinkedIn Beitrag.

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Über den Autor
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Robert Urban

PPC Manager

Robert ist PPC Manager bei eMinded und im Bereich SEA & Socials Ads tätig. Privat liebt er gutes Essen, Filme & Serien, Reisen und ein intensives Workout im Fitnessstudio.

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