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Negative Keywords und Listen mit negativen Keywords in Google Ads

Google Ads

Allgemeine ausschließende Keywordlisten helfen dabei die Performance Eurer Google Ads Kampagnen schnell und einfach zu verbessern. Natürlich benötigt jedes Unternehmen und damit auch jede Kampagne und jede Anzeigengruppe spezielle, zum Thema passende ausschließende Keywords. Allgemeine Listen bilden aber eine gute erste Basis an Wörtern, für die Eure Anzeigen unabhängig vom Thema oder Produkt, auf keinen Fall ausgespielt werden sollen. In diesem Magazinbeitrag zeigen wir Euch, was Ihr bei der Recherche Eurer negativen Keywords beachten müsst und wie Ihr diese dann richtig einsetzt, um Eure Kampagnen zu optimieren.

Negative Keywords sind ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht Kampagnen zu optimieren und diese somit noch wirksamer zu gestalten. Nicht passende und unnötige Anzeigenschaltungen können so vermieden werden, was wiederum zu besseren Klickraten und geringeren Kosten führt. Wertvolles Budget wird nicht für Anzeigen verschenkt, die nicht die entsprechenden Zielgruppen erreichen. Um die Arbeit bei zukünftigen Kampagnen zu erleichtern, ist es sinnvoll eine allgemeine negative Keyword Liste anzulegen. Natürlich muss diese immer individuell angepasst werden, jedoch schafft man so schon eine solide Basis, die jederzeit ergänzt und erweitert werden kann.

So findet Ihr negative Keywords

In einem ersten Schritt solltet Ihr Euch überlegen für welche Suchbegriffe Ihr auf keinen Fall gefunden werden möchtet. Hier kann es zunächst helfen Begriffe zu identifizieren, nach welchen User im Zusammenhang mit Euren einbuchten Keywords suchen. Das können beispielsweise bestimmte Marken sein, die Ihr nicht in Eurem Angebot habt oder aber Begriffe, die zeigen, dass der Nutzer nicht die passende Kaufintention hat, wie zum Beispiel „test“, „kostenlos“, „verkaufen“ „blog“ oder „gutscheine“.

Unser Tipp hier: Die automatische Vervollständigung der Google Suche kann erste Ideen zu möglichen Keyword Kombinationen liefern.

Google Suche

Weitere Keywords, die vor allem bei einem beschränkten Budget ausgeschlossen werden sollten, sind Wettbewerber-Keywords wie beispielsweise „amazon“, „zalando“ oder „otto“.

Was auch helfen kann: Überlegt Euch was Euer Produkt oder Eure Dienstleistung NICHT ist. Seid Ihr beispielsweise Anbieter für hochwertige und luxuriöse Produkte, die in einem höheren Preissegment angesiedelt sind, solltet Ihr Begriffe wie „günstig“, „billig“ oder „preiswert“ ausschließen. Oder Ihr betreibt beispielsweise nur einen Online-Shop – dann macht es auf jeden Fall auch Sinn größere Städte auszuschließen. User, die ein Keyword in Kombination eines Städtenamens suchen, haben meist die Intention ein entsprechendes Ladengeschäft in dieser Stadt zu finden.

Hier ein kurzes Beispiel: Angenommen Ihr seid ein Reiseveranstalter und werbt mit Google Ads für Reisen nach Rom. In einem ersten Schritt sollten Wettbewerber wie „tui“, „thomas cook“ oder „expedia“ ausgeschlossen werden. Eine kurze Konkurrenzanalyse gibt hier Aufschluss über Konkurrenten, die Ihr möglicherweise ausschließen solltet. Außerdem könnt Ihr Keywords wie „jobs“, „praktikum“ oder „geschäftsführung“ ausschließen, da Leute, die an einem Job bei einem Reiseveranstalter interessiert sind, somit nicht die richtige Zielgruppe sind. Keywords wie „blogs“, „empfehlungen“ oder „forum“ können ebenfalls ausgeschlossen werden, da Ihr in diesem Fall ja eine Reise verkaufen möchtet und Leute, die nur Infos über ein bestimmtes Reiseziel (z.B. eine Städtereise nach Rom) erhalten möchten, nicht Eure Zielgruppe sind. Natürlich kann es sein, dass ein User trotzdem eine Reise nach Rom buchen würde, jedoch ist seine Intention sich über Sehenswürdigkeiten und Freizeitaktivitäten zu informieren, wahrscheinlicher. Dieser Nutzer hat möglicherweise schon eine Reise gebucht und sammelt nun nur noch Infos. Bietet Ihr Eure Reisen nur online an, habt Ihr also kein lokales Reisebüro, könnt Ihr zusätzlich größere Städte wie „münchen“, „berlin“ oder „köln“ ausschließen.

 

Nachdem Ihr nun die ersten negativen Keywords mit verschiedenen Methoden identifiziert und eingebucht habt und Eure Kampagne gestartet ist, gibt es noch eine weitere Möglichkeit die Ausspielung Deiner Anzeigen zu optimieren. Nach einer gewissen Laufzeit könnt Ihr die tatsächlich eingelaufenen Suchanfragen, die zu Anzeigenklicks geführt haben, analysieren. Den Suchanfragenbericht findet Ihr in der entsprechen Kampagne unter Keywords.

 

Suchanfragenbericht

Jetzt könnt Ihr dir die Liste für jedes Keyword, das diese Suchanfrage ausgelöst hat, ansehen und eventuell unpassende und nicht zielführende Anfragen markieren und als ausschließenden Keyword hinzunehmen. Hier können nicht nur sinnlose und nicht zu den Anzeigen passenden Suchbegriffe ausgeschlossen werden, sondern auch Begriffe, die zwar grundsätzlich zum Produkt oder zur Dienstleistung passen, jedoch hohe Kosten verursachen und keine Conversions erzielen.

Wichtig hier ist es, einen gewissen Zeitraum zu betrachten, um zuverlässige und valide Daten zu erhalten. Ansonsten besteht die Gefahr durch fälschlicherweise ausgeschlossene Keywords potentielle Kunden nicht zu erreichen und somit potentielle Conversions zu verschenken.

So bucht Ihr negative Keywords richtig ein

Bei negativen Keywords muss unbedingt auf die verwendete Keyword-Option geachtet werden. Werden Keywords falsch eingebucht, besteht die Gefahr, dass diese im Wiederspruch mit den eingebuchten Keywords einer Kampagne oder Anzeigengruppe stehen und somit das Ausspielen dieser verhindern.

Allgemeine Begriffe, für die Ihr nicht ausgespielt werden möchtet, könnt Ihr natürlich als weitgehend passend einbuchen. Beispiele hierfür sind „schlecht“, „kostenlos“ oder „blöd“. Neben diesen Begriffen könnt Ihr hier auch Wettbewerber und Konkurrenzprodukte unter der Option weitgehend passend aufnehmen.

Beim Ausschluss bestimmter Begriffe, die beispielsweise im Wortstamm ein eingebuchtes Keyword enthalten, muss darauf geachtet werden, dass diese nicht als weitgehend passend eingebucht werden. Hier solltet Ihr unbedingt darauf achten, dass diese Begriffe als passende Wortgruppe oder genau passend ausgeschlossen werden.

Zurück zu unserem Reiseveranstalter Beispiel: Nach Analyse Eures Suchanfrageberichts stellt Ihr fest, dass Nutzer häufig „rom reisen mit reiseleitung“ suchen. Ihr bietet aber keine Reisen mit Reiseleitung an. Die erste Möglichkeit hier ist es natürlich „reiseleitung“ als weitgehend passend in Euren negativen Keywords mitaufzunehmen. Eine andere Möglichkeit wäre aber auch „rom reisen mit reiseleitung“ als passende Wortgruppe in deine auszuschließenden Keywords aufzunehmen. Für diese Wortgruppe solltet Ihr aber auf keinen Fall die Option weitgehend passend verwenden, da so auch Anfragen wie beispielsweise „rom reisen“ nicht mehr ausgespielt werden und Ihr somit keine potentiellen Kunden, die eine Reise nach Rom bei Euch buchen würden, erreichen könnt.

Fazit

Negative Keywords und vor allem das Anlegen allgemeiner ausschließender Keywordlisten sind für die Optimierung von Kampagnen sehr hilfreich. Habt Ihr Euch einmal eine Liste mit Begriffen angelegt, die allgemeine und für fast jede Kampagne auszuschließende Begriffe enthält, könnt Ihr diese immer wieder nutzen und entsprechend der Kampagne oder Anzeigengruppe kürzen oder ergänzen. Solch eine Liste erlaubt Euch mit wenigen Klicks sicherzustellen, dass unerwünschte Suchanfragen reduziert werden und Eure Anzeigen der richtigen Zielgruppe ausgespielt wird. Mögliche Kostenfallen werden schon eliminiert, bevor diese in Deinen Suchanfragenbericht auftauchen und bereits Budget verschwendet wurde. Solltet Ihr noch mehr Fragen zur Recherche und zum Einsatz negativer Keywords haben, sind wir natürlich jederzeit für Euch da. Wir helfen Euch gerne weiter!

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