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Facebook Fans generieren – So funktioniert‘s

Das weltgrößte soziale Netzwerk ist schon lange keine reine private Kommunikationsplattform mehr. Auch für die meisten Unternehmen ist Facebook mittlerweile einer der wichtigsten Kanäle zur Kundenkommunikation.

Ohne Fans keine Kommunikation. Aber Fan ist nicht gleich Fan.

Ein iPad-Gewinnspiel auf deiner Seite wird die Fans kurzfristig steigern können, aber wenn diese nicht deiner Zielgruppe entsprechen, sind sie am Ende genauso nutzlos wie die 10.000 falschen Fans aus Fernost, die du für wenig Geld in jeder zweiten Spam Mail angeboten bekommst.

Wir zeigen dir die besten Strategien um die richtigen Fans zu erreichen. Die echten Fans. Die Fans, die Teil der tatsächlichen Zielgruppe sind und einen wirklichen Nutzen für dich haben können.

1. Mach die User auf deine Seite aufmerksam

Leider wird kaum ein User von sich aus auf die Idee kommen, gezielt nach der Facebook-Seite deines Unternehmens zu suchen. Es liegt also an dir, den ersten Schritt zu machen.

Nimm die URL der Facebook-Seite in deine Kommunikation auf

Im Grunde ist die Facebook-Seite nur ein weiterer Kommunikationskanal zwischen dir und deinen (potenziellen) Kunden bzw. Usern. Genauso solltest du sie auch behandeln.

Nutze jede Möglichkeit, in deiner externen Kommunikation auf deine Facebook-Seite hinzuweisen, zum Beispiel:

  • auf deiner Website
  • in Email-Signaturen und auf Visitenkarten
  • im Newsletter
  • im Briefkopf, z.B. auf Rechnungen
  • auf Werbebannern, Flyern, Plakaten, etc.

Da du so vor allem User erreichst, die bereits Berührungspunkte mit deinem Unternehmen haben, ist die Wahrscheinlichkeit entsprechend hoch, sie auch als Fans zu gewinnen.

= kurzfristig und einfach umsetzbare Strategie um bestehenden Kommunikationswege zur Fangenerierung zu nutzen

Setze auf Facebook Ads zur Fangenerierung

Die vielfältigen Targetingoptionen auf Facebook helfen dir dabei, genau die richtigen User zu erreichen.

Auch hier gilt: je mehr Berührungspunkte der User bereits mit deinem Unternehmen hat, desto leichter wird er davon zu überzeugen sein, den „Gefällt mir“-Button zu klicken.

Es lohnt sich, verschiedene Targetings zu testen. Als besonders vielversprechend erweisen sich beispielsweise:

  • Custom Audiences deiner Websitebesucher und Bestandskunden
  • Lookalike Audiences deines Bestandskunden und bestehenden Facebook Fans
  • Freunde deiner bestehenden Facebook Fans
  • sowie Kombinationen mit und/ oder interessenbasierte/n Zielgruppen.

Durch die Gebotsoptionen kannst du sicherstellen, dass du nie mehr Geld ausgibst, als du pro Fan zu zahlen bereit bist.

= kurzfristig umsetzbare und effektive, mit geringen Kosten verbundene Strategie, um in kurzer Zeit eine Menge an Fans zu generieren

Zeige Präsenz im Netzwerk und beteilige dich an Diskussionen

Als Seitenadministrator oder -redakteur bist du nicht nur dazu in der Lage, Beiträge auf der Facebook-Seite zu veröffentlichen, sondern auch, die Beiträge anderer Facebook-Seiten zu kommentieren. Wenn es darum geht, User auf deine Seite aufmerksam zu machen, ist diese Funktion Gold wert.

Mach andere Seiten ausfindig, auf denen deine Zielgruppe unterwegs ist. Ideal sind solche, die über eine recht große und vor allem aktive Fanbase verfügen, mit der du über die Kommentarfunktion interagieren kannst.

Natürlich solltest du hier nicht zu aufdringlich sein. „Schaut mal hier, wir haben viel interessantere Beiträge“ ist wohl die denkbar schlechteste Idee, wenn du nicht gerade das Ziel verfolgst, einen größtmöglichen Shitstorm zu provozieren.

Sei smart. Beteilige dich nur dann, wenn du die Konversation, die in den Kommentaren stattfindet, wirklich bereichern kannst.

Optimal sind Diskussion auf deinem Fachgebiet, bzw. dem Fachgebiet deines Unternehmens, bei denen du mit deiner Kompetenz punkten kannst. Eine zusätzliche Prise Humor kann für den Sympathiefaktor nicht schaden.

= verhältnismäßig langfristige und aufwendige aber effektive Strategie, um im Netzwerk über die eigene Facebook-Seite hinaus Präsenz zu zeigen und die Bekanntheit der Seite zu steigern.

2. Gibt den Usern einen Grund, warum sie deine Seite liken sollen

Dir ist es nun gelungen, einen potenziellen Fan auf deine Facebook-Seite aufmerksam zu machen. Nun muss aber auch die Seite selbst überzeugen.

Pflege deine Facebook Seite regelmäßig

Liegt der letzte Beitrag schon mehrere Monate zurück, erweckt das auf den User nicht gerade dein Eindruck, dass es sich um eine Seite handelt, der zu folgen es sich lohnt.

Achte deshalb darauf, dass deine Facebook-Seite stets up-to-date ist und regelmäßig neue Inhalte gepostet werden.

Allfacebook.de spricht in diesem Artikel von einer optimale Posting-Frequenz von 0,5/Tag, was einem Post alle zwei Tage entspricht.

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Quelle: allfacebook.de

Biete deinen Usern einen Mehrwert

Eine Lieblingsphrase der Marketing-Welt, die wohl genauso zutreffend wie abgedroschen ist. Aber genau darum geht es. Es geht darum Inhalte zu teilen, die der User als tatsächliche Bereicherung empfindet.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • informative und themenrelevante Posts, z.B. Blogartikel
  • aktuelle Promotions, Schnäppchen und Aktionen
  • Gewinnspiele, gratis eBooks, Einladungen zu Veranstaltungen
  • Einblicke hinter die Kulissen des Unternehmens

Je besser deine Posts bei deinen Fans ankommen und je mehr sie geteilt, geliket und kommentiert werden umso größer ist auch die Gesamtreichweite deiner Beiträge im Netzwerk. Dadurch werden kontinuierlich immer mehr User auf deine Seite aufmerksam und du gewinnst ganz nebenbei immer weitere Fans.

FAZIT:

Fangenerierung auf Facebook ist keine einmalige Sache, sondern vielmehr ein Prozess, den du als festen Bestandteil deiner Social-Media-Strategie verstehen solltest.

Die bestgepflegte Facebook-Seite und die interessantesten Beiträge helfen nichts, wenn keiner davon weiß. Andersherum kannst du noch so kreativ für diese Facebook-Seite werben, wenn die Seite an sich nicht überzeugen kann.

Mit der optimalen Mischung kurz- und vor allem langfristiger Maßnahmen, die deine Social-Media-Aktivitäten begleiten sollten, wirst du die Zahl deiner Fans langfristig steigern und Facebook als Kommunikationsplattform für dein Unternehmen ausbauen können.

So kannst auch du vom Facebook Audience Network profitieren

Die Erweiterung des Facebook Audience Networks (FAN) auf User, die keinen Facebook-Account haben, ist wohl eine der bedeutendsten Ausbaustufen der Facebook Ads überhaupt.

So kann Facebook mit Hilfe von Cookies auch Nicht-Mitgliedern personalisierte Werbung ausspielen und möchte ihnen ein besseres Webeerlebnis bieten.

Die technischen Änderungen und wie man sich dagegen wehren kann, wurden in diversen Newsbeiträgen schon mehrfach erörtert.

Wir möchten an dieser Stelle die Bedeutung für Advertiser genauer beleuchten und die Möglichkeiten des Facebook Audience Networks vorstellen.

Frontalangriff auf Google & Co.

Was bedeutet die Erweiterung für den Werbemarkt? Erstmal wirkt sie wie ein Frontalangriff auf Google AdSense und andere Werbenetzwerke, die sich durch ihre Targeting-Möglichkeiten USPs erarbeitet haben.Laut eigenen Zahlen lief das Q4/2015 auf einer Runrate von 1 Milliarde Dollar Werbevolumen im Facebook Audience Network. Diese beeindruckenden Werte nach nicht mal zwei Jahren des Bestehens haben die Facebook-Verantwortlichen sicherlich bei ihrer Entscheidung beflügelt, das FAN auf Nicht-Mitglieder zu erweitern.

Für den Werbetreibenden ist diese Erweiterung sogar ein Glücksfall: Konkurrenz belebt das Geschäft, der Dominanz von Google wird auch in diesem Segment ein zweiter Marktteilnehmer ein paar Anteile abnehmen.

Zudem können die Targeting-Optionen, bei denen Facebook neue Maßstäbe gesetzt hat, eine positive Entwicklung in diesem Bereich anstoßen.

Wie können Werbetreibende vom Facebook Audience Network profitieren?

Die größten Erfolge feierten Advertiser bislang mit App Install Kampagnen über das FAN. Durch die Erweiterung auf Nicht-Mitglieder steigt logischerweise auch die Reichweite der Kampagnen und das Potential, was sich dadurch eröffnet.

Aber nicht nur im App-Marketing kann das Facebook Audience Network die Reichweiten der Kampagnen immens vergrößern. Auch für Branding-Aktivitäten kann man bestens von der Erweiterung profitieren, da das Facebook-Targeting auch auf die Nicht-Mitglieder angewandt werden kann.

Last but not least profitieren ebenfalls alle performance-orientierten Aktivitäten, die auf Effizienz angelegt sind. Dort birgt der Ausbau der Reichweiten immenses Potential. Die Kampagnen von funktionierenden Zielgruppen auf Facebook können auf das FAN erweitert und die Performance-Kampagnen somit skaliert werden.

Die Werbewelt wird facettenreicher

Die Möglichkeiten des Facebook Audience Networks sind so vielfältig, dass es für alle Advertiser Potentiale hebt. Vor allem das Vergrößern bereits bewährter Zielgruppen auf Nicht-Mitglieder eine interessante Targeting-Option.

Für die bestehenden Werbenetzwerke wird das Leben dadurch nicht leichter, denn gerade beim Targeting bringt das Facebook Audience Network einen Innovationsschub in den Markt, der Entwicklungen der etablierten Netzwerke nach sich ziehen wird.

How-To: Leadgenerierung mit Facebook Lead Ads

Seit dem weltweiten Roll-Out im Oktober vergangenen Jahres, haben Werbetreibenden auf Facebook die Möglichkeit sogenannte „Lead Ads“ zu schalten.

Was es mit dem neuen Anzeigenformat auf sich hat, wie man die Ads erstellt und was es sonst noch zu beachten gibt, haben wir hier mal für euch zusammengefasst.

Wie funktionieren Lead Ads?

Auf den ersten Blick erscheinen Lead Ads im Feed wie „normale“ Facebook Ads. Nach dem Klick auf die Anzeige jedoch, öffnet sich innerhalb der Anwendung ein Formular, in dem die Userdaten (Email-Adresse, Name etc.) abgefragt werden.

Optional können Lead Ads um eine Kontextkarte ergänzt werden, die als Zwischenschritt zwischen der Anzeige im Feed und dem Lead-Formular erscheint. Das bietet euch als Werbetreibenden die Möglichkeit, eure Anzeige mit zusätzlichen Infomationen anzureichern.

Welchen Vorteil bieten Lead Ads?

Natürlich ist Facebook als Quelle zur Leadgenerierung per se nichts Neues. In der Vergangenheit musste man sich lediglich damit behelfen, den Umweg über eine externe Landingpage zu gehen und diese über Facebook Ads zu bewerben.

Das Problem: Wird auf eine Seite außerhalb von Facebook geleitet, können externe Einflüsse wie schlechte Netzabdeckung und gedrosseltes Datenvolumen sowie ggf. mangelhafte mobile Optimierung der Website bei mobilen Usern zu übermäßig langen Ladezeiten und hohen Absprungraten führen.

Durch das neue Anzeigenformat muss der User die Anwendung zum Abschluss eines Leads nicht mehr verlassen, wodurch die Ladezeit drastisch verringert wird.Das führt dazu, dass Leadkampagnen wesentlich effizienter auf Mobilgeräten ausgespielt werden können.

Aber Lead Ads bieten auch einige Vorteile, die Desktop und Mobile gleichermaßen interessant sind.

Der User bewegt sich die ganze Zeit auf einer gewöhnten, Ihm vertrauten Benutzeroberfläche. Der Aufwand, sich auf einer fremden Website zurechtfinden zu müssen, entfällt. Die einzelnen Felder des Lead-Formulars sind außerdem bereits automatisch mit den Daten aus dem Userprofil vorausgefüllt.

Lead Ads machen den Prozess vom Klick bis zum Abschluss des Leads für den User so einfach und angenehm wie möglich, was nachweislich eine hohe Conversionrate begünstigt.

Wird eine Lead Kampagne ausschließlich über Facebook gespielt, machen Lead Ads die Konzeptionierung und Erstellung einer extra Landingpage hinfällig. Das spart Zeit und Geld.

Welche Besonderheiten gibt es bei der Erstellung von Lead Ads?

Kampagneneinstellungen

Zunächst muss im Werbekonto eine neue Kampagne angelegt werden. Wichtig ist, dass als Kampagnenziel „Leads für dein Unternehmen schalten“ ausgewählt ist. Wie bei allen Newsfeed-Anzeigen muss die Kampagne mit einer Facebook Seite verknüpft werden.

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Targeting

Bei den Targetingoptionen gibt es keine Unterschiede zu „normalen“ Facebook Ads. Auch hier sollten verschiedene Zielgruppen gegeneinander getestet werden, ob Lookalike Audiences, die eigenen Facebook Fans oder demografie-/interessensbasierte Zielgruppen.

Platzierungen

Bei der Auswahl der Platzierungen ist die Auswahl etwas eingeschränkter als sonst. Hier steht lediglich der Newsfeed zur Auswahl.

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Unser Tipp: Um sauber analysieren und optimieren zu können, sollten beide Platzierungen in getrennten Anzeigengruppen gegeneinander getestet werden.

Gebote

Facebook lässt und die Wahl, ob auf Leads oder Klicks manuell oder automatisch optimiert werden soll. Grundsätzlich empfehlen wir für die volle (Kosten-)Kontrolle immer eine manuelle Optimierung.

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Die Gebote sollten immer knapp 1,5 mal so hoch sein, wie das von Facebook vorgeschlagene Maximalgebot. So werden die Anzeigen anfangs präferiert ausgespielt, sodass schnell genug Daten gesammelt werden um mit der Optimierung der Kampagne beginnen zu können.

Werbeanzeige

Die Werbeanzeige wird beinahe genauso erstellt, wie jede beliebige andere Newsfeed Ad. Die bei Lead Ads das Lead-Formular an die Stelle der Zielseite rückt, kann keine Ziel-URL angegeben werden.

Auf derselben Seite wir die Anzeigengestaltung, befindet sich auch die Möglichkeit, das Lead-Formular zu erstellen oder ein vorhandenes Formular auszuwählen.

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Lead-Formular

Da das Formular die größte Neuerung darstellt, werden wir auf diesen Punkt ganz besonders detailliert eingehen.

Im ersten Schritt muss das Formular einen Namen / eine Bezeichnung bekommen. Wichtig ist auch, dass die Sprache ausgewählt wird, in der das Formular später ausgegeben werden soll.

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Im nächsten Schritt werden die einzelnen Felder ausgewählt, die das Formular später haben soll. Zusätzlich zu den vordefinierten Nutzerinformationen, können bis zu 3 individuelle Fragen hinzugefügt werden.

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Überlegt euch unbedingt zweimal, welche Infomationen ihr wirklich benötigt.

Je weniger Aufwand das Ausfüllen des Formulares für den User bedeutet und je weniger Daten er preisgeben muss umso eher wird er bereit sein, das Formular abzuschicken. Das bedeutet mehr Leads für euch.

Optional: Kontextkarte

Die Kontextkarte ist das erste, was dem User nach dem Klick auf die Lead Ads angezeigt wird. Sie bietet euch als Werbetreibenden Platz, zusätzliche Infos unterzubringen und/oder die Uservorteile bzw. USPs noch einmal herauszuheben.

Facebook lässt euch die Wahl zwischen Fließtext und Bulletpoints. Der Text auf dem Call-to-Action ist frei wählbar. Die Grafik ergänzt Facebook eigenständig aus der Werbeanzeige.

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Die Kontextkarte entscheidet darüber, ob der User weiter zum Lead-Formular klickt oder abbricht. Darum lohnt es sich hier durchaus, mit verschiedenen Wordings/Variationen zu experimentieren.

Wo sind die Datensätze zu finden?

Sobald die Kampagne live ist, sollte es nicht lange dauern, bis im Werbekonto angezeigt wird, dass die ersten Leads eingetrudelt sind.

Die Datensätze sind zugegeben etwas schwer zu finden. Es gibt 2 verschiedene Arten, wir ihr auf eure Leads zugreifen könnt:

Über das Werbekonto:

Auf Werbeanzeigenebene befindet sich neben der Anzahl der Leads ein Pfeil. Mit Klick auf dem Pfeil können sie Leads als CSV Datei heruntergeladen werden.

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Über den Seitenmanager:

Unter „Beitragsoptionen>>Formularbibliothek“ findet ihr eine Übersicht über alle eure Lead-Formulare. Mit Klick auf „Download“ könnt ihr euch die Leads herunterladen, die über die einzelnen Formulare generiert wurden.

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Wenn ihr viele verschiedene Anzeigengruppen und Werbeanzeigen live habt, kann erster Weg schnell sehr kompliziert und unübersichtlich werden. Darum empfehlen wir immer, den Weg über die Formularbibliothek zu gehen.

Eine API Schnittstelle, mit der die Datensätze direkt ins eigene Mailingtool übertragen werden können, gibt es bisher leider (noch) nicht.

FAZIT:

Wer Facebook als Quelle zur Leadgenerierung verwenden möchte, sollte Lead Ads dringend ausprobieren.

So funktioniert Performance Marketing mit Facebook Ads

Wer in einer schnelllebigen Branche wie dem Performance Marketing überleben will, ist darauf angewiesen, stetig neue und vor allem effiziente Quellen für qualifizierten Website-Traffic ausfindig zu machen.

Zum angeblich bevorstehen Aus von Facebook gibt es in etwa genauso viele Prophezeiungen wie zum Untergang der Welt. Aber: Über 50% der deutschen Internetuser ist bei Facebook registriert. Mehr als dreiviertel davon nutzen es täglich.

Sieht so wirklich ein totes Netzwerk aus? Oder eher die perfekten Traffic-Quelle für Ihren Performance-Marketing-Mix?

Warum der Vergleich mit Google AdWords hinkt

Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen, Gebote – auf den ersten Blick mag sich der AdWords-erfahrene Online-Marketer auf der Facebook Benutzeroberfläche wie zuhause fühlen.

Aber Vorsicht: Hüten Sie sich, vorschnell Parallelen zu ziehen oder zu versuchen, Ihre AdWords Kampagnen 1 zu 1 in Facebook übertragen zu wollen!

Die beiden Medien unterscheiden sich fundamental in Ihrem Nutzerverhalten: Bei Google wird aktiv nach einer Lösung für ein akutes Problem gesucht. Facebook ist das genaue Gegenteil. Der Facebook User möchte nicht suchen, er möchte empfangen. Er möchte sich berieseln lassen, informiert werden, kommunizieren.

Ein perfektes Bespiel für Pull vs. Push.

Werbetreibenden bietet Facebook einen entscheidenden Vorteil: freiwillig wie nirgends sonst geben User hier persönlichste Daten preis.

Detaillierte Angaben zu Demografien, Interessen und Verhalten bieten die Grundlage für präziseste Zielgruppenansprache und machen Facebook als Werbeplattform zum Traum eines jeden Performance-Marketers.

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Ausschnitt aus den umfangreichen Targetingmöglichkeiten im Facebook Power Editor

Wie Ihnen Personas beim Erstellen der Zielgruppen helfen

Machen Sie auf keinen Fall den Fehler, Ihre Anzeigen zu breit auszusteuern.

Vor ein paar Tagen erschien beispielsweise eine Anzeige in meinem Newsfeed, die mich dazu anhalten wollte, Klavierunterricht zu nehmen. Blöd nur, dass ich in meiner Kindheit/Jugend bereits mehr als 10 Jahre lang Klavierspielen gelernt habe. In meinem Facebook-Profil ist davon keine Spur zu sehen, auch in meinen restlichen (Facebook-)Interessen, sucht man den Bezug zur klassischer Musik vergeblich. Warum also sollte nun ausgerechnet ich (noch einmal!) Klavierspielen lernen wollen?

Die Intention dahinter ist klar. Es soll eine möglichst große Zielgruppe erreicht werden. Das Problem: Angesprochen fühlt sich damit niemand so wirklich.

Damit Ihnen das gelingt, hilft es, Personas zu definieren.

Laut Wikipedia ist eine Persona ein: „[…] Prototyp für eine Gruppe von Nutzern […], mit konkret ausgeprägten Eigenschaften und einem konkreten Nutzungsverhalten.“

Nehmen wir uns noch einmal das Beispiel des Klavierspielens vor: In diesem Fall könnten das Menschen sein, die an Klassikkonzerten interessiert sind, generell klassische Musik hören oder Fans der Serie „Mozart in The Jungle“ sind.

Schrecken Sie dabei nicht davor zurück, mit Klischees zu spielen. 

Wie Ihr Targeting noch vielfältiger wird

Neben der Zielgruppenansprache auf Grundlage soziodemografischer und psychografischer Charakteristika, bietet Facebook noch eine Reihe weiterer, nicht minder interessante Targetingoptionen.

Fans:

Mit gezielten Kampagnen für die eigenen Facebook-Fans haben wir bereits gute Erfahrungen machen können. Da diese Ihre Marke bereits kennen, brauchen Sie keine allzu große Überzeugungs- und Bekanntmachungsarbeit mehr zu leisten. Werbeanzeigen zu besonderen Angeboten oder zur Lead-Generierung bieten sich hier besonders an.

Zwar erreichen Sie Ihre Fans auch über Posts auf der Facebook-Seite, allerdings wird es Ihnen dadurch allein kaum gelingen, einen ausreichenden Werbedruck aufzubauen.

Bestandskunden:

Erstellen Sie Werbeanzeigen für Ihre Bestandskunden und nutzen Sie Facebook für Ihre Reaktivierungs- oder Upselling-Kampagne.

Laden Sie dafür eine Liste mit den Email-Adressen Ihrer Bestandskunden im Werbekonto hoch. Facebook gleicht diese mit der User-Datenbank ab und vereint alle gefundenen User in einer Custom Audience. Diese können Sie dann als Zielgruppe verwenden.

Lookalikes:

Noch einen Schritt weiter gehen Lookalike Audiences. Der Facebook Algorithmus analysiert die Profile Ihrer Käufer, wird Muster, Auffälligkeiten und Schemata erkennen und so ihre statistischen Zwillinge identifizieren. Potenzielle Neukunden für Sie.

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In Ihrer Werbekonto können Sie unter „Funktionen>>Zielgruppen>>Zielgruppe erstellen“ Lookalike Audiences aus Ihren bestehenden Custom Audiences bilden.

Warum Ihre Anzeigen einen Mehrwert bieten müssen

Nehmen wir an, Ihre Zielgruppe ist jetzt perfekt gewählt. Aber rufen Sie es sich noch einmal ins Gedächtnis zurück: Wir sind immer noch auf Facebook.

Der User möchte sich berieseln lassen und wartet nicht mit gezückter Kreditkarte auf Ihre Werbebotschaft. So schön das auch wäre.

Daher ist es wichtig, dass Ihre Anzeige einen Mehrwert liefert. Spezielle Discounts für Facebook-User sind immer eine gute Lösung zur Incentivierung.

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In dieser Carousel Ad wird der zusätzlichen Kaufanreiz durch einen Rabattcode gesetzt.

Auch wenn Ihr Produkt das Nonplusultra und Ihre Anzeige perfekt auf die Adressaten ausgerichtet ist – Setzen Sie einen zusätzlichen Anreiz, der zum Klick und letztlich zur Conversion führt.

Aber: Übertreiben Sie es bitte nicht. Das Prinzip „20% auf alles außer Tiernahrung“ ist mit Vorsicht zu genießen. Gilt ein Rabatt dauerhaft, verliert er seinen Reiz.

Wie Sie Ihre Anzeigen aussteuern und optimieren können

Jetzt, da die Zielgruppen definiert und Ihre Anzeigen fertig sind, gilt es, die Kampagnen auch optimal auszusteuern. Facebook lässt uns dafür zwischen zwei verschiedenen Gebotsoptionen wählen: CPC und CPM.

Spätestens jetzt darf sich der AdWords-erfahrene Online-Marketer wieder wie zuhause fühlen.

Geht es Ihnen nämlich darum, Facebook als Performance-Kanal zu nutzen, führt kein Weg am CPC vorbei. Facebook mag mit dem CPM-Modell maximale Reichweiten versprechen. Aber: Reichweite allein macht noch keine Performance-Kampagne.

Daran knüpft auch unsere nächste Empfehlung an: Wählen sie beim Punkt „Optimierung für die Auslieferung von Werbeanzeigen“ die Option „Link-Klicks auf deiner Website“ aus. So optimiert Facebook Ihre Werbeanzeigen dahingehend, dass Sie möglichst viele Websiteklicks zu einem möglichst niedrigen Preis erhalten.

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Diese Gebotseinstellungen sollten Sie für Ihre Performance-Kampagne wählen.

Kommen wir nun zu dem Geboten. Auf keinen Fall sollten Sie die automatische Optimierung durch Facebook wählen.

Legen Sie den maximalen CPC für Ihre Anzeigen in jedem Fall manuell fest. Nur so können Sie Feinjustierungen am Account vornehmen und sauber auf angestrebte Ziel-CPOs und KURs optimieren.

Passen Sie auf: Sind Ihre Gebote zu niedrig, werden Ihre Anzeigen nicht oder nur in sehr geringer Reichweite ausgeliefert. Facebook gibt für jede Anzeigengruppe eine Gebotsempfehlung ab, abhängig von Targetingoptionen, Zielgruppengröße und gewählten Platzierungen.

Setzen Sie Einstiegsgebote für neue Anzeigengruppen etwas über dem vorgeschlagenen Höchstgebot an (Faustregel: vorgeschlagenes Gebot x 1,5).

Erfahrungsgemäß werden die tatsächlichen CPCs bedeutend niedriger ausfallen. Durch hohe Gebote am Anfang werden Ihre Anzeigen jedoch präferiert ausgespielt, Sie bauen rasch Reichweite auf und sammeln so in Kürze ausreichend valide Daten, um mit der Optimierung Ihrer Anzeigengruppe zu beginnen.

Optimierung ist das A und O um Performance-Marketing. Ohne Zahlen geht nichts. Das Facebook-Pixel ermöglich Ihnen nicht nur, Zielgruppen aus den Besuchern Ihrer Website zu bilden, sondern beinahe sämtliche Aktivitäten, die auf Ihrer Website infolge Ihrer Webeanzeigen stattfinden nachzuvollziehen (= Leads, Sales, Warenkörbe, usw.).

Die Performance Ihrer Kampagne können Sie auf der Benutzeroberfläche des Werbekontos in gewohnter AdWords-Manier analysieren und optimieren.

FAZIT:

Facebook Ads funktionieren als Performance-Marketing-Kanal. E-Commerce-Marketer müssen allerding einige Punkte beachten, wenn Sie in einem so wenig auf Verkauf ausgelegten Umfeld wie Facebook rentable Kampagnen realisieren möchten.

Wenn Sie es schaffen, kompakte Zielgruppen zu schnüren und Kaufanreize mit ausreichendem Mehrwert setzen, können Sie Ihren Onlinemarketing-Mix mit Facebook um eine neue und vor allem effiziente Quelle für qualifizierten Website-Traffic bereichern.