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Heatmaps: So optimierst Du Deine Website datenbasiert

Weltkarte_Heatmaps

Wenn im Digital Marketing von der Optimierung einer Landingpage gesprochen wird, fĂ€llt frĂŒher oder spĂ€ter der Begriff „Heatmaps“. Mit dem Begriff Heatmap werden im Allgemeinen Diagramme beschrieben, die große und komplexe Datenmengen einfach visualisieren. Du kannst sie Dir als WĂ€rmebild vorstellen, die die HĂ€ufigkeit und StĂ€rke eines bestimmten Parameters durch unterschiedliche EinfĂ€rbung ĂŒbersichtlich darstellen.

Im Online Marketing nutzen wir diese Art der Darstellung, um einen Überblick ĂŒber die Klicks, Scrolls und Mausbewegungen der Nutzer bestimmter Seiten zu bekommen. Wie Du diese wertvollen Informationen fĂŒr eine nutzerfreundliche Umgestaltung Deiner Website verwenden kannst, erfĂ€hrst Du in diesem Beitrag.

Was bringt die Analyse mit einer Heatmap?

Schon kleinere Änderungen im Aufbau Deiner Seite können dafĂŒr sorgen, dass Deine Conversionrate, die Verweildauer sowie die Anzahl der Seiten pro Sitzung stark ansteigen. Heatmaps ermöglichen Dir einen umfassenden Einblick in das Verhalten Deiner Besucher und zeigen Dir dadurch, wo Optimierungspotenzial besteht.

Mit dieser Analyse erhÀltst Du folgende datenbasierte Erkenntnisse:

  • ob sich Nutzer auf Deiner Seite gut zurechtfinden
  • wo Du die wichtigsten Inhalte platzieren solltest
  • wodurch Deine Nutzer von der Conversion abgelenkt werden
  • an welcher Stelle Nutzer Hilfe oder zusĂ€tzliche Informationen benötigen

Nutzerverhalten richtig interpretieren

Auch die ausfĂŒhrlichsten DatensĂ€tze bringen Dir nicht viel, wenn Du sie nur oberflĂ€chlich oder falsch interpretierst. Bei der Interpretation Deiner Website-Heatmap solltest Du vor allem diese Elemente auf Deiner Seite genauer unter die Lupe nehmen:

  • Buttons (z.B. zum Warenkorb, fĂŒr Downloads oder um den Kauf abzuschließen)
  • Video- und Audioinhalte
  • Bilder und (animierte) Grafiken
  • Verlinkungen im Text
  • Call-to-Actions
  • Weitere klickbare Elemente wie E-Mail-Adressen oder Telefonnummern
  • Sucheingaben
  • Formulare und Newsletter-Anmeldungen

Stelle Dir bei jedem Element diese Fragen:

  1. Interagieren Nutzer mit dem Element, z.B. durch Klicks und ist das von Dir so beabsichtigt?
  2. Sind die Elemente mit den meisten Klicks auch jene, die Deiner Ansicht nach fokussiert werden sollten?
  3. Gibt es Bereiche auf der Seite mit vielen Interaktionen, die keine Aktion ermöglichen?
  4. Gibt es Elemente, die nicht geklickt werden, weil sie nicht wahrgenommen werden?

Das richtige Tool wÀhlen

Ein Tool, das Dir viele Möglichkeiten der Website-Analyse biete, ist Hotjar. Die Heatmaps von Hotjar ermöglichen es Dir, unterschiedliche Unterseiten gleichzeitig zu ĂŒberprĂŒfen, indem sie ĂŒber einen bestimmten Zeitraum hinweg die tatsĂ€chlichen Interaktionen Deiner Nutzer aufzeichnen. Die Berichte liefern neben Klickmaps auch Aufzeichnungen von Mausbewegungen und eine Scrollanalyse, mit der analysiert werden kann, wie weit nach unten die User auf den einzelnen Seiten gelangen. Hotjar kann mit wenigen Klicks ĂŒber den Google Tag Manager implementiert werden und ist ĂŒbersichtlich strukturiert und intuitiv zu bedienen. In der kostenlosen Version werden bei bis zu drei Heatmaps maximal 1.000 User erfasst.

Hinweis: Vergiss nicht, Deine Datenschutzhinweise zu aktualisieren, sobald Du ein Heatmap-Tool wie Hotjar fĂŒr Deine Analyse verwendest.

Praxisbeispiel: eMinded Startseite

FĂŒr einen kleinen Ausflug in die Praxis haben wir uns das Nutzerverhalten auf unserer Startseite einmal genauer angesehen. Im Header-Bereich der Startseite hat Hotjar folgende Mausbewegungen aufgezeigt:

Heatmap: Auswertung der Mausbewegungen

Auf Basis der Mausbewegungen ergibt sich eine Priorisierung unserer MenĂŒpunkte:

  1. Agentur (vor allem „Über eMinded“ und „Case Studies“)
  2. Leistungen
  3. Karriere

Danach folgen mit etwas Abstand das MenĂŒ „Lösungen“, unser „go-digital“-Angebot fĂŒr KMUs und etwas abgeschlagen die „Kontakt“-Seite. Bedeutet das also, dass unser Kontaktformular bei den Nutzern keine Beachtung findet? GlĂŒcklicherweise nein! Denn Mausbewegungen sind lediglich ein erster Anhaltspunkt fĂŒr die Aufmerksamkeit der Nutzer. Um valide Aussagen ĂŒber die Nutzerfreundlichkeit einer Seite treffen zu können, ist eine Analyse der Klicks unverzichtbar. Die Hotjar-Analyse der Klicks auf unserer Startseite sieht folgendermaßen aus:

Heatmap: Auswertung der Klicks

Auch bei der Untersuchung der Klickanzahl schneidet der MenĂŒpunkt „Agentur“ am besten ab. Unsere Unterseite „Über Uns“, aber auch das eMinded Magazin bĂŒndeln am meisten Klicks. Werfen wir jedoch abgesehen davon einen Blick auf die MenĂŒpunkte mit den hĂ€ufigsten Mausbewegungen, fallen einige Abweichungen ins Auge. Unsere „Kontakt“-Seite und der „go-digital“-MenĂŒpunkt schneiden bei der Bewertung nach Klicks am besten ab. Die Untersuchung des Leitbild-Abschnitts auf unserer Website zeigt einige Klicks auf nicht-verlinkte Textteile:

Heatmap: Auswertung der Klicks - eMinded Premium

Diese Klicks, beispielsweise auf die UnterĂŒberschrift, lassen den Schluss zu, dass einige Websitebesucher hinter dem Text eine Verlinkung vermuten oder sich weitere Informationen zu diesem Thema wĂŒnschen. Damit der Abschnitt zukĂŒnftig besser mit den Erwartungen unserer Nutzer ĂŒbereinstimmt, ist eine VerĂ€nderung der Seite an dieser Stelle notwendig.

Fazit:

Durch den Einsatz von Heatmaps zeigen Dir Deine Nutzer ganz einfach selbst, welche Bereiche Deiner Seite in Deinem Sinne verwendet werden und was noch verbessert werden kann. Mit einer qualitativen Interpretation kannst Du zum Beispiel die Usability Deiner Seite verbessern, herausfinden, an welchen Stellen sich Deine Nutzer mehr Content wĂŒnschen oder sogar Deine Conversionrate steigern. Um zu erfassen, wie Deine VerĂ€nderungen von den Besuchern Deiner Website angenommen werden, solltest Du die VerĂ€nderungen mithilfe von A/B Testings ĂŒberwachen.

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