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Smart Shopping Kampagnen – Besser als Shopping Kampagnen?

 

Werbetreibenden wird das Arbeiten mit Google immer weiter vereinfacht: Automatisierte Lösungen ersetzen Stück um Stück manuelle Einstellungen und ermöglichen so High-Level-Kampagnen durch Machine Learning. Auch das Thema Google Shopping wurde dahingehend revolutioniert, wodurch immer mehr Nutzer zu den nun smarten Shopping Kampagnen greifen. Aber zu Recht? Ist Smart Shopping auch wirklich die smarte Wahl?

Hier erfährst Du, worin sich Standard Shopping Kampagnen und Smart Shopping für Online Shops bei Google Ads unterscheiden und wie du Smart Shopping Kampagnen optimal nutzt.

Was sind eigentlich smarte Shopping-Kampagnen?

Durch smarte Shopping-Kampagnen wird Dir Dein Leben mit Google Shopping Ads vereinfacht: Sie bündeln Google Shopping Anzeigen und dynamisches Remarketing und steuern sie dann vollautomatisiert aus. Du erhältst dadurch nicht nur eine erweiterte Reichweite in allen Google-Netzwerken und ein einfacheres Gebots-Management. Nein, auch das Erstellen und Verwalten Deiner Shopping-Kampagnen wird Dir Dank der smarten Kernfunktionen erleichtert.

Wer kann und sollte Google Smart-Shopping-Kampagnen nutzen?

Nichtsdestotrotz bleibt zu empfehlen, erste Erkenntnisse im Umgang mit Google Shopping zu sammeln, bevor man seine Produkte des eigenen Online Shops fast vollständig und automatisiert Google Ads anvertraut. Hast Du dann Deine ersten Erfahrungen, vor allem aber mindestens 20 Conversions in Deiner bestehenden Shopping Kampagne damit gemacht und willst die Effizienz Deiner Shopping-Kampagnen steigern, DANN teste unbedingt Google Smart-Shopping-Kampagnen. Jeder Online-Shop-Besitzer, der neben einer einfacheren Kampagnen-Verwaltung auch eine automatisierte Gebotseinstellung bevorzugt, geht mit Smart-Shopping den richtigen Weg.

Was sind die Voraussetzungen für Google Smart-Shopping-Kampagnen?

Für Google Smart-Shopping-Kampagnen brauchst Du:

  1. Einen Online Shop
  2. Ein Google Ads-Konto (mit funktionierendem Conversion Tracking)
  3. Einen Google Merchant Center Account (der mit Deinem Google Ads-Konto verknüpft ist)
  4. Einen Google Shopping Feed auch Produktdatenfeed genannt (der im Google Merchant Center hochgeladen wurde)
  5. Ein im Merchant Center hochgeladenes Logo in der Größe 1:1 (mindestens 128 x 128 Pixel); im besten Fall Dein Online-Shop-Logo
  6. Eine bereits bestehende Google-Shopping-Kampagne (mit der Du in den letzten 45 Tagen mindestens 20 Conversions generiert hast)
  7. Das Google Website Tag (auf Deiner Seite installiert)
  8. Eine Remarketing-Liste für den globalen Markt mit mindestens 100 aktiven Nutzern
  9. Eine Markierung Deiner Website für dynamisches Remarketing

 

Unterschied Standard Google Shopping Kampagne und Smart Shopping Kampagne

Für das normale Remarketing muss im Standard Google Shopping eine zusätzliche Kampagne angelegt werden. Die Smart Shopping Kampagne bezieht das Remarketing und die Shopping Anzeige im Gegensatz hierzu gleich mit ein. Der Algorithmus spielt die Anzeigen den passenden Nutzern mithilfe der Auswertung von User Signalen aus.

Unter Anderem kannst Du bei der Standard Shopping Kampagne Gebote selbstständig festlegen, negative Keywords jederzeit ausschließen und Suchbegriffe einsehen, für die Deine Produkte ausgespielt wurden.

Hingegen bei Smart Shopping sind ausschließende Keywords nicht festzulegen. Auch kannst Du Suchbegriffe, auf die Deine Produktanzeigen ausgespielt wurden, nicht auswerten. Geografisches Targeting ist ebenso wenig verfügbar, wie der Werbezeitplaner. Du kannst auch spezielle Geräte nicht anvisieren, oder explizites Zielgruppen-Targeting vornehmen. Google wählt nämlich die Zielgruppe automatisch aus – basierend auf dem maschinellen Lernalgorithmus.

Folgende Tabelle bietet Dir einen genauen Überblick über die wichtigsten Vor- und Nachteile, Kernfunktionen und benötigten Voraussetzungen beider Kampagnentypen:

 

Der größte Vorteil des smarten Google Shopping Kampagnentyps ist, dass Dir viel Zeit erspart wird, da alles automatisiert ist. – Denn besonders bei großen Accounts kann die Steuerung von Shopping-Kampagnen sehr zeitraubend sein. Außerdem ist es sehr wahrscheinlich, dass der ROAS (Umsatz pro investiertes Budget) unter Umständen deutlich höher ausfallen kann.

Optimierungsmöglichkeiten von Google Smart-Shopping-Kampagnen

Geduld ist eine Tugend. Gib Deinen Smart-Shopping-Kampagnen ca. 5 Wochen Zeit, sich entwickeln zu können, beobachte sie aber in dieser Zeit täglich. Warum 5 Wochen?-  Zwei Wochen benötigt der Algorithmus der smarten Shopping-Kampagne allein schon um zu lernen. Gib ihm dann noch etwas Zeit, um das Gelernte zu verinnerlichen und Entwicklungen voranzutreiben. Passe in dieser Zeit möglichst nichts an – außer die Kampagne wird währenddessen nicht richtig ausgespielt oder liefert sehr schwache ROAS-Werte. Die Reporting-Möglichkeiten sind aufgrund des maschinellen Lernens begrenzt.

 

Tipps für Deine Smart-Shopping-Kampagnen

Testen, testen, testen. – Das ist wie bei allen Google-Innovationen auch bei Smart Shopping oberstes Gebot. So findest Du nämlich heraus, ob Smart-Shopping zu Deiner Marketingstrategie passt und Du Deine Anpassungsmöglichkeiten aus der Hand geben kannst oder auch willst.

  1. Ziele am besten erst mal nur auf eine bestimmte Produktgruppe ab. So kannst Du Deine anderen Kunden weiterhin mit Standard Shopping-Kampagnen ansprechen und Du beeinträchtigst Deine anderen Google Ads Aktivitäten bzw. -Leistungen nicht.
  2. Bist Du mit der Performance nach mindestens 15 Tagen zufrieden, kannst Du weitere Produktgruppen nachziehen, bis schließlich Dein Produktkatalog vervollständigt ist.
  3. Google empfiehlt, bestehende reguläre Shopping- und dynamische Re-Marketing-Kampagnen zu pausieren, wenn Du Deinen Produktkatalog vollständig in Smart Shopping aufnimmst. Dieser Empfehlung solltest Du, wenn möglich, nachkommen, auch wenn es heißt, dass Smart Shopping Kampagnen Vorrang vor bestehenden Kampagnen für die gleichen Produkte haben. Dies soll verhindern, dass Anzeigen überboten werden und Budget verschwendet wird.
  4. Unterteile auch Smart Shopping-Kampagnen in verschiedene Themenbereiche. – Auch wenn es sich um eine smarte Kampagnenstrategie handelt, ist das Aufdröseln in verschiedene Themenbereiche für die Steuerung des Budgets sehr wichtig, z.B. wenn es saisonale Unterschiede gibt.
  5. Segmentiere Deine Produkte in verschiedene Produktgruppen. Sogar in derselben Kampagne und auch, wenn Du den ganzen Katalog nutzen solltest. So erhältst Du detailliertere Berichte und kannst damit die Leistung der Kampagne je nach Produktgruppe bewerten.

 

Fazit

Während das Aufsetzen von Shopping Kampagnen früher lange Arbeitsprozesse hinsichtlich Kampagnen Prioritäten, Gebote, Keywords oder Produktgruppen bedeutete, benötigt Google Smart Shopping Dank maschinellem Lernen nur noch wenig Aufmerksamkeit.

Auch weisen Smart-Shopping-Kampagnen erfahrungsgemäß in der Praxis meist die bessere Performance auf, als es Standard Shopping und dynamisches Remarketing schaffen. Daher solltest Du – vorausgesetzt Du bist dazu bereit, auf die wegfallenden Optimierungshebel zu verzichten – das Format ausprobieren. Hierbei empfiehlt es sich, trotzdem eine gute Kampagnenstruktur pausiert im Konto zu beizubehalten. – Sollte nämlich die Kampagnen-Performance irgendwann doch nicht mehr Deinen Erwartungen entsprechen und die Anpassungen des ROAS-Ziels ebenfalls nicht mehr helfen, kannst Du ruhigen Gewissens zu Deiner klassischen Shopping-Kampagne zurückkehren.

 

 

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