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Inhouse Marketing oder Agentur für Online Marketing: Was ist besser? 

17.03.2022 | Patrick Füngerlings | Online Marketing

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Inhouse vs. Agentur

Um als Unternehmen heute erfolgreich zu sein, musst Du vor allem im Online-Bereich präsent sein. Dazu zählen ein moderner Online-Auftritt und passende Online-Marketing-Maßnahmen, die auf Deine Unternehmensziele einzahlen. Wie z.B. Deine Bekanntheit zu steigern oder Leads zu generieren. Da stellst Du Dir als Unternehmer gewiss die Frage, ob Du das Marketing einem Inhouse-Team überlässt oder es an eine spezialisierte Online-Marketing-Agentur auslagerst. In diesem Beitrag geht es darum, die Vor- und Nachteile von beiden Seiten gegenüberzustellen und Du erhältst wertvolle Impulse auf die folgenden Fragen: 

  • Wann ist es sinnvoll, das Marketing in die Hände eines Dienstleisters zu legen? 
  • Wann sollte ich das Marketing im eigenen Haus belassen? 
  • Und: Wer ist im Fall einer externen Auslagerung der richtige Partner? 

Wie ist das digitale Marketing strukturiert? 

In unserer B2B Trendstudie 2022 haben wir Unternehmen befragt, wie deren aktuelles Marketing aufgebaut ist. Das Ergebnis: Ein Großteil (über 70 Prozent) der befragten Unternehmen gab an, bereits mit einer Agentur für Online Marketing zu arbeiten. Nur ein knappes Viertel verfügt über Inhouse Marketing Teams. 

Inhouse vs. Agentur: Ergebnis in B2B Trendstudie

Ergebnis aus unserer B2B Trendstudie 2021

Die Gründe dafür sind vielfältig: Einerseits verfügen gerade KMU nicht über die entsprechenden Ressourcen, andererseits möchten Unternehmen frische Impulse von außen bekommen, um ihre Marketing-Maßnahmen zu verbessern.

Inhouse Marketing: Pro & Contra

Welche Vorteile bieten Inhouse Marketing Teams? 

1. Kurze Kommunikationswege 

Inhouse Marketing Teams bestehen in der Regel aus einem „eingefleischten“ Team mit eingearbeiteten Mitarbeitenden. Die Kollegen kennen sich, es gibt etablierte Meeting-Formate und Kanäle oder Tools, über die kommuniziert wird. Die räumliche Nähe führt dazu, dass sich die Teammitglieder über den kurzen Weg austauschen und schnell Feedback abholen können. 

2. Tiefes Produktwissen 

Gerade im B2B Umfeld ist tiefes Produktwissen Gold wert – und das findest Du immer in Inhouse Teams. Als Teil vom Unternehmen sind die Marketing-Abteilungen natürlich stärker mit den Zielen und der Kultur vertraut und kennen die Fachexperten für die Lösungen oder Produkte. Mit deren Hilfe kannst Du z.B. die Komplexität von erklärungsbedürftigen Themen reduzieren, was Dir in der Umsetzung von Marketing-Kampagnen hilft.  

3. Optimierte Prozesse 

In Unternehmen sind die Rollen und Verantwortlichkeiten oft gesetzt. Es herrscht Klarheit, wer für was zuständig ist. Inhouse Teams haben daher einen Vorteil, dass sie für ihre Marketing-Maßnahmen bereits auf definierte Prozesse aufbauen und sich daher voll darauf konzentrieren können. 

Welche Nachteile gibt es bei Inhouse Marketing Teams?

1. Betriebsblindheit 

Gleichzeitig können interne Prozesse Gefahr laufen, sich schnell festzufahren – getreu dem Motto: „Das haben wir schon immer so gemacht“. Das kann Inhouse Teams vor die Herausforderung stellen, kreativen Ideenaustausch zu ermöglichen. Im Unternehmensalltag herrscht oft Betriebsblindheit und Offenheit für neue Ideen „out of the box“. 

2. Ineffizienz 

Vor allem im KMU-Umfeld arbeiten die Mitarbeitenden an vielen Themen gleichzeitig. In Inhouse Marketing Teams gibt es z.B. Fachkräfte, die Social Media Kanäle bespielen, Events planen und dann noch PR-Arbeit leisten sollen. Dass darunter die Produktivität leidet, ist eindeutig. Ganz zu schweigen von der Qualität der Ergebnisse. 

3. Hohe Fixkosten 

Inhouse Marketing Teams können eine ganz schöne Stange Geld kosten. Wenn Du Dir vor Augen führst, was zusätzlich zum Gehalt an Kosten wie Lohnnebenkosten, Krankheitsgeld, etc. für ein fünfköpfiges Marketingteam zusammenkommt, bist du schnell im sechsstelligen Bereich pro Jahr. Toolkosten für CRM- oder Marketing Automationssysteme sind da noch nicht mal eingerechnet. Umgerechnet würde das ein stattliches monatliches Agenturhonorar im fünfstelligen Bereich ergeben.   

4. Mitarbeiterwechsel 

Damit ein Inhouse Marketing Team wie am Schnürchen läuft, machst Du Dich abhängig von den Erfahrungen der Inhouse Marketeers. Denn wenn ein Teammitglied kündigt, kannst Du nicht erwarten, dass ein passender Ersatz sofort die freie Stelle ausfüllt. In Zeiten des Fachkräftemangels kann die Nachfolgesuche gut und gerne Monate dauern.  

Agentur für Online Marketing: Pro & Contra 

Das sind die Vorteile einer Agentur-Betreuung 

1. Hohe Spezialisierung 

Ein großer Vorteil von Online Marketing Agenturen besteht darin, dass sie sich auf ihre wesentlichen Dienstleistungen fokussieren. Sie sind in der Lage, sämtliche Disziplinen im Online Marketing zu bedienen. Um das zu gewährleisten, arbeiten Agenturen an Zertifizierungen und bilden Ihre Mitarbeitenden stetig weiter, um einen gewissen Expertenstatus zu erhalten. 

2. Wissenstransfer 

Agenturen im Online Marketing arbeiten für unterschiedlichste Kunden. Die Erfahrungen, die sie mit verschiedenen Branchen, Zielgruppen und Geschäftsmodellen machen, können enorm dabei helfen, den Status Quo zu hinterfragen und so den frischen Blick von außen überhaupt zu ermöglichen.   

3. Flexibilität 

Im Gegensatz zu Inhouse Teams sind Agenturen sehr flexibel, was die Ressourcen- und Kostenplanung betrifft. Bei Lastspitzen in bestimmten Projekten oder wenn Mitarbeitende ausfallen, sind Agenturen in der Lage, die Produktivität aufrecht zu erhalten – ohne, dass dabei hohe Fixkosten entstehen.  

4. Umfangreiches Toolset 

In der Zusammenarbeit mit Agenturen können sich Unternehmen auch eine Menge an Lizenzkosten für Tools und andere Software sparen. Agenturen haben oft eine Vielzahl an Software Tools für SEO, Marketing Automation u.a. im Einsatz, da es sich eher für sie rechnet. Sie können die Tools im Gegensatz zu Unternehmen für mehrere Kunden einsetzen. 

Was gehört zu den Nachteilen einer Agentur-Betreuung? 

1. Fehlendes Produktwissen 

Tiefes Produktwissen kannst Du höchstens von hochspezialisierten Agenturen erwarten, gerade im technischen Bereich. Generalistische Agenturen für Online Marketing müssen sich das Produktwissen erst erarbeiten. Da sind Inhouse Teams im Vorteil, da sie über Produktexperten verfügen, die jahrelang denselben Job machen.  

2. Höherer Abstimmungsaufwand 

In der Zusammenarbeit mit Agenturen stehst Du am Anfang vor der Herausforderung, dass die Prozesse und Verantwortlichkeiten schnell geklärt werden müssen. Vergleichbar mit dem Onboarding eines neuen Mitarbeitenden müssen sich Freigaben, gegenseitige Erwartungen, etc. erstmal einspielen. Das erfordert auf beiden Seiten höheren Abstimmungsbedarf. 

3. Längere Kommunikationswege 

Dadurch, dass Agenturen und Unternehmen räumlich voneinander getrennt sind, musst Du in der Zusammenarbeit zwangsweise mit längeren Kommunikationswegen rechnen. Es gibt nun mal keine Tür-und-Angel-Gespräche oder kurze Pläusche an der Kaffeemaschine – der persönliche Austausch fehlt meistens.

Inhouse vs. Agentur: Pros & Cons

Inhouse Marketing vs. Agentur für Online Marketing: Übersicht der Vor- und Nachteile

Inhouse vs. Agentur für Online Marketing: Wie finde ich heraus, welches Modell zu mir passt? 

Inhouse Marketing Teams und Agenturen können sich sehr gut ergänzen, wenn Du Dir die Vor- und Nachteile ansiehst. Es gibt kaum Firmen, die alles Inhouse umsetzen – selbst Großkonzerte holen sich Input von außen. Welches Modell zu Dir passt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein Tipp: Schau, über welchen Kanal der meiste Umsatz generiert wird. Das können beispielsweise bei einem E-Commerce-Shop die bezahlten Kanäle sein. Richte Deinen Fokus auf diesen Kanal und baue hier Inhouse Expertise auf. Entwickle die anderen Kanäle weiter, indem Du Dir externe Unterstützung über eine Online Marketing Agentur holst, die Dir z.B. im SEO-Bereich unter die Arme greift. 

Wichtig: Mache Dir klar, wie Du Deine Marketing-Ziele erreichen willst. 

  • Sind Dir Sicherheit / etablierte Prozesse wichtig? 
  • Möchtest Du schnell skalieren oder flexibel bleiben? 
  • Oder benötigst Du eine hohe Aufmerksamkeit in der Betreuung?

Entscheidungshilfe Inhouse vs. Agentur

Abhängig von deinen Antworten auf diese Fragen ergeben sich folgende Modelle: 

Große Agenturen 

Große Agenturen sind bestens für große Projekte geeignet – sie sind in der Lage, ganze Teams für einen Kunden bereitzustellen. Zudem verfügen große Agenturen über flexible Ressourcen, auf die Du schnell Zugriff hast, wenn Du skalieren möchtest.  

Kleine Agenturen 

Dagegen haben kleine Agenturen den Vorteil, dass Du meist individuell betreut wirst und eine höhere Aufmerksamkeit auf Dein Thema erhältst. Sie sind flexibel und agil, was die Arbeitsweise angeht. Allerdings weniger flexibel, was die Ressourcen angeht.   

Fazit: Inhouse Marketing oder Agentur für Online Marketing? 

Auf die Frage: „Was ist besser – Inhouse oder Agentur?“ gibt es keine klare Antwort. Das hängt vom Geschäftsmodell, der Unternehmensgröße und den individuellen Marketing-Zielen ab. Suche Dir eine Agentur, die am besten zu Deinen Bedürfnissen passt. Eine Agentur, die sich auch modular aufstellen kann und dich punktuell an deinen offenen Flanken schützt. Denn egal ob KMU oder Großkonzern – im besten Fall arbeiten Inhouse Marketing Teams mit einer Agentur für Online Marketing zusammen, um das Beste aus Deinen Maßnahmen herauszuholen. 

 

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Über den Autor
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Patrick Füngerlings

Patrick ist Senior Digital Marketing Manager bei eMinded und berät kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich Digital Marketing Strategie – weg vom reinen Kanaldenken hin zu ganzheitlichen Lösungen. Privat gibt sich der zweifache Vater gern einer analogen Leidenschaft hin – dem Sammeln und Hören von Vinylschallplatten.

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