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SMX Recap 2017 München: Die Highlights

Jeden März ist es mal wieder Zeit für die SMX in München. Bereits zum vierten Mal durfte ich eine der besten Veranstaltungen zum Thema Online Marketing besuchen und konnte auch dieses Jahr wieder spannenden Vorträgen lauschen. Zugegeben, bei über 70 Sessions zu den unterschiedlichsten Themen wie SEO&SEA, Analytics, Mobile und Sprachsuche war die Auswahl nicht immer leicht. Dennoch konnte ich wieder viele Informationen sammeln und möchte Euch einen Einblick in die diesjährigen Highlights geben.

The Search Landscape in 2017

Natürlich darf auf der SMX Rand Fishkin nicht fehlen und in seiner Eröffnungskeynote präsentierte er die aktuellsten Zahlen zur Google Suche:

Google verarbeitet mindestens 2.000.000.000.000 oder besser gesagt mehr als 2 Billionen Suchanfragen pro Jahr. Davon entfallen mit etwa 480-720 Milliarden Suchanfragen weniger als die Hälfte auf den USA. Was für eine gewaltige Zahl! Nachfolgend noch ein paar weitere Werte:

  • Im Dektop beträgt die CTR für AdWords 2%, für die organischen Ergebnisse 40%
  • Mobil beträgt die CTR für AdWords 2,8% sowie 62,2% für die organischen Ergebnisse
  • Zwischen 35% (mobil) und 57% (desktop) klicken auf kein Ergebnis der Suchanfrage
  • Googles eigene Dienste erhalten bereits 11,8% aller Klicks

Weitere Statistiken und Erläuterungen findet Ihr auf dem Blog von moz.com: https://moz.com/blog/state-of-searcher-behavior-revealed

Die SERP Welt im Wandel und das Potential von Google Featured Snippets

Phillip Klöckner erläutert zu Beginn die Veränderung der Suchergebnisse von Google und zeigt, dass mehr und mehr Klicks in den organischen Ergebnissen bereits heute ausbleiben, da Google mehr Fläche einnimmt auch viele Suchanfragen beispielsweise durch den Knowledge Graph beantworten kann. Seinen Vortrag findet Ihr hier:

Astrit Kramer hingegen zeigte den Unterschied zwischen Featured Snippets und Direct Anwsers auf. Diese sind unter anderem auch für den Rückgang der CTR bei den organischen Suchergebnissen verantwortlich. Im weiteren Verlauf zeigte Sie, wie die optimalen Snippets aussehen sollen.

Die Kunst liegt darin, Klicks zu provozieren. So sollen die Snippets sollen nicht unbedingt die Antwort liefern, sondern gekonnt Lust auf mehr machen und die Wahrscheinlichkeit eines Klicks erhöhen. Bei der Erstellung sollte sich dabei an bereits bestehenden Snippets orientiert werden.

Interessant war auch, dass eine URL zu vielen Featured Snippets führen kann während ein Top Ranking nicht eine notwendig Bedingung darstellt. Das bedeutet damit, dass auch kleinere Seiten mit nicht so starken Rankings eine entsprechende Chance auf ein solches Snippet haben.

Attribution 2017

Obwohl heute bei der Suche verschiedenste Kanäle und Endgeräte benutzt werden, wird von den meisten Menschen noch immer nur der letzte Klick betrachtet. Oliver Born erläutert diese Problematik sehr anschaulich und zeigt, dass die Zukunft von Cross Device Tracking in der Verwendung von mathematischen Modellen liegt.
Er zeigt außerdem, dass vor allem durch den Einsatz von KI Smart Bidding heute viel effizienter als noch vor einigen Jahren funktioniert und sogar besser als eine manuelle Optimierung sein kann.

Schließlich geht er auch auf die Offlinekäufe und deren Messbarkeit via Google AdWords ein. Durch die Bewegungen der Nutzer in Kombination mit Google My Business kann gemessen werden, ob diese nach einem Klick auf eine bestimmte Anzeige auch das Ladengeschäft betreten haben. Sollen allerdings weitere Daten wie eine Conversion erhoben werden, ist der Einsatz eines Mittels wie zum Beispiel einer Kundenkarte notwendig.

Der Aufstieg der Relevanzfaktoren und das Ende der Ranking Faktoren

Marcus Tober zeigt auf, dass heute Webmaster immer stärker auf die Relevanz ihres Contents achten müssen. Die Bedeutung von Relevanz ist zwar auch schon in der Vergangenheit häufig angesprochen worden, jedoch wird der Einfluss zunehmend stärker. Obwohl das Budget für das Erstellen von Inhalten kein Problem darstellt, fehlen häufig die Kriterien zur Feststellung der Qualität der Inhalte.

Außerdem werden seiner Aussage nach 80% der Inhalte gar nicht wahrgenommen und somit auch Budget verbrannt. Es wurden auch die folgenden Punkte von Marcus angesprochen.

  • Informationsorientierte Suchanfragen dürfen nicht vernachlässigt werden (z.B. Vergleiche)
  • Älterer Content sollte nach Möglichkeit geupdatet werden (sofern relevant)
  • Alter und nicht mehr relevanter Content sollte gelöscht werden
  • Die Struktur des Contents kann Einfluss auf die Rankings haben
  • Unterschiedliche Branchen haben eine unterschiedliche Gewichtung der Rankingfaktoren

Suchresultate brauchen mehr Menschlichkeit oder warum kaufen wir eigentlich

Die Keynote von Will Reynolds enthielt viele gute und inspirierende Punkte, die sich aber sehr gut zusammenfassen lassen:

Konzentriert Euch auf die echten Bedürfnisse, Träume und Gefühle der User. Beschränkt die User nicht auf die einzelnen Keywords sondern beginnt damit sie wirklich zu verstehen.

Dies unterstrich er mit verschiedenen Beispielen und sein Vortrag gehörte meiner Meinung nach zu dem besten der gesamten SMX.

Ein Blick in die Zukunft

Wie gewohnt wurde auf der SMX in München auch immer wieder Bezug zu zukünftigen Themen und deren Einfluss auf SEO genommen. Ein großer Punkt war AMP, der auch auf der WOTR besprochen wurde. Hier wurde vor allem der Einfluss auf eine möglicherweise höhere CTR besprochen und ob die Notwendigkeit bestehe, generell AMP zu verwenden oder ob sich dies auf Seiten oder Seitenbereiche unterscheide. Während es bei Newsseiten auf jeden Fall Vorteile vor allem auch für den User bringt, sollte je nach Branche eine Einzelfallentscheidung getroffen werden. Wichtiger als auf den Google Zug aufzuspringen sei es nach wie vor die Bedürfnisse des User zu befriedigen.

Natürlich durfte auch die Frage nicht fehlen ob SEO durch verschiedene Faktoren wie Voice Search oder KI doch wieder dem Tod geweiht ist. Obwohl hier grundsätzlich unterschiedliche Meinungen bestehen, sind sich die Speaker einig, dass sich die Art der Suche in den kommenden Jahren verändern wird. Eine Gefahr vor allem bei der Sprachsuche besteht darin, dass die Antwort von der Suchmaschine vorgegeben wird und somit bis auf eins alle anderen Ergebnisse außen vor gelassen werden.

Jedoch muss hier laut Will Reynolds auch die Art der Suchanfragen betrachtet werden. So werden sich User zum Beispiel bei transaktionsgetriebenen Suchanfragen wohl nicht mit einer Antwort zufrieden geben sondern viel mehr noch immer eine Auswahl anstreben um selber vergleichen zu können.

Fazit

Auch dieses Jahr war die SMX in München wieder eine gelungene Veranstaltung mit vielen hochkarätigen Beiträgen, viel Wissensaustausch und einem interessanten Ausblick in die Zukunft. Ich für meinen Teil war rundum zufrieden und kann nur sagen: SMX, wir sehen uns 2018!

Weitere Recaps zur SMX:

http://www.guymax.de/smx-muenchen-recap-2017/

https://www.trafficmaxx.de/blog/online-marketing/smx-2017-live-blog-recap

https://www.seo-suedwest.de/2427-smx-muenchen-2017-live-bericht-recap.html

https://de.onpage.org/blog/smx-recap-2017-ein-konferenz-highlight-in-der-bayerischen-hauptstadt

https://www.tekka.de/2017/03/14/smx-2017/

 

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