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Best Practice: Gebotsanpassungen bei Google Ads

03.11.2022 | Anna-Lena Unsin | SEA

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Gebotsanpassungen bei Google Ads

Schon seit einiger Zeit ist es bei Google Ads möglich, Gebotsanpassungen in den Kampagnen zu hinterlegen. Mit Hilfe von Gebotsanpassungen kann die Effizienz Deiner Kampagnen nochmals gesteigert werden. In der Kampagnen-Planung gehören die Maßnahmen der Optimierung durch die Anpassung von Geboten mittlerweile zu den relevantesten Bestandteilen und sollten unbedingt eingesetzt werden.

Gebotsanpassungen können für verschiedene Bereiche eingestellt werden. Dazu gehören Geräte, Zielgruppen, Standorte, Tage und Uhrzeiten sowie Ausrichtungsmethoden.

Arten von Gebotsanpassungen bei Google Ads

Gebotsanpassungen für Geräte 

Für die Ausrichtung stehen drei Geräte zur Auswahl: das Smartphone, das Tablet oder der Computer.  Die Anpassungen können auf Kampagnenebene oder auch auf Anzeigengruppenebene festgelegt werden. Dies kann vor allem nützlich sein, wenn Deine Zielgruppen beispielsweise hauptsächlich über das Smartphone im Internet unterwegs sind.

Gebotsanpassungen für Zielgruppen oder nach demografischen Merkmalen 

Du kannst Dein Gebot auch so anpassen, dass potenzielle Kunden angesprochen werden, die ein bestimmtes Geschlecht haben und/oder in bestimmte Altersgruppen und Einkommensbereiche fallen. Jede Impression entfaltet so die größte Wirkung. Wir empfehlen auch hier immer die eigenen Websitebesucher mit einer Gebotsanpassung zu hinterlegen. So kannst Du beispielsweise das Gebot für Nutzer, die Deine Website in den letzten 30 Tagen besucht haben, um 25 % erhöhen. Um Gebotsanpassungen für Remarketing-Listen hinterlegen zu können, musst Du diese im ersten Schritt noch in Google Ads anlegen.

Gebotsanpassungen nach Standort 

Nimmt man Gebotsanpassungen für Standorte vor, ist es möglich, die Anzeigen nur Nutzern auszuspielen, die sich in bestimmten Ländern, Städten oder Regionen aufhalten. Beispielsweise kannst Du so Deine Anzeigen auch an Nutzer ausrichten, die sich in der Nähe Deines Unternehmens befinden. Dies ist vor allem für lokale Händler und Dienstleister zu empfehlen. Die Anpassungen können auf Kampagnenebene eingestellt werden.

Gebotsanpassungen nach Anzeigenplanung 

Mit Hilfe von Gebotsanpassungen bei der Anzeigenplanung kannst Du festlegen, an welchen bestimmten Tagen oder Zeiten Deine Anzeigen vermehrt oder weniger ausgespielt werden sollen. Gebote lassen sich für bestimmte Tage und Uhrzeiten anpassen, zu denen die Anzeigen besonders hohe Conversions generieren. 

Werbetreibende im B2B Markt verfolgen öfters die Strategie, das Tagesbudget vom Wochenende auf die Wochentage zu verteilen, um die Ausspielung am Wochenende zu verringern. 

Wo werden die Gebotsanpassungen in Google Ads vorgenommen? 

Um für die verschiedenen Kampagnen individuelle Gebote vorzunehmen, müssen in der jeweiligen Kampagne das Seitenmenü aufgerufen werden. Durch die Auswahl des jeweiligen Bereichs erscheint die Performance-Ansicht des gewählten Zeitraumes sowie eine Aufsplittung der Performance. In dieser Liste können in der Spalte „Gebotsanpassung“ mit einem Klick auf das betreffende Segment prozentuale Anpassungen der festgelegten Gebote vorgenommen werden. 

Seitenmenü_GoogleAds

Gebotsanpassungen_Geräte_GoogleAds

Einstellen von Gebotsanpassungen im Suchnetzwerk: 

  1. Anmelden im Google Ads Konto
  2. Links im Seitenmenü einen der folgenden Reiter öffnen:
    1. „Standorte“
    2. „Werbezeitplaner“
    3. „Geräte“
    4. „Zielgruppen“
    5. „Demografische Merkmale“
    6. „Placements“
    7. „Erweiterte Gebotsanpassung“
  3. Über das Stiftsymbol in der Spalte „Gebotsanpassungen“ auswählen
  4. Über das Drop-Down Menü zwischen „erhöhen“ und „verringern“ wählen
  5. Gewünschten Prozentsatz eingeben oder Eingabe entfernen, um den Wert zu löschen
  6. Speichern

Einstellen von Gebotsanpassungen im Displaynetzwerk: 

  1. Anmelden im Google Ads Konto
  2. Auswahl zwischen „Zielgruppen“, „Demografische Merkmale“, „Themen“ oder „Placements“
    1. Bei der Auswahl nach den demografischen Merkmalen erst die gewünschte Zielgruppe auswählen
    2. Bei der Auswahl von „Placements“ die Einstellung auf „Manuell“ setzen
  3. Kampagne oder Anzeigengruppe auswählen
  4. Über das Stiftsymbol in der Spalte „Gebotsanpassungen“ auswählen
  5. Über das Drop-Down Menü zwischen „erhöhen“ und „verringern“ wählen
  6. Gewünschten Prozentsatz eingeben oder Eingabe entfernen, um den Wert zu löschen
  7. Speichern

Hierbei können die Gebote um maximal 900 % erhöht bzw. die Ausspielung der Anzeigen durch ein Gebot von -100 % komplett eingestellt werden. 

Neben einer grundsätzlichen Möglichkeit der Optimierung hinsichtlich der Ziel KPIs eignen sich die Gebotsanpassungen auch für eine zeitlich begrenzte Kampagne wie zum Beispiel einen Ausverkauf. So können gezielt CPCs für Kampagnen erhöht werden, ohne an den eigentlichen Geboten zu schrauben.  

Ausschluss von der Suche 

Grob lassen sich die Möglichkeiten der individuellen Gebotsanpassungen in zwei Oberpunkte aufteilen. Einerseits handelt es sich um eine klassische Optimierungsmöglichkeit, andererseits können auch Endgeräte, Zielgruppen, Standorte oder Platzierungen komplett von der Anzeigenschaltung ausgeschlossen werden. 

Gebot_Senken_Google Ads

Auch bei einem perfekten Responsive Design kann es sein, dass die CTR hohen Schwankungen beispielsweise hinsichtlich verschiedener Zielgruppen oder Geräten unterliegt. Obwohl dies auch ein eindeutiger Hinweis auf Optimierungspotential der jeweiligen Seite ist, kann in der Zwischenzeit das niedrige oder gar nicht performende Segment von der Anzeigenschaltung ausgeschlossen werden, um kosteneffizient zu arbeiten. Grundsätzlich wäre es auch möglich, Kampagnen zu duplizieren und jeweils nur für zum Beispiel eine Zielgruppe, ein Standort oder ein Gerät auszuspielen. Dies empfehlen wir aber aufgrund des steigenden Verwaltungsaufwands nicht.

Fazit zu Gebotsanpassungen in Google Ads

Gebotsanpassungen sind heutzutage bei der Optimierung von Google Ads kaum mehr wegzudenken. Sie ermöglichen uns, Anzeigen gezielter und gesteuerter auszuspielen und sie damit effizienter zu machen.  

Grundsätzlich solltest Du beachten, dass Google nach dem Start einer Kampagne erst einmal ausreichend Daten sammeln sollte, bevor sinnvolle Schlüsse für Gebotsanpassungen aus der Kampagne gezogen werden können. Wir empfehlen hier einen Lernzeitraum von mindestens 4 Wochen.  

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Über den Autor
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Anna-Lena Unsin

Digital Marketing Managerin

Anna-Lena ist Digital Marketing Managerin bei eMinded und vorwiegend im Bereich SEA tätig. Als Ausgleich zur Arbeit treibt sie gerne Sport, genießt es Zeit mit Freunden zu verbringen und den Abend dann gemütlich auf der Couch ausklingen zu lassen.

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