06.05.2024 | Patrick FĂĽngerlings | Content Marketing
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Regelmäßige Content Analysen, mit denen Du Deine Inhalte anpasst und optimierst, werden bei Online Marketing Strategien leider oft unterschätzt. Dabei ist genau das der richtige Weg, um der Website Deines Unternehmens die nötige Sichtbarkeit zu verschaffen und Dein Content Marketing erfolgreich zu machen. Im Folgenden erfährst Du die benötigten Schritte einer idealen Content Analyse.Â
Inhalt
Warum ist eine Content Analyse wichtig?Â
Generell ist das Ziel einer Content Analyse, verbesserungswĂĽrdige Elemente Deiner Seite zu ermitteln und diese im darauffolgenden Prozess durch definierte MaĂźnahmen zu ĂĽberarbeiten. Dabei gibt es verschiedene GrĂĽnde fĂĽr die Motivation dahinter. Am häufigsten spielt das höhere Ranking in Suchmaschinen eine groĂźe Rolle, aber auch bessere Klickzahlen sowie eine gesteigerte Anzahl an Conversions sind ein oft genannter Grund. In einigen Fällen ist eine Content Analyse sinnvoll, wenn beispielsweise eine generelle Neuorientierung oder Aktualisierung der Marketing Strategie Deines Unternehmens geplant ist und die Inhalte dementsprechend nicht mehr optimal ausgerichtet sind. Insgesamt erweist sich die Methodik als effektiv und vergleichsweise nicht ganz so zeitintensiv wie die Kreation komplett neuer Inhalte.Â
Die 9 Schritte einer perfekten Content Analyse erklärt
Im Gesamten sind es 9 Schritte, die Du bei Deiner Content Analyse bzw. Content Audit durchfĂĽhren solltest. Diese werden im nächsten Abschnitt des Artikels detailliert erläutert, damit Du sie fĂĽr Deine eigenen Inhalte in der Praxis anwenden kannst.Â
Schritt 1: Daten erfassen
Den Anfang macht die Datensammlung der KPIs – denn wie sollst Du Deine Inhalte bewerten, wenn Dir dafĂĽr keine Zahlen zur VerfĂĽgung stehen?
Hilfreich ist es dabei, wenn Du Dir Fragen zum jetzigen Zustand stellst und diesen genau analysierst. Wichtig ist es hierbei zu wissen, an welcher Position und zu welchem Keyword Dein Content in dem Moment rankt, die genauen Nutzer- und Klickzahlen, die durchschnittliche Bouncing-Rate und die vorhandene Social Interaction. Im weiteren Verlauf beschreibt der Artikel, wie Du die Zahlen entnimmst und Deine InhaltslĂĽcken optimierst – die Basis fĂĽr Deine Entscheidungen bei der Content Analyse sollten jedoch immer Deine Daten sein.
Schritt 2: Daten auswerten
Nach der Datenerfassung folgt die Auswertung. Wir empfehlen, eine Ăśbersicht zu erstellen, in der Du die KPIs sortierst und anhand dessen die Schwachstellen feststellst. Als Hilfestellung dienen folgende Fragen:
Welcher Content funktioniert am besten?
Welcher Content rankt aktuell für Schwellenkeywords (Keywords mit Rankings ab Position 11 oder höher)
Welcher Content generiert geringe Klickzahlen, aber hohe Impressionswerte?
Welche Beiträge weisen viel Traffic auf?
Rufe Dir dabei stets ins Bewusstsein, dass je mehr Daten vorhanden sind, Du auch mehr zeitliche und finanzielle Mittel verwenden musst. Halte Dich also nicht allzu lange in dieser Phase der Content Analyse auf und fokussiere Deine Arbeit auf die wichtigsten Beiträge, die eine Verbesserung nötig haben.Â
Als Tools für diesen Schritt können wir Dir die Daten aus der Google Search Console oder Google Analytics 4 ans Herz legen. Ersteres nutzen wir selbst übrigens gerne mit einer API in Google Sheets, um eine vollständige Datengrundlage mit allen URLs und Keywords exportieren zu können.
Schritt 3: Konkurrenzanalyse durchfĂĽhren
Ein Blick hinüber zu den Konkurrenten ist oft keine schlechte Idee. Dadurch, dass sich die Themen teilweise ähneln, kommst Du so gut zu einigen Lösungsansätzen und neuen Ideen. In allen Fällen bringt eine Konkurrenzanalyse Erkenntnis darüber, wie andere ihre Probleme bewältigen und sie im Ranking stehen. Denke jedoch auch daran, Inhalte zu ergänzen, die Dich von Deiner Konkurrenz und dem Wettbewerb abheben und einzigartig machen.
Schritt 4: Workstreams definieren
Ein Workstream zeichnet sich durch ein genau definiertes Vorgehen ab, in dem Du die einzelnen MaĂźnahmen nach und nach abarbeitest. Mache Deine Workstreams abhängig von dem Ziel, das Du fĂĽr einzelne Content Pieces erreichen möchtest. Beispiele sind an dieser Stelle die Erhöhung der Conversion Rate oder die Verbesserung der Klickzahlen. Du solltest an dieser Stelle hinterfragen, was das jeweilige Ziel des Contents ist und durch welche Methodik Du das erreichen wirst. Daraus entwickelt sich dann der Workstream.Â
Schritt 5: Ranking verbessern
Wie bereits in der Einleitung beschrieben, ist das verbesserte Ranking ein häufiges Ziel der Content Analyse. Klingt erstmal nicht einfach – ein paar Quick Wins können Dir allerdings dabei helfen, schnell bessere Ergebnisse zu erzielen. PrĂĽfe im ersten Schritt, dass wichtige Keywords eingebaut worden sind und alle Links auf Deiner Seite ĂĽberprĂĽfst. Damit die Seite auch bei den Lesern besser ankommt, sind eine semantische Keywordanalyse und eine ĂśberprĂĽfung der Page Experience, mit Hinblick auf den Nutzen und der Länge des Textes empfehlenswert. FĂĽr eine garantierte Lesbarkeit ist es ideal, auch die Artikelstruktur zu optimieren und dabei auf eine verständliche Ausdrucksweise und die visuelle Auflockerung des Texts durch beispielsweise Grafiken zu achten. AuĂźerdem solltest Du die ĂĽblichen Verdächtigen ĂĽberprĂĽfen? Sind der Title und die Description gut und regen zum klicken an? Gibt es Rechtschreibfehler? Sind alle Inhalte aktuell und entsprechen den neusten Stand der Entwicklungen? Falls Dein Artikel all diese Kriterien erfĂĽllt ist es an der Zeit, ihn erneut zu veröffentlichen. Da er nun auf dem neusten Stand ist solltest Du dringend das Veröffentlichungsdatum aktualisieren, da dieses fĂĽr Google einen wichtigen Rankingfaktor darstellt.
Achtung: Missbrauche das Veröffentlichungsdatum nicht! Das Datum solltest Du nur aktualisieren, wenn Du den Inhalt auch signifikant geändert hast. Andernfalls droht Dir eine Abstrafung durch Google.
Schritt 6: Bounce Rate senken
Die Bounce Rate (Absprungrate) gibt an, wie viele Besucher Deine Seite wieder verlassen, ohne sich weitere Seiten auf Deiner Seite anzuschauen. Um die Bounce Rate zu verringern, ist es vorerst nötig, die Artikel mit einer schlechten Quote genauer zu analysieren. Hier kannst Du Dich besonders auf die Sprache, den Inhalt, die Suchintention und das Design konzentrieren. Wenn Du das unzureichend beachtet hast, wirkt es entweder abschreckend oder Du hast möglicherweise die Suchintention Deiner Zielgruppe falsch verstanden und sie sind deshalb mit Deinen dargebotenen Inhalt unzufrieden. Um die User so lange wie möglich auf Deiner Website zu behalten, kannst Du beispielsweise CTAs zu Downloads oder Newsletter-Anmeldungen einbetten oder Links zu anderem wertvollen Content setzen, der die Leser zu weiteren interessanten Inhalten führt.
Verwendest Du hierfĂĽr die Daten aus Google Analytics 4? Beachte dabei die besondere Definition der Absprungrate. Diese ist nicht zu 100% vergleichbar mit der Bounce Rate – denn die Definition hat sich mit der Weiterentwicklung von Universal Analytics zu Google Analytics 4 ebenfalls verändert. Nun beschreibt die Absprungrate quasi die umgekehrte Interaktionsrate: Die stellt also alle Sitzungen dar, bei der es keine Interaktionen gab. Als Interaktionen gelten Sitzungen, die länger als 10 Sekunden (als Standardwert definiert und individuell anpassbar) dauern, ein Conversion-Ereignis messen oder mindestens 2 Seitenaufrufe umfassen.
Schritt 7: Klick Rate erhöhen
Eine Optimierung der Klick Rate kannst Du durch die Anpassung der Meta Title zu Deinem Content erzielen. Indem Du SERP Snippets verbesserst und Keywords einbaust sowie die Description inkl. CTA ansprechend formulierst, solltest Du eine Verbesserung bei den Klickzahlen feststellen. Indirekt ist Deine Klickrate auch von den Positionen in den SERPs und der Suchintention abhängig – lasse diese Faktoren also nicht auĂźer Acht.
Schritt 8: Conversion Rate steigern
Im vorletzten Part der Content Analyse widmest Du Dich der Conversion Rate. Diese optimiert sich, indem Du einen ansprechenden und klaren Call-to-Action (CTA) formulierst. Bette die CTAs an den wichtigsten Stellen Deiner Website ein, um die User jederzeit abgreifen zu können. Mit CTAs in Form einer Infobox oder innerhalb einer Sidebar erzielst Du in der Regel die besten Ergebnisse. Achte bei der Platzierung von CTAs auf eine sinnvolle Struktur und hinterfrage die User Experience auf Deiner Seite, um die Bedürfnisse Deiner Zielgruppe einzubeziehen.
Schritt 9: Social Media Interaktion optimieren
Der letzte Punkt der Content Analyse fokussiert sich auf das Potenzial der Social Media Kanäle. Eine rege Interaktion wird von den Suchmaschinenalgorithmen gefördert. Deshalb empfehlen wir Dir, Schlagworte und Hashtags zu nutzen, Karussell Beiträge zu posten und andere Personen zu markieren. AuĂźerdem kannst Du Deine Follower direkt dazu aufrufen, Kommentare zu hinterlassen. Mit der Integration von Like und Teilen Buttons förderst Du darĂĽber hinaus die Verbreitung Deiner Inhalte. Wichtig ist auch eine ausgewogene Content Distribution und das passende Format zum jeweiligen Kanal sowie der Zeitpunkt der Veröffentlichung. Mithilfe von Emojis und ähnlichen Auszeichnungen fällt Dein Beitrag auĂźerdem stärker auf.Â
Fazit: Content Analyse fĂĽhrt zu erfolgreicherem Content Marketing
Insgesamt solltest Du mitnehmen, dass eine regelmäßige Content Analyse viel Potenzial hat, um Deinem Unternehmen groĂźe Vorteile zu bringen. So ranken Deine Seiten beispielsweise besser und Du erzielst mehr Reichweite und somit im Optimalfall auch mehr Conversions. Der Zeitraum von einer Content Analyse pro Quartal ist ein vernĂĽnftiges MaĂź, zweimal im Jahr dabei das Mindeste. Die Inhalte Deiner Seite sind nicht statisch, deshalb solltest Du sie stets pflegen und aktualisieren, sodass eine effektive Nutzung garantiert ist.Â
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Ăśber den Autor
Patrick FĂĽngerlings
Patrick ist Senior Digital Marketing Manager bei eMinded und berät kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich Digital Marketing Strategie – weg vom reinen Kanaldenken hin zu ganzheitlichen Lösungen. Privat gibt sich der zweifache Vater gern einer analogen Leidenschaft hin – dem Sammeln und Hören von Vinylschallplatten.