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Native Advertising – wie Du hochwertige Inhalte gewinnbringend einsetzen kannst

 

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Native Advertising hat in den letzten Jahren immer mehr an Aufmerksamkeit erfahren. Während diese Werbeform von einigen als großer Heilsbringer gefeiert wurde, befürchteten Kritiker Schleichwerbung und einen Vertrauensbruch gegenüber den Usern. Um Native Advertising richtig und vor allem gewinnbringend einzusetzen, sollten also ein paar Punkte beachtet werden. Im folgenden Artikel verraten wir Dir was Native Advertising überhaupt genau bedeutet, welche Vor- und Nachteile diese Werbeform für Dich hat und wie Du diese bestmöglich einsetzt.

Doch zunächst einmal gilt es zu klären: Was ist Native Advertising überhaupt?

Allgemein gesprochen sind Native Ads eine Möglichkeit der bezahlten Content Distribution. Werbebotschaften werden in ein redaktionelles Umfeld eingebettet und dem User so zur Verfügung gestellt. Dabei sollen informative, hochwertige und vor allem auf die Zielgruppe angepasste Inhalte verbreitet werden. Häufig werden Native Ads auch als eine Art News-Feed basierte Werbeform bezeichnet. Hierbei handelt es sich dann in erster Linie um beispielsweise gesponserte Tweets bei Twitter oder vorgeschlagene Posts auf Facebook. Einige Experten wiederum sind allerdings der Meinung, dass Werbung auf Twitter, Facebook und Co. differenziert betrachtet werden muss und nicht zum klassischen Native Advertising zählt. In unserem Artikel soll es sich in erster Linie um Content, der entweder komplett auf der Seite des Publishers eingebettet ist oder auf den durch Text-Bild-Anzeigen im redaktionellen Umfeld aufmerksam gemacht wird, drehen.

Doch was ist nun der große Unterschied zu klassischen Anzeigen und Werbebannern? Wie der Name bereits verrät sind Native Ads nativ in die redaktionelle Umgebung des jeweiligen Portals eingebunden. Wichtig dabei ist jedoch, dass „native“ hierbei keinesfalls als „heimisch“ im Sinne einer Veröffentlichung auf der eigenen Seite verstanden werden darf. Vielmehr bezieht sich das „heimische“ oder „bekannte Umfeld“ auf die Aufmachung der Werbung. Native Ads sind also sowohl inhaltlich als auch optisch an das Umfeld des Trägermediums, sprich der Seite des entsprechenden Publishers, angepasst. So wird das Userverhalten nicht gestört und der Nutzer nimmt die Anzeigen nicht mehr als „externe“ und unterbrechende Werbung an sich wahr. Er sieht diese vielmehr als Teil der aufgerufenen Seite, die – bestenfalls – zusätzlichen, relevanten Mehrwert liefert.

Welche Formen des Native Advertising gibt es?

Wie bereits angesprochen sind sich Experten nicht ganz einig, was genau zu Native Advertising zählen soll und wo genau die Grenzen liegen. Wir unterscheiden hier zwischen gesponserten Beiträgen, die die Platzierung kompletter redaktioneller Inhalte auf der Seite des Fremd-Mediums beinhalten, und Text-Bild-Anzeigen. Hier handelt es sich um Anzeigen, die auf den Content eines Werbetreibenden verweisen und auf dessen Domain weiter verlinken. Diese Form ist weit verbreitet und wird über sogenannte Content-Discovery-Netzwerke platziert. Bekannte Anbieter sind hier beispielsweise Outbrain, plista oder Taboola. Diese Netzwerke haben wiederum Kooperationen mit großen und vor allem auch reichweitenstarken Publisher- Seiten.

Brauch ich das oder kann das weg?

Eine wichtige Frage ist nun: Was bringt mir das Ganze oder warum sollte ich auf diese Werbeform setzen? Hintergrund hier ist, dass User mehr und mehr mit Banner und Werbeanzeigen überflutet werden. Das hat zur Folge, dass sich Internet-Nutzer immer häufiger von klassischer Werbung gestört fühlen und diese teilweise sogar schon komplett ausblenden und ignorieren. In diesem Zusammenhang wird auch von Bannerblindheit gesprochen. Die User wollen sich im Internet informieren und unterhalten werden – der Dschungel an Bannern und Werbeplatzierungen nervt da oftmals nur. Und genau hier setzt Native Advertising an: Dem Leser sollen nützliche, informative und vor allem auch unterhaltsame Inhalte zur Verfügung gestellt werden.

Neben diesen Aspekten hat das Native Advertising noch weitere Vorteile, die Du auf jeden Fall nutzen solltest. Diese haben wir nachfolgend übersichtlich für Dich zusammengefasst:

 

  • Bei Native Ads handelt es sich um qualitativ hochwertigen Content, der den Usern im besten Fall einen echten Mehrwert bietet
  • Du hast die volle Kontrolle über die Inhalte – schließlich erstellst Du sie ja selbst
  • Dir wird mehr Raum für deine Botschaft zur Verfügung gestellt als Du beispielsweise bei einem Banner hast
  • Weniger störend und aufdringlich als Werbebanner: Native Ads treten nicht als „Störer“ auf, sondern passen sich dem Lesefluss und der Lesegewohnheiten des Nutzers an
  • Die Einbettung in das redaktionelle Umfeld schafft zusätzliches Vertrauen
  • Anzeigen und Inhalte sind auf die Zielgruppe zugeschnitten
  • Dein Content wird skalierbar: Durch die Platzierung bei verschiedensten Publishern steigerst Du Deine Reichweite
  • Native Ads werden nicht durch Adblocker geblockt

Und welche Nachteile kann das Native Advertising für mich haben?

Wie bereits am Anfang des Artikels angesprochen gerät Native Advertising auch immer wieder mal in Kritik. Einerseits bietet diese Werbeform eine perfekte Möglichkeit Usern qualitativ hochwertige Inhalte zur Verfügung zu stellen und dadurch in erster Linie einen echten Mehrwert zu liefern. Andererseits besteht aber die Gefahr, dass Native Advertising für schlechte Inhalte, die keinen Mehrwert für die Nutzern bieten und lediglich zur Werbung genutzt werden, missbraucht wird. Wenn Leser diese Erfahrung zu häufig machen und wieder und wieder mit schlechtem Content über Native Ads in Berührung kommen, wird das über kurz oder lang auch guten und qualitativ hochwertigen Inhalten schaden. Die Nutzer verlieren das Interesse und Vertrauen in diese Werbeform und auch hochwertige Inhalte werden dann nicht mehr geklickt.

Ein weiterer Nachteil dieser Werbeform sind natürlich die mit der Platzierung verbundenen Kosten. Außerdem ist es durchaus möglich, dass die Markierung des Contents als externe Inhalte den Leser misstrauisch machen kann und dieser sich trotz der Einbettung in das redaktionelle Umfeld von Werbung belästigt fühlt. Auch aus diesem Grund ist es deshalb umso wichtiger hochwertigen und vor allem auf die Zielgruppe angepassten Content sinnvoll zu platzieren und den Mehrwert für den User deutlich zu kommunizieren. Denn wenn der Content beim Nutzer echtes Interesse weckt, dessen Bedürfnisse anspricht und vielleicht sogar schon eine Problemlösung bietet, dann wird dieser die Inhalte gerne konsumieren und ein erstes positives Erlebnis mit Deinem Produkt oder Deiner Marke haben.

Fazit

Du siehst also, dass Native Advertising für viele Unternehmen eine interessante und wirksame Möglichkeit bietet die Zielgruppe passgenau zu erreichen und somit auf sich aufmerksam zu machen. Wie so oft ist hier aber das wichtigste: Content ist King! Nur wer qualitativ hochwertigen und relevanten Content erzeugt und einsetzt wird sich in dieser Disziplin erfolgreich durchsetzen können! Tipps, wie Du hochwertigen Content erstellen kannst, findest Du in diesem Beitrag.

 

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1 Kommentar
  • Eddy

    25. Oktober 2019 at 11:28 Antworten

    Absolut korrekt: »Content is king« ist und bleibt der Schlüssel für Erfolg.

    Mit einem Zitat von Adam Robinson möchte ich dieses Fazit noch ergänzen:

    »Content is king but distribution rules the land«

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