« zurück zum eMinded Magazin

Google AdWords – Wie gelingt ein guter Start

Aller Anfang ist schwer und vor allem bei komplett neuen Online Projekten taucht immer wieder die Frage auf, wie ein optimaler Testlauf in Google AdWords erfolgen soll. Welches Budget und welche Dauer sollen gewählt werden? Sollen die Keywords eher breit oder eher spitz ausgespielt werden? Und welcher Anteil an Automatisierungsmechanismen soll bei Google liegen? Die Antwort auf diese Fragen und mehr findet Ihr im folgenden Artikel.

1. Welche Nachfragen gibt es?

Wie so oft ist die Nachfrageanalyse der erste Schritt, um das Potential des eigenen Business‘ in AdWords besser abschätzen zu können. Nutzt hierzu am besten den Keywordplaner von Google. Der Nachteil bei ganz neuen Account ist aber, dass leider keine genauen Daten angezeigt werden. Gerne könnt Ihr Euch dabei auch an eine Agentur Eures Vertrauens wenden 😉

Aber auch Google Suggest, Google Trends und Answer the Public sind interessante Tools für die Keywordrecherche.
Die Analyse sollte dabei sowohl generische Begriffe als auch Longtail Begriffe enthalten. Je mehr Zeit Ihr in die Recherche steckt, desto besser werden Eure Kampagnen später sein.

 

 

2. Wie soll der AdWords Account aufgebaut sein?

Bei einem Test bietet sich bereits eine granulare Aufteilung der Themen auf Kampagnen an. Bei einem Shop empfiehlt es sich zum Beispiel, die bestehende Hauptnavigation in Kampagnen abzubilden. Dies erleichtert zum einem die Navigation, zum anderen sind dann auch bereits die weiteren Themen für die Anzeigengruppen sinnvoll zusammengefasst. Im Dienstleistungsbereich ist beispielsweise die Aufteilung auf die einzelnen Tätigkeiten sinnvoll. Einen möglichen Standardaufbau seht ihr hier:

Spätestens an dieser Stelle macht sich die Nachfrageanalyse und Keywordrecherche bezahlt. Gruppiert die Keywords zu einem bestimmten Thema oder Produkt und erstellt aus diesem Set eine Anzeigengruppe. Dies hat den Vorteil, dass Ihr Eure Anzeigen auch genau auf das Thema bzw. Keyword abstimmen könnt. Damit leistet Ihr zum einem zum Qualityscore und zum anderen zur Klickrate einen positiven Beitrag.

Bei den Keyword-Optionen sollte bei einem Test eher etwas breiter gestartet werden. Wir empfehlen Euch vor allem den „Broad Match Modifier“ sowie „Phrase“-Optionen zu nutzen. Sehr nachfragestarke und generische Keywords sollten außerdem auch als „Exact“ eingebucht werden.

3. Sollen auch Google  Shopping Kampagnen getestet werden?

Google Shopping hat sich in den letzten Jahren zu einem eigenständigen und ernst zunehmenden Kanal entwickelt. Häufig können wir sogar beobachten, dass die Performance von Shopping-Kampagnen weit über der der Suchnetzwerk-Kampagnen liegt. Daher können wir auch hier einen Test sehr empfehlen. Alle Infos dazu findet Ihr in einem eigenen Leitfaden.

Der große Google Shopping Leitfaden Teil 1

Der große Google Shopping Leitfaden Teil 2

Der große Google Shopping Leitfaden Teil 3

Der große Google Shopping Leitfaden Teil 4

4. Welches Budget brauche ich für AdWords?

Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten und hängt neben Euren eigenen Vorstellung auch von der Gesamtgröße des Accounts ab.
Generell ist aber ein gewisser Traffic notwendig, um die Performance beurteilen zu können. Grundsätzlich sollten pro Kampagne mindestens 500 bis 1000 Klicks generiert werden. Das ist aber nur ein sehr grober Richtwert und bei großen Kampagnen mit einer Vielzahl von Anzeigengruppen kann dieser Wert nochmal deutlich höher liegen. Der durchschnittliche Preis pro Klick x die Anzahl der Mindestklicks für die Kampagnen ergibt dann Euer Budget.

5. Wie lange soll der Test laufen?

Ein Test sollte lang genug laufen, um die Gefahr von falschen Daten aufgrund externer Faktoren zu minimieren. Es gibt auch in AdWords gute und schlechte Tage sowie gute und schlechte Wochen. Eine Laufzeit von einem Monat stellt daher das absolute Minimum dar. Zwei bis drei Monaten sind ein empfehlenswerter Testzeitraum.

6. Welche Einstellungen sind wichtig?

Generell sollten bei einem ersten Testlauf so wenige Automatismen wie möglich angewendet werden. Anzeigen sollten beispielsweise im selben Verhältnis ausgespielt werden. Aber auch auf Auto-CPCs kann in den ersten Wochen verzichtet werden. Dynamische Kampagnen machen zwar auch schon am Anfang Sinn, jedoch können diese auch noch zu einem etwas späteren Zeitpunkt hinzugenommen werden. Beim Remarketing kommt es ganz darauf an, wie schnell entsprechende Listen gefüllt werden können. Daher sollte dieser Punkt zwar grundsätzlich in die Planung mit aufgenommen und später nachgezogen werden

7. Welche Optimierungen sollen zu Beginn vorgenommen werden?

Zuerst sollte der tatsächliche Traffic genau beobachtet werden. Anhand der genutzten Suchbegriffe können die Listen mit den negativen Keywords weiter angepasst werden. Außerdem sollten die Positionen beobachtet und ggf. Anpassungen an den CPCs vorgenommen werden. Auch das Tagesbudget der Kampagnen spielt eine wichtige Rolle. Sollte dieses nicht ausreichen, müssen Anpassungen vorgenommen werden. Zum Beispiel können auch einzelne teure Anzeigengruppen ausgegliedert werden, damit entsprechendes Budget für die anderen Anzeigengruppen verfügbar bleibt.

Nachdem die Anzeigen die ersten Wochen laufen, können dann schon die Optimierungen hinsichtlich der Zielwerte vorgenommen, weitere Begriffe getestet und nicht performende Keywords sowie Anzeigengruppen bearbeitet oder pausiert werden.

8. Wie geht es nach dem Test weiter?

Nun habt Ihr genügend Daten gesammelt, um die Performance gründlich auszuwerten. Diese Auswertung soll neben dem Informationsgewinn natürlich auch die Weichen für die kommende Anzeigenschaltung und den weiteren Ausbau der Kampagnen stellen. Die Optimierungen hören in AdWords niemals auf und gerne unterstützten wir Euch sowohl bei der Analyse als auch bei der Steuerung und dem Ausbau der Kampagnen.

Bisher keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.