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Digitale Events: 8 Tipps für Dein erfolgreiches Live-Event

Digitale EventsDigitale Events – Wir alle kennen sie. Durch die letzten zwei Jahre konnte sich (fast) niemand diesem Format entziehen. Die Meinungen sind gespalten und ob wir sie mögen oder nicht, digitale Events sind aktuell alternativlos. Trotz der typischen Technikpannen und Missgeschicke kann ein digitales Live-Event erfolgreich werden. Wie genau erfährst Du in diesem Artikel.

Ein digitales Event – Was ist das genau?

Um diese Frage leichter zu beantworten, schauen wir uns an, was ein digitales Event nicht ist. Es geht nicht allein darum, irgendein Geschehen auf einer Event-Bühne mit ein oder zwei Kameras abzufilmen und ins Internet zu streamen. Digitale Events stellen keinen Ersatz für Webex, Skype oder Team-Meetings dar. Diese Formate bedarf es für die alltäglichen und regelmäßigen Meetings weiterhin. Bei einem digitalen Event genügt es nicht aus, eine bloße Präsentation zu teilen und diese zu kommentieren. Das Potenzial und Möglichkeiten, welches in digitalen Veranstaltungen liegen sind vielfältiger und weitreichender. Digitale Events sind interaktiv ablaufende Veranstaltungen, die in einem digitalen Raum stattfinden.

Welche digitalen Event-Formate sind möglich?

Die Formate, bei denen digitale Veranstaltungen eingesetzte werden können, sind vielfältig. Eines den beliebtesten Formaten ist das Webinar, gefolgt von der Online-Konferenz, Workshops, Live-Talks und Q&As, Networking und Diskussionsrunden und Pitches. Ebenso sind virtuelle Messen und Hauptversammlungen denkbar.

In allen Formaten ist es wichtig, Live-Interaktion mit in das Event einfließen zu lassen. Wieso? Das aktive Einbinden der Teilnehmer führt zu einer starken Identifikation der Veranstaltung und zu einem erhöhten Engagement. Somit werden Inhalte besser und tiefer verstanden, es wird mitgedacht und das Event wird im Nachgang besser bewertet. Die Interaktionen können je nach Format und Inhalten des digitalen Events unterschiedlich ausfallen. Hier ein paar denkbare Interaktionsmöglichkeiten:

  • Live-Interaktionen mit Emoticons
  • Umfragen
  • Quiz
  • Echtzeit Fragen in App
  • Abstimmungen
  • Social Wall
  • Selfie-Clouds
  • Virtueller Applaus
  • Motivationsspiele

Interaktionen motivieren, aktivieren und verbinden – auch über weite Distanzen hinweg. Der Vorteil von digitalen Veranstaltungen geht über die Kontaktbeschränkungen und Homeoffice-Situation hinaus, sondern ist ebenso ein Vorteil der zunehmenden Digitalisierung. So können Mitarbeiter länderübergreifend und standortunabhängig mit einbezogen werden.

 

Tipps für Dein digitales Event

1. Emotionen

Der Mensch ist ein emotionales Wesen, deshalb ist neben der Interaktion mit den Teilnehmern die Emotionen und eine Kombination aus beiden wichtig für den Erfolg eines Events. Durch Interaktion kann der Teilnehmer abgeholt und integriert werden. Doch erst durch die Emotionen gelingt es, ihn längerfristig zu binden und das Engagement zu erhöhen.

Durch Emotionen erinnern wir und nach nachweislich länger an Ereignisse, dabei spielt es keine Rolle, ob dies positiv oder negativ sind. Dies können wir für digitale Events übertragen und den Teilnehmern helfen, positive Emotionen und Gefühlen auszulösen.

2. Vorbereitung

Planung ist die halbe Niete! In der Vorbereitungszeit ist eine sorgfältige Arbeit entscheidend. Hier können Irritationen, Panik oder Hektik bei der Durchführung bereits abgewendet oder entgegengewirkt werden. Plane die Agenda und den Ablauf deines digitalen Events sehr genau und realistisch, denn ein roter Faden in Deinem Konzept ist unter anderem sehr entscheidend, um positive Emotionen zu erzeugen. Zudem helfen Agenda und ein genauer Ablaufplan gegen Unklarheiten am Live-Set und ungeplante Pausen. Zudem sorgen sie für die notwendige Sicherheit bei allen Beteiligten.

3. Zeit- und Pausenplanung

Bei einem mehrstündigen Event ist nicht nur das Programm wichtig. Mindestens genauso wichtig die Zeit- und Pausenplanung. Hierbei ist es zu empfehlen, sich nach den Aufmerksamkeitsspannen der künftigen Teilnehmer zu richten. Die inhaltlichen Einheiten sollten so strukturiert werden, dass genügend Pausen integriert sind. Pausen können aktiv und passiv gestaltet werden. Durch kurze Bewegungseinheiten aktivierst Du die Teilnehmenden zusätzlich, durch eine überlegte und kommunizierte Zeit- und Pausenplanung, führst Du alle Beteiligten motiviert und wach durch Dein Event.

4. Hochwertiger Content

Ohne ihn geht nichts! Ob offline oder online, niemand möchte seine Zeit verschwenden. Egal bei welchem Event, guter und hochwertiger Content ist ein Muss. Die Inhalte sind entscheidend. Gleichzeitig unterstützt eine inhaltsgerechte und professionelle Aufbereitung des Inhalts die Wertigkeit der gesamten Veranstaltung.

Live-Event Teilnehmer

5. Pakete für Zuhause

Durch Pakete, die Du den Teilnehmern nach Hause schickst, kannst Du die Vorfreude und Spannung im Vorfeld erhöhen. Pakete lassen sich gut für Gewinnspiele im Voraus an die ersten 100 Teilnehmer oder auch an alle Teilnehmer verschicken. Für den Inhalt eigenen sich gut interaktive Elemente, die während des Events benötigt werden können. Hier sind Deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt!

6. Richtiger Einsatz von Technik und saubere technische Planung

Einfach nur aufs Knöpfchen drücken und los geht der Livestream? Leider sieht dies in der Praxis nicht so aus. In der technischen Umsetzung kann es schnell zu Herausforderungen und Problemen kommen. Nur mit einer funktionierenden Technik können die Teilnehmer begeistert und mit eingebunden werden. Hierfür helfen Veranstaltungstools, mit denen sich die Inhalte gut vermitteln lassen können. Essenziell ist eine stabile und leistungsfähige Internetverbindung der Referenten, zudem eine gute Qualität von Bild und Ton, weshalb eine bildstarke Kamera sowie ein Mikrofon oder Headset unerlässlich sind. Optimal vorbereitet bist Du, wenn im Vorfeld ein Testlauf stattfindet, so kann sichergestellt werden, dass die Technik reibungslos funktioniert.

7. Umsetzung

Am Tag des Events triff Dich mindestens 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltungen in einem separaten virtuellen Webinarraum mit allen referierenden Personen, um letzte Absprachen und Tests durchzuführen. Starte Deine Veranstaltung pünktlich zur kommunizierten Zeit. Erkläre den Teilnehmenden am Anfang kurz die Technik und die vorhandenen Interaktionsmöglichkeiten. Gehe hierbei auch auf die Agenda und die Pausen ein. Wichtig ist, dass über die Veranstaltung hinweg der Zeitplan eingehalten wird, sodass das Event pünktlich und nach Zeitplan beendet wird. Ein guter Abschluss kann eine Feedbackrunde über Chat oder Umfrage, aber auch ein digitales Gruppenfoto sein.

8. Nachgang Kommunikation

Das Event ist beendet. Hier startet ein wichtiger Kommunikationsteil. Einige Teilnehmer waren kurzfristig verhindert und konnten am Programm nicht teilnehmen, andere interessieren sich für Deine weiteren Veranstaltungen. Es bietet sich an, die Aufzeichnungen des Online-Events zur Verfügung zu stellen. An die Teilnehmer sendest Du eine Dankesmail, in der auf die Aufzeichnungen und nächste Events verwiesen ist. Deine Aufzeichnungen kannst Du sehr gut für Social Media oder Deinen Newsletter nutzen. Es empfehlen sich vor allem Zitate, Flashback-Videos und Kernaussagen. Als letztes bedanke Dich bei allen referierenden Personen und stelle auch ihnen den Link zu den Aufzeichnungen zur Verfügung.

Dein letztes digitales Event ist schon eine Weile her? Am 9. November 2021 findet der B2B Digital Day statt. Es stehen noch kostenlose Tickets zur Verfügung. Melde Dich gleich an und entdecke neuen Input rund ums Digitale Marketing der B2B-Welt. Dein kostenloses Ticket sowie die Agenda findest Du hier.

Jetzt bist Du an der Reihe – Starte Dein digitales Event!

Bei einem digitalen Event gibt es zahlreiche Punkte, die zu beachten sind und die entscheidenden Faktoren für den Erfolg darstellen. Besonders hervorzuheben ist die Interaktion und die positiven Emotionen während eines Events. Natürlich geht ohne gute und funktionierende Technik sowie hochwertigen Content nichts, denn sie stellen die Grundlage für Interaktion, emotionales Engagement und letztlich den Erfolg dar. Worauf wartest Du? Mit diesem Wissen wird Dein nächstes digitales Event ein digitaler Erfolg!

SEO für Online-Shops: 14 Punkte, die Du dringend beachten solltest

Zahlreiche Produkte, Massen an Bildern, eine individuelle Linkstruktur – Online Shops stellen sich anderen Herausforderungen als z.B. Corporate Sites oder Blogs. Damit Dein Online Shop durchstarten kann, ist die Planung und Komposition solch einer Seite anhand einer abgestimmten SEO-Strategie essenziell. Worauf Du achten solltest, um erfolgreiches SEO für Deinen Online Shop zu betreiben, stellen wir Dir in den folgenden wichtigen Fakten vor.

Vorbereitung

1. Zielsetzung: Für was möchte ich ranken?

Ziele sind das A und O, um Optimierungsmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüfen zu können. Ohne vordefinierte Kennzahlen fällt es im Nachhinein schwer, einzelne Maßnahmen dem Erfolg oder Misserfolg zuzuordnen. Frage Dich also zuerst, was Du durch die Optimierung erreichen willst. Neben mehr Sichtbarkeit und gesteigerten Seitenzugriffen sind damit vor allem Conversion-Ziele wie Leads oder Kaufabschlüsse gemeint.

  • Leads können häufig bereits mit wenig Aufwand generiert werden, z.B. im Form von Newsletter-Anmeldungen oder dem Erstellen eines Nutzerkontos. So erhältst Du die Möglichkeit, mit potentiellen Kunden in Kontakt zu treten und ihnen Dein Angebot zu präsentieren.
  • Sales sind bei Online Shops in der Regel das Maß aller Dinge und dienen als hauptsächliches Ziel. Bei der Auswertung kann Dir dabei auch das Verhältnis aus der Anzahl der Transaktionen und den generierten Umsätzen wichtige Erkenntnisse liefern.

Im nächsten Schritt sollten unbedingt konkrete Zielwerte für die jeweiligen Conversions definiert werden. Bei Leads lohnt es sich, einen fixen Wert zu definieren – beispielsweise X € je Newsletter-Anmeldung – auf dessen Grundlage später Kosten und Nutzen der Optimierung bewertet werden können.

Die Zielwerte bei Verkäufen brauchen hingegen keine Schätzwerte, da durch ein professionell aufgesetztes E-Commerce Tracking Umsatzveränderungen genau analysiert werden können.
Zudem solltest Du bei der Priorisierung der Produkte sowie der Reihenfolge der Optimierung die Margen bzw. Preise der Produkte im Blick behalten. Produkte, deren Verkauf besonders rentabel ist oder die zu den Top-Sellern zählen, sollten auch in der SEO eine hohen Stellenwert haben und bevorzugt behandelt werden.

2. Nachfrageanalyse

Die Nachfrageanalyse oder auch Keyword-Recherche ist die Basis jeder SEO-Arbeit. Nur wer erkennt, welche Begriffe in den gängigen Suchmaschinen stark nachgefragt, also gesucht werden, kann das Angebot entsprechend danach ausrichten. Wichtig dabei ist aber, dass Du nicht nur Suchbegriffe wählst, die eine hohe Nachfrage mit sich bringen, sondern dass diese Nachfragen auch zu Deinem Produkt passen. Entspricht Dein Angebot nicht den Erwartungen der Nachfragenden, werden diese Deinen Shop auch schneller wieder verlassen.

Um den richtigen Suchbegriff zu wählen, muss man deshalb verstehen, welche Intentionen hinter den Suchanfragen stehen. Wir unterscheiden hier in drei Kategorien:

  • navigationsbezogen
  • informationsbezogen
  • transaktionsbezogen

Navigationsbezogene Suchanfragen sind vor allem Nachfragen nach einer Marke.
Der Suchende will den Onlineshop eines bestimmten Unternehmens finden. Da er die korrekte URL der Seite nicht mehr weiß, tippt er den Namen bei Google ein und erhofft sich den Link zur gesuchten Brand.

Informationsbezogene Suchanfragen dienen hauptsächlich der tieferen Auseinandersetzung mit einem Thema.
Du möchtest neue Schuhe kaufen, weißt aber nicht, was aktuell im Trend liegt? Dann bist Du im Begriff, eine informationsbezogene Suchanfrage zu starten. Oft beginnen derartige Suchanfragen mit W-Wörtern, wie z.B. „welche schuhe sind dieses jahr im trend“. Ebenfalls sehr verbreitet sind sogenannte Short-Head-Keywords, also Suchanfragen, die nur aus einem oder zwei Suchbegriffen bestehen. In unserem Beispiel wären das Keywords wie „schuhe“ oder „schuhe herren“. Der Suchende befindet sich im Orientierungsprozess und hat noch nicht entschieden, was er kaufen möchte. Besuche über diese Suchanfragen zeichnen sich durch hohen Traffic bei gleichzeitig geringer Konversationsrate aus.

Transaktionsbezogene Suchanfragen sind dagegen Anfragen mit Kaufabsicht . Der Suchende weiß, welche Schuhe er möchte, und ist nun auf der Suche nach einem passenden Shop. Diese Suchanfragen zeichnen sich durch mehrere Suchbegriffe aus, beispielsweise „weiße sneaker online kaufen“ oder „adidas stan smith weiß“. Wir nennen diese Suchanfragen deshalb auch Long-Tail-Keywords. Je länger und spezifischer diese Suchanfragen werden, desto geringer wird in der Regel das monatliche Suchvolumen der Begriffskombi. Im Gegenzug steigt die Konversationsrate mit der Länge der Suchanfrage.

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Diese Grafik visualisiert noch einmal die Keywords in Abhängigkeit von Suchvolumen und Konversationsrate.

Zur Keyword-Recherche gibt es zahlreiche Tools, wir konzentrieren uns im Folgenden auf das Aussagekräftigste : den Google Keyword-Planer. Google selbst liefert zahlreiche Informationen, um den Werbetreibenden die Arbeit zu erleichtern und so wiederum immer mehr Kunden zu gewinnen.
Der Keyword-Planer gibt nicht nur Informationen zu Suchvolumen, Konkurrenz und Klickpreisen wieder, sondern unterstützt auch bei der Suche nach passenden Ideen zu Webseiten, Produkten oder Suchbegriffen.

Google Keyword Planer

Ausschnitt aus dem Google Keyword-Planer

Keyword-Tools sind eine gute Unterstützung bei der Identifikation von Kundenbedürfnissen. So erhältst Du konkrete Vorschläge, was online zu Deinen Themen gesucht wird. Auf dieser Basis kannst Du Deine Seite entsprechend optimieren und Suchenden die Lösung zu ihren Problemen oder Bedürfnissen liefern.

3. Konkurrenzanalyse

Die Wahrnehmung des eigenen Marktumfeldes kann trügen. Ist ein Konkurrent offline sehr präsent, heißt das noch lange nicht, dass er auch in den Suchmaschinen auf Platz ein ist.

Für die Identifizierung der Online-Konkurrenz bietet sich im ersten Schritt Google an. Nichts ist einfacher, als die für sich relevanten Suchbegriffe zu googlen und die Ergebnisse zu analysieren.

Hier bekommst Du einen guten Überblick, welcher Konkurrent in bezahlte Anzeigen investiert oder in der Suchmaschinenoptimierung gut aufgestellt ist. Im nächsten Schritt wird eine Liste der Mitbewerber erstellt und auf die Sichtbarkeit überprüft. Mit Tools wie der SISTRIX Toolbox lassen sich nun die Sichtbarkeitsindizes gegenüberstellen und die Stärke der Mitbewerber im Bereich SEO einschätzen:

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Die Sichtbarkeitsindizes verschiedener Domains in der SISTRIX Toolbox im direkten Vergleich

So erkennst Du Potenziale im Marktumfeld und kannst einschätzen und in tiefergehenden Analysen auch die Keywords identifizieren, die für den Erfolg der Marktführer wesentlich sind.

OnPage Struktur

Mit den bisher gesammelten Daten lässt sich nun eine Seitenstruktur erstellen. Die Aufgabe hierbei ist es, die SEO-Anforderungen in einen logischen Seitenbaum einfließen zu lassen. Die folgenden Tipps helfen, eine effiziente OnPage-Struktur aufzubauen.

4. Seitenstruktur und interne Verlinkung

Die Vorbereitung liefert die Daten für die Erstellung einer OnPage-Struktur. Mit Hilfe des Produktsortiments und der Nachfragen können nun die Kategorien, Unterkategorien und Hub-Seiten festgelegt werden.

Das Produktsortiment liefert die Basis für die Oberkategorien, die einzelnen Produkte müssen dann lediglich richtig zugeordnet und nach den Nachfragen ausgerichtet werden.

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Es hilft, den Seitenbaum zu visualisieren und Duplikate durch Kategorisierungen zu vermeiden

Die Seitenstruktur legt auch den Grundstein zur internen Verlinkung. Je wichtiger eine Kategorie und somit auch ein Begriff ist, desto höher muss er in der Seitenhierarchie stehen.

Für Suchmaschinen gestaltet sich die hierarchische Einordnung relativ simpel: Je häufiger eine Unterseite intern verlinkt ist, desto wichtiger ist sie. Deshalb gilt: Achte auf eine so flache und gleichzeitig so spezifische Seitenstruktur wie möglich.

Damit erreichst Du eine natürliche Priorisierung der Hauptthemen und eine saubere Verlinkung in die Unterkategorien. Und keine Angst: Google weiß mit Impressum, Kontakt und AGB umzugehen.

5. Seitenausrichtung von Online Shops

Die beste Seitenstruktur bringt keinen Erfolg, wenn die folgende Kernaussage nicht zutrifft: „Jede Seite steht für genau einen Suchbegriff“.

Benenne die Produkte und Kategorien eindeutig. Dabei ist darauf zu achten, die Sprache des Kunden zu treffen und unverständliche Fachbegriffe zu vermeiden.

Beispiel: Vergleicht man die Suchvolumen der Begriffe „Mikrowellenofen“ mit „Mikrowelle“, wird man feststellen, dass letzterer ein weitaus höheres Suchvolumen hat – auch wenn Mikrowellenofen der fachlich korrektere Begriff dafür ist.

6. OnPage-Optimierung

Wir wissen nun, für welchen Begriff unsere Unterseite ranken soll. Jetzt geht es darum, den Seitenaufbau so zu optimieren, dass dieser uns die besten Voraussetzungen für ein gutes Ranking liefert.

Hier ist die Verwendung des Keywords ein wesentlicher Bestandteil der OnPage-Optimierung.

Das Keyword muss nicht in einer bestimmten Häufigkeit, sondern an strategischen Punkten im Quelltext positioniert werden, z.B.:

  • Seitentitel
  • Meta-Description
  • Überschrift
  • Zwischenüberschriften
  • Text
  • Bildern
  • URL

Zwar wird der Meta-Description kein sonderlicher Einfluss mehr auf das Ranking zugesprochen, jedoch sind diese knapp 150 Zeichen Deine Möglichkeit, die Kunden direkt in den Suchergebnissen von Deinem Shop zu überzeugen.

7. Unique Content

Wer die Chance erhöhen möchte, eine hohe Position im Google-Ranking zu erzielen sollte auf einzigartige Inhalte setzen. Duplikate werden von Google zwar nicht mehr oder nur in extremen Fällen als Spam gewertet, dennoch gilt: Ähneln die Inhalte einer Seite anderen Seiten im Internet (egal ob diese Seite zu Deinem Shop gehört oder nicht) wird es wahrscheinlicher, dass diese Seite keine Top-Positionierung erhalten kann.

Hintergrund ist, dass Google keine doppelten Inhalt in den Suchergebnissen zeigt und in der Folge eines der Duplikate „bevorzugt“ behandelt, die anderen dagegen auf den hinteren Positionen einordnet. Deshalb empfehlen wir Dir, bei den Produktbeschreibungen eigene Texte zu formulieren und nicht nur die Herstellertexte zu kopieren. Auch Erfahrungsbericht, Empfehlungen, Beratung oder Bewertungen geben Deinem Content eine persönliche Note und helfen Deinen Kunden bei der Auswahl.

Dazu solltest Du auch geeignete Bilder wählen, die der Beschreibung des Produkts ideal entsprechen. Eine richtige Bebilderung verleiht der Produktseite einen individuellen Touch und verbessert Deine Chancen, in der Google-Bildersuche ins Auge des Users zu springen. Achte bei den ausgewählten Bildern auch auf eine sorgfältige Verwendung von ALT-Tags.

Technische Basis:

8. URL-Struktur

Lass‘ uns bei diesem Thema gleich mit einem Beispiel einsteigen. Vergleiche diese URLs miteinander:

http://www.ihr-webshop.de/categoryID=1&articleID=2222
und
http://www.ihr-webshop.de/artikel/damenmode/kleider/sommerkleider/

Der Unterschied wird sofort klar: Bei der zweiten URL sehen Nutzer direkt, was sie auf der entsprechenden Zielseite erwartet. Die erste URL liest sich dagegen wie ein kryptischer Code.

So genannte „Sprechende URLs“ (wie beim zweiten Beispiel) geben also nicht nur Informationen über den speziellen Inhalt, sondern binden auch Vertrauen, Erwartungshaltung und bleiben zudem eher im Gedächtnis.

Die Struktur von URLs sollte auch die Hierarchie der Website abbilden. Im zweiten Beispiel unseres Links erkennst Du, dass „Sommerkleider“ eine Unterkategorie von „Kleider“ ist. Analog ist „Kleider“ eine untere Ebene von „Damenmode“ und so weiter. Dadurch sollten diese URLs für den User auch „hackable“ sein – d.h. er könnte durch das Entfernen bestimmter Komponenten selbst sehr simpel auf die anderen Bereiche kommen.

Eine gründliche Planung einer entsprechenden Struktur ist von großer Wichtigkeit. URLs sollten im Nachhinein nicht mehr verändert werden bzw. müssen dann weitergeleitet werden.

Wichtige Tipps für das Gestalten von URLs:

  • KISS-Prinzip: Keep it short and simple! Leichte URLs sind gut zu merken, zu tippen und zu buchstabieren.
  • Keine Sonder- oder auch Leerzeichen
  • Umlaute richtig umformen
  • Keine Großbuchstaben verwenden
  • Unterstriche vermeiden, stattdessen Bindestriche verwenden

9. Canonical-Tag

Ein wichtiges Instrumente in der Suchmaschinenoptimierung insbesondere für Online Shops ist der Canonical-Tag.

Seine Verwendung dient vornehmlich der Vermeidung von Duplikaten. Anstatt die eigenen Rankings mit Duplikaten zu gefährden, teilt der Canonical-Tag der Suchmaschine mit, dass die aktuell aufgerufene Seite lediglich eine Kopie der eigentlichen URL ist. Das Tag wird einfach in den head-Bereich der Website integriert.

Ursachen für solche Duplikate kann Folgendes sein:

  • Filter, z.B. /blaue-schuhe?filter=blau
  • URL-Aufbau durch Navigationswege, z.B. /herren/schuhe/ bzw. /schuhe/herren/
  • Landing Pages wie /sale/blaue-schuhe
  • Paginierung, z.B /blaue-schuhe/2
  • Tracking Links, z.B. /blaue-schuhe?utm_source=google&utm_medium=organic

Anstatt hier eine permanente Weiterleitung zu setzen, was in einigen der Beispiele gar nicht möglich wäre, verwendet man den Canonical-Tag und vermeidet so die Generierung von Duplikaten.

10. Meta-Tags

Meta-Tags sind ein Kapitel für sich. Deshalb haben wir auch unsere umfangreichen Tipps zur Verbesserung der Meta-Tags veröffentlicht, um dem Thema auch die Aufmerksamkeit zu geben, die es verdient.

Bei der OnPage-Optimierung sind wir schon kurz auf Title und Description einer Seite eingegangen, hier die wesentlichen Tipps für bessere Meta-Tags, bessere Rankings und höhere Klickraten:

  • Verwende das Keyword oder die Suchphrase am Anfang des Titles und in der Description
  • Sprich den Suchenden direkt an
  • Baue Sonderzeichen, Häkchen oder Emojis ein
  • Verwende Rich Snippets
  • Erstelle sprechende URLs
  • Verwende einen Call-to-Action
  • Behalte die Konkurrenz im Auge

Ein optimiertes Snippet könnte so aussehen:

Snippet SEO

Die Steigerung der Klickraten ist ein positives Signal an die Suchmaschine und wirkt sich unter anderem auch positiv auf das Ranking aus.

11. Page Speed

Kaum ein anderes Kriterium hat in der letzten Zeit so viel Aufmerksamkeit hinzu gewonnen wie die Ladegeschwindigkeit und Performance von Websites. Spätestens seit dem Core Web Vitals als Rankingfaktor gelten, ist die Performanceanalyse Teil einer vollständigen SEO-Analyse.

Core Web Vitals

Die Core Web Vitals sind von Google definierte Kennzahlen, mit denen die Performance einer Seite gemessen und bewertet wird. Derzeit werden drei Kriterien bei der Bewertung einer Seite herangezogen – die laut Google in näherer Zukunft erweitert werden:

  • LCP (Largest Contentful Paint): Zeitspanne bis zum Laden des größten Elements im sichtbaren Bereich der Website – meistens ein Bild
  • FID (First Input Delay): Reaktionszeit der Website, sprich die Zeitspanne von der ersten Interaktivität (z.B. Klick) bis zur Reaktion des Browsers
  • CLS (Cumulative Layout Shift): Visuelle Stabilität – erfasst, ob sich Elemente während des Ladens verschieben.

Neben dem altbewährten Lighthouse Report hat Google nun auch einen Teil in der Google Search Console der Nutzerfreundlichkeit gewidmet. Je nach Aufbau des Shops können folgende Hebel wirksam sein:

  • Bilder verkleinern und Bildformate anpassen
  • Wiederholende Grafiken zu Sprites zusammenfassen
  • Website-Kompression via GZIP aktivieren
  • Content Delivery Networks (CDNs) zur Auslieferung von statischen Inhalten verwenden
  • HTML, CSS und JavaScripts minimieren
  • Datenbankzugriffe minimieren
  • Browser-Caching nutzen

Wichtig ist, das Thema Ladezeit als einen fortlaufenden Prozess zu betrachten, dessen Bewertung in einem regelmäßigen Turnus stattfinden sollte. Eine schnellere Ladezeit wirkt sich dabei nicht nur positiv auf das Ranking aus, sondern erleichtert Nutzern auch die Navigation im Shop und begünstigt dadurch die Konversionsrate.

OffPage:

12. Broken Links

Als Broken Link wird ein Link bezeichnet, der auf ein nicht mehr auffindbares Ziel verweist. Wer einen solchen Link anklickt, erhält in der Regel die 404-Fehlermeldung. Wenn zu viele Broken Links auf Deinem Online Shop auftauchen, kann dies auch zu einer Abwertung führen.

Überprüfe regelmäßig die Linkstruktur und achte beim Aufbau einer neuen Seite darauf, die bestehende Struktur logisch fortzuführen. Wenn sich Speicherorte für Dateien ändern, sollten auch die Links direkt angepasst werden und bestehende Links permanent weitergeleitet werden.

13. Backlink-Profil bereinigen

Durch einen Analyse und Auswertung des Backlink-Profils hast Du die Möglichkeit, giftige Links zu identifizieren. So kannst Du beispielsweise überprüfen, ob Google einzelne externe Verlinkungen auf Deinem Shop als unnatürliche Links bewertet. So eine Bewertung kann zu einer Abwertung der Seite und einem Rankingrückgang führen.

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Vorher-Nachher-Ansicht eines Detox-Berichts von LinkResearchTools

Link Detox hilft Deiner Domain, sich von solch einer Abstrafung zu erholen und zukünftig zu schützen.

14. Linkaufbau mit Hilfe der Konkurrenz

Es schadet nie, hin und wieder den Blick auf die Konkurrenten zu werfen und zu prüfen, welche Backlinks auf diesen Domains vorhanden sind.

Gerade bei gut rankenden Pages lohnt sich ein solcher Check.  Natürlich könnte diese Erkenntnis schließlich auch als Anregung oder Inspiration für den eigenen Linkaufbau dienen. Dabei kann analysiert werden, nach welcher Strategie die Wettbewerber ihre Links aufbauen.

FAZIT

Eine logische und durchdachte Struktur ist gerade bei Online Shops ein Muss für gute Sichtbarkeit und ein nutzerfreundliches Handling.

Werden von Beginn an die oben beschriebenen SEO-Tipps beachtet, baut Dein Shop auf einer soliden Basis auf. Technische Optimierungen sowie die kontinuierliche Bewertung und Optimierung des Contests helfen dabei, Deine Seite sowohl für Nutzer als auch für die Suchmaschinen ansprechend zu gestalten. Durch die Überwachung und die strategische Weiterentwicklung Deines Backlink-Profils kannst Du Deinen Webshop auch jenseits der eigenen Anpassungen auf der Website stärken oder Belastungen durch schädliche Links verhindern.

Falls Du den Optimierungsgrad Deines Online Shops genauer unter die Lupe nehmen möchtest oder Potenziale identifiziert hast, die Du nun angehen willst, sprich uns gerne an!

Customer Centricity im B2B: Welche Bedeutung hat die Kundenzentrierung?

Vom Buzzword zum Unternehmensalltag: Customer Centricity ist im Marketing kein wirklich neues Konzept und Aussagen wie „Der Kunde steht bei uns an erster Stelle“ und „Der Kunde ist König“ sind mittlerweile selbstverständlich. Was genau mit dem Schlagwort „Customer Centricity“ gemeint ist, welche Bedeutung sie im B2B-Bereich hat und wie sie im Marketing umgesetzt werden kann, erfährst Du in diesem Magazinbeitrag.

Was bedeutet Customer Centricity?

Customer Centricity – auch Kundenzentrierung genannt – bedeutet, die Bedürfnisse Deiner Kunden in den Fokus zu rücken und damit zusammenhängend alle internen Abläufe am idealen Kundenerlebnis (Customer Experience) auszurichten. Hier macht das altbewährte Marketing eine 180 Grad Wende: Plötzlich geht es nicht mehr darum, dass Du Dich selbst als Unternehmen in den Vordergrund stellst. Vielmehr rückst Du mit einer Customer Centricity-Strategie Deine Kunden und deren Anliegen ins Zentrum Deiner Unternehmenskultur sowie Vertriebs- und Marketingstrategien. Deshalb ist der Begriff Kundenzentrierung die richtige Übersetzung, denn bei einer kundenzentrierten Strategie sind die Kundensicht und dessen Interessen der Ausgangspunkt aller wichtigen Entscheidungen.

Kurz gesagt: Das Produkt steht nicht im Mittelpunkt und die Wertschöpfungskette fängt beim Kunden an.

Nichts Neues denkst Du Dir? Stimmt. Die Möglichkeiten und das Bedürfnis der Kundenzentrierung haben sich jedoch verändert.

Von der Produktzentrierung zur Kundenzentrierung

Heutzutage sind die meisten Unternehmen noch meist produktzentriert ausgerichtet. Automobilhersteller entwickeln immer leistungsfähigere Fahrzeuge, Technologie-Unternehmen schnellere Prozessoren und jedes Jahr werden die neuesten Smartphones vorgestellt. Klar ist das, was Firmen anbieten, nach wie vor sehr wichtig, da es das originäre Bedürfnis des Kunden befriedigt. Doch Leistungskriterien und besondere Eigenschaften reichen insbesondere in gesättigten Märkten nicht mehr aus, um sich von anderen Produkten oder Dienstleistungen abzugrenzen.

Die Lösung: Das Hauptaugenmerk auf den Kunden und all seine Bedürfnisse richten. Unternehmen müssen in Zukunft viel mehr kundenzentriert agieren und sich den zusätzlichen Anforderungen der Kunden bewusst werden.

Warum ist Customer Centricity sinnvoll?

Um zu verstehen, weshalb die Kundenzentrierung für Unternehmen eine wertvolle und nachhaltige Herangehensweise ist, gilt es die verschiedenen Ansätze zu differenzieren.

Im Wesentlichen lassen sich drei elementare Unternehmensstrategien unterscheiden:

  • Preisorientiert: In diesem Fall dreht sich alles um den Preis – meist ein möglichst niedriger.
  • Produktorientiert: Bei dieser Strategie steht das Produkt oder die Dienstleistung im Zentrum.
  • Kundenorientiert: Hier wird der Customer Centricity-Ansatz aufgegriffen und der Kunde in den Fokus gerückt. Deren Zufriedenheit stellt das Ziel und den Kern sämtlicher strategischer Vorgehen dar.

Im Prinzip sind alle drei Ansätze erfolgsversprechend. Sowohl die preisorientierte als auch die produktorientierte Strategie weisen allerdings eine Schwierigkeit auf: Ihr Kern – der Preis oder das Produkt bzw. die Dienstleistung – kann von der Konkurrenz imitiert werden. Dazu kommt, dass Preise beispielsweise nicht dauerhaft niedrig gehalten werden können. Ebenso können Produkte fehleranfällig sein und Dienstleistungen Lücken aufweisen.

Was hingegen erschütterungsfest ist, ist eine gute Beziehung zu Deinen Kunden. Sind Sie zufrieden, gehen sie eine emotionale Bindung mit Deinem Unternehmen ein. Im besten Fall fühlen sie sich wertgeschätzt und geben Dir die Verlässlichkeit, die Du ihnen als Unternehmen entgegengebracht hast, zurück. Eine klassische Win-Win-Situation.

Ein verstandener Kunde ist ein loyaler Kunde

Das Kundenverhalten ist in der heutigen Zeit anders als noch vor einem Jahrzehnt. Immer weniger Kunden bleiben den Unternehmen und deren Produkten oder Dienstleistungen treu. Aus diesem Grund ist es essenziell, Deine Zielgruppe zu kennen und diese anhand einer Buyer Persona zu definieren, um genauestens auf deren Bedürfnisse einzugehen.

Insbesondere in größeren Firmen bedarf eine Zielgruppenanalyse etwas Zeit, da die Informationen aus dem Vertrieb, aus Gesprächen mit den Bestandskunden, Marktforschung und anderen Quellen gesammelt werden müssen. Heutzutage liegt die Herausforderung zumal darin, aus der Fülle an Daten ein zielgruppenorientiertes Gesamtpaket zu schnüren. Schließlich stehen Deinen Kunden aktuell deutlich mehr Kanäle zur Verfügung, um mit Dir zu kommunizieren.

Ein weiteres allgegenwärtiges Thema: Die Verdrängung am Markt. Versäumst Du als Unternehmen die Trends am Markt und die momentanen Veränderungen des Kaufverhaltens, passiert es schnell, dass Deine Kunden zu Deinen Konkurrenten abwandern – auf der Suche nach der gewünschten Customer Experience.

Customer Centricity: Die drei Bausteine der Kundenzentrierung

Apropos Customer Experience: Das Kundenerlebnis ist eines der drei Elemente der Customer Centricity. Denn simpel erklärt, ist diese die Schnittstelle aus Customer Experience, Customer Journey und Customer Value.

Die Customer Value beschreibt hierbei den Nutzen, den Dein Kunde von Deinen Produkten oder Dienstleistungen hat – Stichwort Problemlösung.

Hinter dem Begriff der Customer Journey steckt die Reise des Kunden durch die verschiedenen Kundenphasen. Dabei berücksichtigt die Kundenreise alle Berührungspunkte Deines (potenziellen) Kunden vom ersten Kontakt bis zum Kauf Deines Produktes oder einer vergleichbar vordefinierten Handlung. Sprich, alle Touchpoints bis zur Zielhandlung, der Conversion.

Last but not least, definiert die Customer Experience das Kundenerlebnis, das Dein Kunde während der Customer Journey durchläuft. Sie umfasst somit sämtliche Wahrnehmungen und Interaktionen Deines Kunden an den verschiedenen Kontaktpunkten mit Deinem Unternehmen.

Die goldene Regel in diesem Konstrukt: Harmonieren alle drei Teilbereiche miteinander und sind sie optimal auf den Kundennutzen abgestimmt, ergibt sich die Customer Centricity-Strategie.

Customer Centricity im B2B Marketing

Customer First, Customer Journey, Customer Experience – all diese Begriffe sind in B2B Unternehmen in aller Munde. Denn kleine und mittelständische Unternehmen, ebenso wie Konzerne, haben den Trend erkannt, der Kundenwünsche deutlich mehr in den Fokus rückt. Kundenzentrierung scheint daher selbstverständlich, doch im B2B-Kontext ist sie eine größere Herausforderung als im B2C-Sektor. Grund dafür ist der hohe Erklärungs- und Beratungsbedarf der Produkte oder Dienstleistungen.

Wie so vieles im Leben, lohnt sich auch im Customer Centricity-Ansatz jede Mühe. Neben einer steigenden Zahlungsbereitschaft der Kunden für eine gute Customer Experience, trumpft die Kundenzentrierung mit einer höheren Profitabilität. Denn kundenzentrierte Unternehmen sind profitabler. Auch die Loyalität und Weiterempfehlungsbereitschaft ist bei begeisterten Kunden um einiges höher. Schließlich ist es wahrscheinlicher, dass ein Kunde, der sich wohl fühlt, dem Unternehmen treu bleibt und es nach einem positiven Kundenerlebnis an Dritte weiterempfiehlt.

Marketing Maßnahmen für mehr Customer Centricity im B2B

Gerade im B2B-Bereich spielt das Vertrauen zwischen Dir und Deinen Kunden eine entscheidende Rolle bei der Kaufentscheidung und Customer Experience. Hierzu findest Du im Folgenden einige Maßnahmen, um sämtliche Touchpoints mit Deinem Kunden individuell und positiv zu gestalten:

  • Personalisierte Ansprache: Kommuniziere mit Deinen Kunden über deren bevorzugte Kanäle.
  • Kundenfokussierte Beratung: Habe stets das Problem Deiner Kunden und dessen Lösung vor Augen, auch mit Hinblick auf das Beschwerdemanagement.
  • Personalisiertes E-Mail-Marketing: Persönlich gestaltete E-Mails statt Massenmailings sorgen dafür, dass sich Deine Kunden individuell beraten fühlen. Stimme daher die Informationen auf Deine Kunden ab und schneide sie bestenfalls auf den jeweiligen Zeitpunkt in der Customer Journey zu.
  • Zielgruppenorientierter Content: Bereite Deine Inhalte so auf, dass sie für Deine Zielgruppe relevant und nützlich sind – beispielsweise in Form von Tipps und Checklisten. Denn die Personalisierung von Inhalten ist und bleibt immens wichtig.
  • Besseres Kundenverständnis: Sammle so viele Daten wie möglich über Deine Kunden und nutze sie, um ein genaues Bild der Kundenbedürfnisse zu erhalten und eine hochpersonalisierte Kundenansprache zu erreichen. Für Marketingkampagnen kannst Du beispielsweise Deinen bestehenden Kundenstamm interviewen, Social Listening Tools verwenden oder auf geeignete Customer Analytics Software zurückgreifen.

Fazit: Customer Centricity ist essenziell für Dein Marketing

Um dauerhaft und nachhaltig konkurrenzfähig zu sein, ist Kundenzentrierung in Deinem Marketing von hoher Relevanz. Customer Centricity sollte für Deine Zielgruppe an jedem Kontaktpunkt spürbar sein, Dein Kunde stets im Mittelpunkt stehen und dementsprechend behandelt werden – schließlich ist er „König“. Dieser Ausdruck bekommt vor diesem Hintergrund noch eine ganz andere Bedeutung: Dein Kunde sollte nicht nur so behandelt werden, sondern entscheidet zugleich aus einer mächtigen Position heraus über Erfolg und Misserfolg Deines Unternehmens.

Recap #OMT2021


Unser Kunde A1 Digital auf der Bühne für die OMT Clinic.

Yes, endlich wieder eine Offline-Konferenz: Der OMT 2021. Nach einer gefühlten Ewigkeit. Mit hybrider Option und 2G vor Ort. Besser kann man aktuell keine Konferenz organisieren. Und was für eine Location: Die Pyramide in Mainz. Wetter hätte besser sein können, aber dafür kann Mario nix. 

Wofür er aber was kann, sind die Inhalte. Und die waren wieder top. Super Themenmix, sehr gut gemacht für alle Wissenslevel. Hier meine Top 3: 

Inbound VS. Outbound: ONBOUND!  

Benjamin Gregor Zaczek will nichts anderes als Denkmuster aufbrechen. In der ersten Session des Tages räumt er auf mit Vorbehalten und schwört die Zuhörer auf Onbound-Marketing ein: In- und Outbound mit vereinten Kräften. In sechs Beispielen zeigt er, wie die so oft konträr arbeitenden Disziplinen für die Kundengewinnung eingesetzt werden. Mit automatisierten Postkarten gegen Opt-in-Müdigkeit oder cleveren Hashtag-Akquisen hat er die Zuhörer vor dem Bildschirm und im Saal begeistert. 

Website-Struktur unter der Lupe 

Das Evergreen-Thema neu aufgelegt hat Stephan Czysch in seinem Panel. Ebenfalls untermauert mit Praxisbeispielen zerlegt er die interne Verlinkung von Webseiten. Mit Tools wie dem Screaming Frog oder der Search Console zeigt er, wie zu Unrecht dominant verlinkte Seiten identifiziert werden und die Verlinkungen optimiert werden können. Deep Dive SEO vom Feinsten.  

Tracking ist nicht kaputt – es muss sich nur verändern! 

Und wem das nicht tief genug ging, konnte bei Markus Baersch seine Grenzen ausloten. Wie ein Pathologe hat er die verschiedenen Möglichkeiten des Trackings seziert. Um die Antwort vorweg zu nehmen: Es gibt keine einfache Lösung. Wer 2022 weiterhin gute Analysedaten haben und die Targeting-Möglichkeiten von Google, Facebook & Co. vollends ausschöpfen möchte, muss sich intensiv mit dem Tracking und vor allem dem Consent-Management auseinandersetzen.

Das Highlight: Die OMT Clinic

Neben den hochkarätigen Vorträgen stand die OMT Clinic als Krönung auf dem Programm. Dabei wird ein Unternehmen herausgepickt und von acht Speakern genauestens inspiziert und unter die Lupe genommen. Dieses Jahr hat es einer unserer Neukunden auf die Bühne geschafft: A1 Digital! Wir arbeiten seit einem Monat im Pay-per-Click Bereich mit ihnen zusammen und waren stolz wie Oskar, sie auf der OMT Bühne sehen zu dürfen. An alle, die live oder online dabei waren, eine kleine Randnotiz: Für die schlechten Ads sind wir nicht verantwortlich – wir sind mit A1 Digital erst gestartet und werden sie auf das nächste Level bringen.

Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten OMT 2022. Wieder in Mainz. Hybrid. Mit richtig guten Vorträgen.

Weitere Recaps zum diesjährigen OMT findet ihr hier.

E-Mail-Marketing Strategie: Schritt für Schritt zum erfolgreichen E-Mail-Newsletter

Trotz der rasanten Entwicklungen und neueren Kanälen wie Instant Messaging und Social Media sind und bleiben E-Mails weiterhin einer der wichtigsten Kanäle in der digitalen Kommunikation. Zeitgleich gilt das E-Mail-Marketing als effiziente Methode, um Deine Kundenbindung zu stärken und die Umsätze zu steigern. Im folgenden Artikel geben wir Dir Einblicke in die Welt des E-Mail-Marketings und zeigen Dir, wie Du Deine optimale Newsletter-Strategie entwickelst.

In 6 Schritten zur erfolgreichen E-Mail-Strategie

Um erfolgreiches E-Mail-Marketing zu betreiben, bedarf es einer maßgeschneiderten Strategie, wobei sich der Fokus auf die Wünsche Deiner potenziellen Kunden bezieht. Die Flut an E-Mails in den Posteingängen Deiner Kunden wächst zunehmend. Du musst Dir daher etwas Besonderes einfallen lassen, um nicht in der Masse an E-Mails unterzugehen. Eine gut durchdachte E-Mail-Marketing-Strategie gilt dabei als übergreifendes Konzept, das Dich bei der Umsetzung Deines E-Mail-Marketings unterstützen soll. Folgende Schritte sollte Deine Strategie berücksichtigen:

1.      Zielgruppe definieren

Um die richtigen Kunden mit Deinem E-Mail-Marketing erreichen zu können, muss in einem ersten Schritt die anzusprechende Zielgruppe definiert werden. Die sogenannte(n) Buyer Persona(s) beinhalten relevante Kriterien, die Deine (Wunsch)-Zielgruppe ausmachen und führen Dich direkt zu Deinen Kunden. Denn nur wer seine Kunden wirklich kennt, ist in der Lage diese anzusprechen. Doch wo findet man die richtigen Daten über seine eigenen User? Folgende Informationen können Dir dabei helfen:

  • Social Media Kanäle
  • Kaufverhalten der Kunden
  • Tests von Betreffzeilen oder Inhalten (z.B. AB-Tests)
  • Google Analytics
  • Feedback und Umfragen durch Kunden

2.      Ziele festlegen

Da das E-Mail-Marketing nicht als eigenständiger Bereich innerhalb des Marketing-Mix gilt, müssen die Ziele aus den essenziellen Marketingzielen abgeleitet werden. Als klarer Vorteil sind dabei die umfangreichen Methoden der Messbarkeit bekannt: Um also objektive Ziele festlegen zu können, werden Vergleichswerte, die in Deiner Branche erwartet werden, benötigt. In einem zweiten Schritt werden die Werte dann als Benchmarks für die eigenen Ziele eingesetzt. Ziele, die nicht technisch messbar sind, können operationalisiert werden, indem sie beispielsweise durch Befragungen ermittelt werden.

3.      Empfängerliste erstellen

Die Empfänger Deiner E-Mails sollten in einem Verteiler gesammelt werden. Durch bestimmten Content können sich Interessenten beispielsweise selbständig in die Liste eintragen. Per E-Mail gelangst Du anschließend direkt in den Posteingang Deiner Kunden – was für eine Chance! Doch wie findest Du Deine Kunden? Durch den Download eines Whitepapers im Austausch gegen deren Daten, die Möglichkeit zur Anmeldung eines Newsletters, die Bestellungen in einem Online-Shop oder die Teilnahme an einem Webinar; Kunden vergeben Daten im Austausch gegen ansprechenden Content und Du füllst Deine Empfängerliste.

4.      E-Mail-Kampagne auswählen

Je nach Zielgruppe können diverse Kampagnen-Typen wie beispielsweise Produktangebote, neue Magazinbeiträge oder der monatliche Newsletter ausgewählt und gespielt werden. Im Idealfall segmentierst Du Deine Empfängerlisten und ordnest sie so direkt von Beginn an der passenden Kampagnen-Art zu. In späteren Analyse- und Messungsschritten wirst Du den Vorteil erkennen können. Zudem werden Deine Kunden es Dir danken, wenn sie nicht mit deplatziertem Content überschüttet werden.

5.      Zeitplan festlegen

Seien wir mal ehrlich, keiner von uns wünscht sich drei Mails pro Tag vom selben Unternehmen! Definiere daher vorab in einem konkreten Zeitplan, an welchen Tagen und Uhrzeiten die jeweiligen E-Mails versendet werden. So vermeidest Du die Gefahr, zu viele Mails an dieselbe Empfängerliste zu senden und entwickelst nebenbei eine Kontinuität, welche bei Deinen Kunden vertrauen schafft.

6.      Ergebnisse analysieren

Nach der Arbeit ist wiederum vor der Arbeit – nun muss festgestellt werden, ob Deine erstellte E-Mail-Marketing-Strategie auch erfolgreich war. Das Zusammentragen und Messen von Kennzahlen ist dabei am relevantesten: Recherchiere die richtigen Kennzahlen (KPI), die für Deine Strategie von Bedeutung sind und korrigiere sie (teils) durch kleine Anpassungen, denn jede Optimierung führt Dich Deinem Ziel Schritt für Schritt näher.

Best Practices für Deine E-Mail-Strategie

Damit Deine E-Mail-Marketing-Strategie Dich zum Erfolg führt, findest Du nachfolgend einige wichtige Kriterien innerhalb Deiner Strategie, die es zu beachten gilt:

Segmentierung

Unter einer Segmentierung wird das Unterteilen Deiner Kunden in verschiedene Segmente verstanden, um sie basierend auf ihren Interessen, Bedürfnissen oder Eigenschaften maßgeschneiderten Unterkategorien zuordnen zu können. Ohne die Segmentierung werden unpersönliche E-Mails mit unpassendem Content versendet, was dazu führen kann, dass Du Kunden aus Deinem Verteiler verlierst. Daher ist es sinnvoll, Deine Kontakte von Anfang an diversen Kontaktlisten zuzuordnen. Kriterien wie Jobbezeichnung, Branche, Interaktion mit dem Unternehmen, Standort oder Sprache können bei der Segmentierung behilflich sein.

Personalisierung

Die Flut an E-Mails in den Posteingängen Deiner Kunden erschwert das Herausstechen Deiner Mails, die Personalisierung gilt daher als Hilfsinstrument, welches Dich bei der Individualisierung unterstützt. Da Du diverse Kontaktdetails bereits vorliegen hast, bereitet es wenig zusätzlichen Aufwand, die Daten für eine personalisierte Ansprache zu nutzen. Anbei einige Möglichkeiten zur Personalisierung Deiner E-Mails:

  • Personalisierte Anrede und ansprechende Betreffzeile
  • Nützlicher Content, angepasst an die jeweilige Buyer Persona(s)
  • Glückwunsch-E-Mail an Feiertagen, Geburtstagen, etc.
  • Personalisierte Call-to-Action Elemente 
  • Einfaches und übersichtliches Design der Mails
  • Möglichkeiten zur Abmeldung aus dem Verteiler
  • Passenden Zeitpunkt des Versandes berücksichtigen

Automatisierung

Der Begriff Automatisierung bezeichnet das automatisierte Versenden von E-Mails an Deine (segmentierten) Empfängerlisten. Das Ziel dabei ist die Entwicklung eines digitalen Dialogs bei sich wiederholenden Prozessen Deiner Kunden. Außerdem spart es viel Zeit und ermöglicht eine individuelle Kundenkommunikation, die im Vorhinein festgelegt und geplant werden kann. Zu den bekanntesten gehören:

  • Bestell- und Versandbestätigung
  • Warenkorb-Abbrecher-Erinnerung
  • Reaktivierungs-Automation
  • Bewertungsautomation auf Basis eines getätigten Einkaufs
  • Post-Purchase Automation

Fazit

Du siehst selbst: Egal, ob für die Überzeugung Deines neuen Produktes oder eine langfristige Bindung Deiner Kunden, das E-Mail-Marketing ist nach wie vor vorne mit dabei und sollte in keiner Marketing-Strategie fehlen. Eine gute CRM-Plattform kann Dich außerdem dabei unterstützen, Deine E-Mail-Marketing-Strategie im Auge zu behalten. Das Beste daran: Ist die E-Mail-Strategie einmal definiert und angelegt, arbeitet sie (mithilfe von Automatisierung) ohne viel zusätzlichen Aufwand und sorgt für eine durchgehende Kundenkommunikation und stärkere Kundenbindung innerhalb Deiner Zielgruppe.

Das erwartet Dich auf der OMT Konferenz 2021


OMT Konferenz in Mainz

Die OMT Konferenz 2021 – das erwartet Dich!

Online Marketing ist Deine Welt? – Dann darfst Du die OMT Konferenz 2021 am 12. November 2021 in Mainz nicht verpassen. Wie bereits in unserem Artikel zu den sechs Online Konferenzen, die Du in Jahr 2021 wieder besuchen kannst angeteasert gibt es 2021 einige Live-Konferenzen – die OMT Konferenz 2021 ist eine davon. 

Am 12. November ist es wieder soweit! Die OMT Konferenz startet live durch. Einen Tag lang dreht sich in drei Räumen alles um die Welt des Online Marketings! Neben Expertenvorträgen und Live-Analysen steht zudem das interaktive Networking im Fokus der Konferenz. Die Konferenz ist hybrid gestaltet, sodass du live vor Ort oder auch am Livestream zuhause teilnehmen kannst. Und eins schon vorab: Egal, ob online oder vor Ort, die Teilnehmer werden interaktiv miteinbezogen! 

Für wen ist die Konferenz gedacht?

Für alle, die … 

  • … neue Marketing-Trends entdecken und ihr Unternehmen durch Marketing auf das nächste Level pushen wollen. 
  • … sich mit den aktuellen und relevantesten Themen beschäftigen möchten, um den Anschluss im Online Marketing nicht zu verpassen.  
  • … wissen wollen, wie sie ihre vorgenommenen Marketing-Ziele realisieren können.  

Egal ob Agenturen, Unternehmen oder Freelancer: Der OMT ist für alle gedacht, die gemeinsam die Schritte gehen für ein zukunftsfähiges und erfolgreiches Online Marketing. 

Das erwartet Dich auf der OMT

Auf der OMT Konferenz erwartet Dich Insiderwissen kombiniert mit Expertenwissen. Durch mehr als 20 Vorträge erhältst Du direkte Einblicke in die Arbeitsweisen der Branche. Die Profis teilen mit Dir ihr Insiderwissen und Know-how, damit Du neues Wissen generieren und Deine eigenen Fähigkeiten im Bereich Online Marketing ausbauen kannst.  

Neben den Vorträgen gibt es zudem Live-Analysen, bei denen acht Experten live Webauftritte in der OMT-Website Clinic analysieren. Zudem ist dem OMT ein interaktives Networking zwischen allen Konferenzteilnehmern wichtig. Im Nachgang stehen alle Aufzeichnungen der Konferenz zur Verfügung und für eine After-Party ist ebenfalls gesorgt.  

Alle Programmpunkte finden in drei unterschiedlichen Räumen statt, in denen parallel drei Vorträge zu den verschiedenen Themen präsentiert werden. Du kannst entscheiden, welches Thema und welcher Vortag für Dich relevant ist, Dich am meisten anspricht und Dir den größten Mehrwert bietet. Es ist möglich nach dem Konferenztag alle Vorträge aus jedem Vortragsraum nachzuhören. Du verpasst also nichts und kannst am meisten von der Konferenz mitnehmen. 

Welche Vorkenntnisse werden bei der OMT erwartet? 

Es sind alle willkommen. – Die Konferenz ist breit aufgestellt, sodass sie für Anfänger, Fortgeschrittene und Experten geeignet ist und einen Mehrwert bietet. Um dies sicherzustellen, sind die Programmpunkte mit kleinen Hinweisen versehen, die die empfohlenen Vorkenntnisse visualisieren. Vorträge wie „Wie Du Deinen Content in Social Media perfekt recycelst“ oder „Mit Webinaren zu mehr Leads und Umsätzen“ sind für alle Teilnehmer ausgelegt. Spezifischere, wo ein paar Vorkenntnisse benötigt werden, sind „PR und SEO: Eine unschlagbare Allianz“, 12 bewährte Tipps für Deinen erfolgreichen Instagram-Auftritt“ und „Die 5 häufigsten Trackingprobleme im CrossChannel und wie sie zu lösen sind“. Experten können sich mit Vorträgen wie „Google Shopping Hacks: Mit intelligenten Produkten mehr Umsatz“ oder „Tracking ist nicht kaputt – es muss sich nur verändern!“ informieren und neues Wissen sammeln.  

Weitere Informationen hierzu findest Du auf dem OMT-Timetable oder hier

Die Highlights der OMT Konferenz für Dich zusammengefasst

Der OMT ist eine Konferenz für alle Interessierten der Digitalen Welt und des Online Marketings. Einen Tag lang geht es um die neusten Trends der Branche. Insider- und Expertenwissen wird durch mehr als 20 Vorträge geteilt und Networking ist ebenso ein Teil der OMT Konferenz. Ein spannendes Programm mit Themen zu SEO, Social Media, Content, Sales und vieles mehr werden von Referenten wie Chris Wübbeler, Stefan Godulla, Christina Miedl, Andrea Claudia Delp sowie vielen weiteren präsentiert.  

Nichts wie los! Sei auch Du mit dabei bei der OMT Konferenz 2021! 

Die 10 häufigsten Google Ads Fehler

 

Google-Ads-Fehler

Werbung über Google Ads kann Deine Umsätze enorm steigern, sie muss nur richtig eingesetzt werden. Ein Google Ads Konto ist schnell erstellt und Anzeigen lassen sich auch sehr unkompliziert anlegen. Doch wenn bestimmte Grundeinstellungen oder Regeln nicht eingehalten werden, kann Suchmaschinen-Werbung auch schnell zu einer Geld-Verbrennungs-Maschine werden.

Jedem Werbenden sollte im Vorfeld klar sein, dass Google ein natürliches Interesse daran hat, dass Du als Kunde mehr Geld ausgibst.

Das sollte sich jeder Google Ads-Nutzer immer wieder vor Augen führen und lernen, die automatischen Vorschläge von Google Ads zur Accountoptimierung zu hinterfragen. Hier findest Du eine Übersicht an Fehlern, die Du bei der Arbeit mit Google Ads machen kannst und die es zu vermeiden gilt.

1. Google blind vertrauen

Hinterfrage jederzeit, ob die Einstellungen, die Du vorgenommen hast, auch die Geeigneten für Dich und Deine Werbeziele sind. Denn leider ist es in erster Linie das Ziel von Google, mehr Klicks für Dich zu generieren – koste es, was es wolle. Auf den ersten Blick mag sich das vielleicht ganz gut anhören.

Doch wenn Du weiter drüber nachdenkst, bringen Dir mehr Klicks nur dann etwas, wenn Du dadurch auch mehr Umsatz und Gewinn erwirtschaften kannst.

Relevanz ist in diesem Zusammenhang – und in vielen weiteren Punkten – das Stichwort.
Du solltest Dich immer Folgendes fragen: Was bringt mir der Klick? Verursacht er eventuell nur Kosten? Entsteht daraus ein zahlender Kunde oder kann damit vielleicht ein anderes gesetztes Ziel erreicht werden, wie zum Beispiel eine Newsletter-Anmeldung?

2. Keine Ziele, kein Plan

Zu Beginn solltest Du Dir die Frage stellen, was Du überhaupt mit Deiner Google Ads Kampagne erreichen willst, denn das kann sich entscheidend auf die Struktur Deiner Kampagne auswirken.

Überlege Dir also vorher, was Deine Ziele sind und haltet diese fest, damit Du sie Dir regelmäßig zur Überprüfung vor Augen führen kannst.

Auf diese Weise kommst Du wahrscheinlich auch gar nicht in die Verlegenheit, den Google Ads-Fehler Nummer 3 zu begehen.

Keine Ziele. Kein Plan

3. Keine Struktur

Ordnung muss sein – denn Chaos und eine fehlende Struktur wirkt sich negativ auf Deine Kampagnenrelevanz aus.

Achte penibel darauf, dass Kampagne und Anzeigengruppen thematisch und das Ziel betreffend gut zusammenpassen. Je allgemeiner und aufgeblähter eine Anzeigengruppe ist, umso geringer ist die Relevanz aus Google-Sicht, aber auch aus User-Sicht.

Gestalte Deine Anzeigengruppen so granular wie möglich und halte Deine Keyword-Sets übersichtlich – in einer Anzeigengruppe sollten maximal 10-20 passende Keywords vorhanden sein.

Mehr Keywords würden sich nur negativ auf Deine Relevanz auswirken und die Grenzen zwischen den Anzeigengruppen beginnen unweigerlich zu verschwimmen. Außerdem müsstest Du so zwangsläufig die Anzeigentexte schwammiger gestalten, womit wieder die Relevanz sinkt, und die Gefahr zunimmt, dass User ihren Besuch auf Deine Seite/Shop schnell wieder abbrechen, da sie nicht das passende Produkt beziehungsweise die passende Dienstleistung gefunden haben. Dieser „Relevanz-Teufelskreis“ muss nicht sein.

Wähle Deine Keywords also mit Bedacht und verzichtet auf zu generische Begriffe, die schnell irrelevant werden können.

4. Falsche Nutzung der Keyword-Optionen

Da wir gerade beim Thema Keywords waren, machen wir gleich mit den Keyword-Optionen – auch Match-Types genannt – weiter. Diese werden auch sehr häufig falsch oder unzureichend genutzt. In vielen Fällen besteht ein Keyword-Set fast ausschließlich aus Broad-Begriffen (weitgehend passend), was eine zielgerichtete Ausrichtung der Kampagnen so gut wie unmöglich macht, da dieser Match-Typ sehr ungenau ist.

Grundsätzlich solltest Du auf eine gesunde Mischung der Keyword-Optionen achten und nicht vergessen, negative Keywords einzubuchen, sprich Begriffe auszuschließen, für die Deine Anzeigen nicht erscheinen sollen. Außerdem solltest Du vorher unbedingt das Suchvolumen der einzelnen Keywords checken, da es sich um ein weiteres hilfreiches Auswahlkriterium handelt. Hier gelangst Du zu unserem 1×1 der Nachfrageanalyse.

5. Klickpreise nicht anpassen

Du solltest genau wissen, wieviel Dir ein Klick wert ist, da dieser untrennbar mit Kosten verbunden ist – ganz egal, ob der User etwas gekauft/abgeschlossen hat oder nicht.

Ein Nicht-Anpassen der CPCs kann schnell empfindlich teuer werden, besonders wenn Du Dich in einem stark umkämpften Branchen-Bereich bewegst. Die Kosten sollten den Ertrag auf keinen Fall übersteigen.

6. Vermischen von Such- und Displayanzeigen

Dieser Fehler wird häufig begangen, da Google diese Option standardmäßig einstellt und Unwissende diese Vorauswahl wahrscheinlich einfach übernehmen, um schneller starten zu können. Dies führt unter anderem dazu, dass einige Funktionen nicht aufrufbar sind, da diese nur in einem von beiden Netzwerken verfügbar sind.

So werden Dir nicht nur die Möglichkeiten einer gezielten Optimierung genommen, sondern Du kannst auch nicht das volle Kampagnen-Potential ausschöpfen, da Du sozusagen zwischen den Stühlen sitzt.

Gerade deswegen ist es sehr wichtig zu wissen, dass sich beide Netzwerke charakteristisch stark voneinander unterscheiden. Während das Suchnetzwerk der Intention des Suchenden folgt und sehr genau ausgerichtet werden kann, ist das Display-Netzwerk vielmehr ein Push-Instrument. Bei Letzterem sind die Ausrichtungsmöglichkeiten deutlich eingeschränkter.

Eine erfolgreiche Google Ads-Kampagne sollte also immer entweder Such-Anzeigen oder Display-Anzeigen enthalten, aber nie beides gleichzeitig.

7. Fehlendes Conversion-Tracking

Ohne Conversion-Tracking weißt Du nicht, welchen Erfolg Du mit Deiner Google Ads-Kampagne erzielst.

Ist dies der Fall, gibt es schlichtweg keine Daten, auf deren Basis Du die Kampagne optimieren und/oder in Erfahrung bringen kannst, ob Deine gesetzten Ziele auch erreicht werden.

8. Keine Einrichtung von Targeting- & Gebotsfunktionen

Besonders für lokale Unternehmen ist es wichtig, die Zielgruppe zu kennen und die Anzeigen an das nähere Umfeld anzupassen.

So macht es zum Beispiel für die Bäckerei um die Ecke überhaupt keinen Sinn, Anzeigen deutschlandweit auszustrahlen, wenn vor allem auf Laufkundschaft und Kunden aus der näheren Umgebung gebaut wird.

Stellt Du dagegen fest, dass Dein Angebot in bestimmten Regionen oder Städten besonders gut angenommen wird, lässt sich das Gebot entsprechend prozentual anheben und natürlich auch umgekehrt.

Standort

Gerne wird auch die Gebotsfunktion für einzelne Segmente, sprich PCs, Tablets und Smartphones vergessen.

Zum Beispiel gibt es leider immer noch genügend Unternehmen, die keine responsiven Webseiten anbieten oder deren Umsetzung mangelhaft ist. Wenn also ein mobiler User auf Deine Anzeige klickt und feststellt, dass die Webseite nicht Smartphone-freundlich ist, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit wieder abspringen – für den Klick hast Du aber trotzdem gezahlt.

Stellst Du also fest, dass Deine Seite mobil schlecht konvertiert, so hast Du die Möglichkeit, das Gebot für mobile Geräte um bis zu 100% zu senken. Genauso kannst Du den mobilen Traffic aber auch dementsprechend fördern, wenn er gut konvertiert.

9. Langweilige Anzeigentexte ohne Bezug auf die Keywords

Du solltest nie vergessen oder unterschätzen, dass die Texte Deiner Anzeigen der einzige direkte Kontakt zu den Suchenden sind.

Versuche also so gut es geht, die Intention der Suchenden vorauszuahnen und gestalte Deine Anzeigentexte anhand dieser relevanten Keywords.

So ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der User einen Bezug zu seiner Suchanfrage und Deinem Angebot herstellen kann und auf die Anzeige klickt.

Langweilige Texte

10. Keine Anzeigenerweiterungen

Keine Anzeigenerweiterungen zu verwenden ist Fehler Nummer 10 auf unserer Liste.

Verwendest Du keine Anzeigenerweiterungen, werden Deine Anzeigen möglicherweise weniger gut wahrgenommen, da sie weniger Platz einnehmen als Anzeigen mit Erweiterungen.

Mit Anzeigenerweiterungen kannst Du dem Nutzer weitere Informationen und dadurch einen Mehrwert bieten. So kannst Du beispielsweise ganz einfach Sitelinks, Anruf oder Standort-Erweiterungen verwenden, um Deine Anzeigen zu verbessern und so die Klickrate zu erhöhen.

Fazit

Eine saubere, übersichtliche Struktur ist für eine zielgerichtete Optimierung des eigenen Google Ads Kontos unerlässlich. Schließlich willst Du Dich in dem Konto zurechtfinden, was bei der Auswertung der verschiedenen Kennzahlen von Vorteil ist, aber dein Konto auch durch richtige Handhabung in einen profitablen Marketingkanal verwandelt.

Dass Google Ads ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit erfordert, hast Du durch die hier dargestellte Auswahl an häufig begangenen Fehlern mitbekommen: Falls Du Fragen haben solltest, wie Du Google Ads effektiver nutzen kannst, kannst Du Dich bequem in unseren Kalender einbuchen. In einem ersten Online Meeting erfahren wir gerne mehr über Deine Herausforderungen und entscheiden dann gemeinsam, wie wir am besten fortfahren.

eLetter November 2021

Wir liefern die wichtigsten News aus dem Online Marketing, einen Business Tipp, einen Business Hack sowie ein Insight aus unserer Agentur.

Die wichtigsten News aus dem Online Marketing

  1. Googles Continuous Scrolling: Was verändert sich aus SEO-Sicht?
  2. Neuer Name, neues Image – Der Facebook Relaunch
  3. Was wirklich hinter dem neuen YouTube-Algorithmus steckt
  4. Die Top 10 Onlineshops in Deutschland
  5. Wie Du Hashtags auf LinkedIn richtig einsetzt

Googles Continuous Scrolling: Was verändert sich aus SEO-Sicht?

Das nahtlose Blättern zwischen den Suchergebnisseiten auf Google hat begonnen. Auswirken soll sich das sogenannte Continuous Scrolling auf die Nutzung der User-Suche und damit auch auf organische Klicks und Impressionen. Dadurch verändert sich unter anderem auch die Suchmaschinenoptimierung: Durch das Entfallen des Blätterns schwinden die bisher hart umkämpften Top-10 Suchergebnisse auf Google. Bezugnehmend auf die User Experience ist das Continuous Scrolling in erster Linie als positive Entwicklung zu betrachten, da auf diesem Wege die Vielfalt der Treffer unterstützt wird und einzelne Ergebnisse dafür weniger Aufmerksamkeit erhalten. Vorerst wird das Update im englischsprachigen Raum getestet. Beitrag lesen

Neuer Name, neues Image – Der Facebook Relaunch

Facebook, Instagram und WhatsApp sollen zukünftig von einer Muttergesellschaft unter neuem Namen geführt werden. Ziel der Umbenennung soll ein Imagewandel sein, so Zuckerberg. Der Name selbst allerdings ist (noch) ein streng gehütetes Geheimnis. Das Unternehmen will in den kommenden fünf Jahren neue hoch qualifizierte Arbeitsplätze schaffen, um die virtuelle Welt „Metaverse“ aufzubauen. Facebook solle dann als Firma, nicht mehr als Social Media Kanal wahrgenommen werden. Beitrag lesen

Was wirklich hinter dem YouTube-Algorithmus steckt

YouTube hat ein neues Video mit Antworten zu mehrfach gestellten Fragen zum Algorithmus veröffentlicht, da dieser insbesondere für Creator häufig ein Rätsel ist/war. Fälschlicherweise gehen einige Nutzer von einer Algorithmus-Veränderung aus, doch in dem veröffentlichten Video erklärt ein Product Manager für YouTube Discovery das Update: User sollen sich demnach nicht wundern, wenn teils veraltete Videos innerhalb ihres Feed angezeigt werden. YouTube versucht damit seinen Usern maßgeschneiderten Content auszuspielen und dem bisherigen Ungleichgewicht im Empfehlungssystem entgegenzuwirken. Beitrag lesen

Die Top 10 Onlineshops in Deutschland

Die Corona-Pandemie hat dem E-Commerce-Markt in Deutschland einen deutlichen Schub verliehen. Im vergangenen Jahr konnte ein Umsatz von 72,8 Milliarden Euro verzeichnet werden – ein Anstieg von rund 23% im Vergleich zu 2019. Und auch 2021 dürften sich die positiven Entwicklungen des Onlinehandels steigern. Statista erfasst bereits seit 2009 Daten zum E-Commerce Markt und hat eine Infografik zu den Top 10 Onlineshops in Deutschland erstellt. Beitrag lesen

Wie Du Hashtags auf LinkedIn richtig einsetzt

Hashtags wurden auf der Business-Plattform bisher mitunter als unpassend angesehen, dennoch beeinflussen sie Follower-Zahlen, Reichenweiten oder Engagement Steigerungen. Grundsätzlich funktionieren Hashtags auf LinkedIn wie in anderen sozialen Netzwerken und dienen der Segmentierung von Beiträgen. Du kannst anhand eigener Hashtags Deine Marke festigen, Dein Unternehmen als Experte für relevante Themen etablieren und sie für zielorientiertes Employer Branding einsetzen. Nutzer können so Deinen Content effizienter finden oder die Plattform nach speziellen Themen durchforsten. Überlege Dir Vorab, welche Themenfelder Du abdecken möchtest und lege Dich dabei auf bis zu fünf Hashtags fest. Alles in allem ist es wie in vielen Bereichen: Setze auf Qualität anstatt Quantität! Beitrag lesen

Business Tipp: Tool-Update bei Canva 

Canva ist eine Grafikdesign-Plattform für die Erstellung von visuellen Inhalten. Sie beinhaltet Vorlagen, Schriftarten, kostenlose Bilder und Grafikelemente, die von den Usern verwendet werden können. Ob Social-Media-Grafiken, Poster oder Slides, mit Canva kannst Du Deine Ziele (meist) erreichen. Seit kurzem bietet Canva auch neue Funktionen an, welche die Arbeit mit Videos unterstützen: Dazu gehören unter anderem Video-Übergänge, eine eigene Timeline und eine handliche Audio-Funktion.

Business Hack: 3 Tipps für qualitatives Content Marketing

  1. Berücksichtige SEO bei der Erstellung

Bei der Content Erstellung sollte SEO immer bereits zu Beginn der Texte berücksichtigt werden. Beachte dabei relevante Faktoren wie Keywords und URLs und vermeide Duplicate-Content.

  1. Recycle alte Inhalte und optimiere sie

Interessante, aber zurzeit nicht aktuelle Inhalte, kannst Du recyclen und mit einem Update versehen. Wenn Du es dann noch schaffst diese qualitativ zu optimieren, erhältst Du neue Munition für erfolgreichen Content.

  1. Investiere Zeit in die Verbreitung Deiner Inhalte

Publisher empfehlen, 20% Deiner Zeit in die Content Produktion und 80% in die Distribution zu stecken. Bei 2 Stunden Artikelerstellung solltest Du dann 8 Stunden Zeit für das Seeding einplanen.

Mehr dazu auf unserem LinkedIn Profil

Agentur Insight: Offsite-Meeting am Sylvensteinspeicher

Im Rahmen unseres jährlichen Offsite-Meetings am Sylvensteinstausee, haben wir gemeinsam als Team an allumfassenden und strategischen Themen gearbeitet. Um unsere Teamfähigkeiten weiter auszubauen, sind wir mittels kleiner Challenges gemeinsam und gegeneinander angetreten. Von Ratespielen über Geschwindigkeit bis hin zu Geschicklichkeit und Kreativität war die Palette an Aufgaben vielseitig ausgelegt. Nun „back at office“ versuchen wir das gelernte umzusetzen und gemeinsam die besten Lösungen für unsere neuen Projekte zu finden.

Employer Branding – Der „War-for-Talent“ im B2B

Employer Branding

„War-for-Talent“ bezeichnet den Kampf eines Unternehmens, passende und qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Dieser Kampf verstärkt sich zunehmend durch den branchenübergreifenden Fachkräftemangel. Doch was hilft gegen diese Problematik? Die Lösung liegt im Employer Branding, bei dem sich ein Unternehmen als Arbeitgeber nach innen und außen positioniert. 

Employer Branding im B2B-Bereich – was ist das eigentlich? 

Employer Branding umfasst den Prozess und alle Maßnahmen bei denen eine Arbeitgebermarke aufgebaut wird, um ein attraktives, einheitliches und glaubwürdiges Bild nach innen und außen zu vermitteln. Gerade im B2B-Bereich stellt dies eine große Herausforderung dar, da Produkte und Dienstleistungen weniger emotional besetzt sind. In erster Linie sollte deswegen vermehrt auf andere Methoden zurückgegriffen werden. Zielgruppen des Employer Branding sind neben der Öffentlichkeit und den künftigen Mitarbeitern auch die aktuellen Mitarbeiter. So wird sichergestellt, dass die Anreize nicht nur nach außen für Young Professionals geschaffen und kommuniziert werden, sondern auch die bereits aktiven Mitarbeiter sich mit dem Unternehmen, den dazugehörigen Werten und Zielen identifizieren und dadurch motiviert werden. Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass das Employer Branding seinen Fokus auf die Ansprache potenzieller Mitarbeiter setzt. Als sekundäres Ziel des Employer Branding kann die Ausstrahlungskraft auf anderen Märkten genannt werden.  

Für die Umsetzung der primären und sekundären Ziele werden die Aktivitäten und Tools des klassischen Marketings verwendet, die sich gezielt auf das Unternehmen als Arbeitgeber fokussieren. Die Grundlage für das Employer Branding bildet die Arbeitgebermarke, in welcher der Arbeitgeber seine individuellen Werte und Ziele an die Öffentlichkeit vermittelt. Entscheidend für die Wirksamkeit und Qualität des Employer Branding im B2B-Bereich ist eine einheitliche und konsistente Kommunikation, wobei es als strategische Aufgabe des gesamten Unternehmens betrachtet werden muss. Die Arbeitgebermarke sollte in der gelebten Identität des Unternehmens verankert sein, um nachhaltig, widerspruchsfrei und wirkungsvoll zu sein.  

Inhalte des Employer Branding 

Laut der Brand-Trusts Employer Branding Studie ist für 53% der Arbeitnehmer entscheidend, dass ihre Werte mit denen des Unternehmens übereinstimmen. Daher müssen beim Employer Branding diese auch kommuniziert und vermittelt werden. Work-Life-Balance, Karrierechancen und Weiterbildung reichen als Buzzwords und Maßnahmen hierbei nicht aus, da sie alleinstehend keine ausreichende Differenzierung zu anderen Arbeitgebern ermöglichen. Vielmehr sollen Einmaligkeit, Auszeichnungsmerkmale, Stärken und Werte des Unternehmens thematisiert werden, bei denen eine Identifikation stattfinden kann. 

Tipps für ein erfolgreiches Employer Branding und eine starke Arbeitgebermarke

Im Folgenden haben wir fünf Tipps eines erfolgreichen Employer Branding und einer starken Arbeitgebermarke festgehalten: 

  1. Bewusstsein für die eigene Marke aufbauen  

Jede erfolgreiche Employer Branding Kampagne beginnt mit der eigenen Identität. Eine gute Arbeitgebermarke entsteht aus einer klaren Positionierung des Unternehmens und wird erfolgreich, wenn Ist- und Soll-Zustand übereinstimmen. Um eine starke, eigene Identität zu finden, gilt es zunächst die Besonderheiten, Unterschiede und Abgrenzungen von anderen, vor allem Mitbewerbern, herauszuarbeiten. Hierfür können neben einer ausführlichen SWOT-Analyse die neun nachfolgenden Fragen hilfreich sein und weiteren Aufschluss über die eigene Arbeitgebermarke geben:  

  • Wie sehen uns unsere Mitarbeiter und warum? 
  • Woraus besteht unser aktuelles Arbeitgeberimage? 
  • Warum sollten unsere Mitarbeiter bei uns beschäftigt bleiben wollen? 
  • Durch welche Merkmale zeichnen wir uns gegenüber Mitbewerbern aus? 
  • Wie können wir uns noch klarer gegenüber dem Mitbewerber positionieren? 
  • Welche Talente/neue Arbeitnehmer möchten wir für uns gewinnen?  
  • Welche sind unsere Zielgruppen? 
  • Wirken wir auf diese Zielgruppen attraktiv? 
  • Was finden diese Zielgruppen attraktiv? 
  • Wo können wir diese Zielgruppen erreichen und wie? 

Auf Basis dieser Fragen und einer ausführlichen SWOT-Analyse lässt sich eine Strategie entwickeln, die Zielgruppen, Kernbotschaften und kreative Leitidee festhält. Dies stellt das Fundament für die spätere Umsetzung in Form von einzelnen Kampagnen und Maßnahmen dar.  

  1. Die Mitarbeiter in den Prozess mit einbeziehen 

Um eine authentische Arbeitgebermarke kommunizieren zu können, ist es wichtig, dass die Mitarbeiter beachtet und mit einbezogen werden, vor allem im Bereich der eigenen Marke, Werte und Ziele. Um hier eine reibungslose und erfolgreiche Zusammenarbeit sicherzustellen, sind eine transparente interne Kommunikation, Offenheit für Kritik sowie Verbesserungsvorschläge ausschlaggebend. Bevor das Employer Branding nach außen kommuniziert wird, muss es nach innen verankert, gedacht und gelebt werden. Das nach außen transportierte Image muss mit der Identität übereinstimmen, daher zielt das interne Employer Branding darauf ab, die bestehenden Mitarbeiter langfristig zu motivieren, zu fördern und zu binden. Ebenso sind bestehende Mitarbeiter glaubwürdige und authentische Markenbotschafter, die online und offline für das Unternehmen werben können. 

B2B Employer Branding
  1. Zielgruppen analysieren und definieren 

Da beim Employer Branding nach außen und innen kommuniziert werden soll, gibt es diverse Zielgruppen, die angesprochen werden. Diese gilt es in einem ersten Schritt zu identifizieren und zu definieren, wie beispielsweise bestehenden Mitarbeiter oder potenzielle Arbeitnehmer. Bei exakt definierten und abgegrenzten Zielgruppen werden nur die Arbeitskräfte erreicht, die auch angesprochen werden sollen und dem Unternehmen sowie den Anforderungen entsprechen.

  1. Den passenden Maßnahmenmix finden und einsetzten 

Genauso wie im Marketing gibt es auch beim Employer Branding eine Vielzahl von möglichen Maßnahmen, sie gehen von Anzeigen, über Hochschulmarketing bis hin zu Social Media. Es gilt die passenden Maßnahmen für die jeweiligen Zielgruppen ausfindig zu machen und zu kombinieren. Entscheidend beim Maßnahmenmix ist vor allem eine konsistente Kampagne, die sich aus unterschiedlichen Bausteinen zusammensetzt und dabei zum Unternehmen, den Mitarbeitern, den vorhandenen Ressourcen und dem Budget passt. 

Eine Auswahl an möglichen Werkzeugen: 

  • Karriereseite auf Facebook 
  • YouTube-Kanal mit Imagevideos 
  • Business Netzwerke wie LinkedIn und Xing 
  • Messen und Hochschulveranstaltungen 
  1. Synergien innerhalb des Unternehmens nutzen 

In vielen Unternehmen ist das Employer Branding der HR-Abteilung zugehörig. Was zunächst sehr naheliegend ist, da sie für das Recruiting und Besetzten der offenen Stellen verantwortlich sind. Für ein erfolgreiches Employer Branding ist eine übergreifende Strategie erforderlich, in der die Synergien innerhalb des Unternehmens genutzt werden. Hierfür wird vor allem die Marketing- und Kommunikations- oder PR-Abteilung mit einbezogen. Für ein strategisch erfolgreiches Employer Branding ist außerdem eine zielorientierte Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen von großer Relevanz, um Synergien optimal nutzen zu können und eine nahtlose Integration in die bestehende Unternehmenskommunikation zu ermöglichen.  

Fazit

Employer Branding ist eine Disziplin, die in den letzten Jahren vor allem durch den Fachkräftemangel immer mehr in den Fokus gerückt ist. Seitdem muss nicht nur der Bewerber das Unternehmen von sich überzeugen, sondern umgekehrt, auch das Unternehmen sich um neue Mitarbeiter bemühen und optimal nach außen positionieren. Für eine aussagekräftige und überzeugende Arbeitgebermarke mit dem Ziel eines erfolgreichen Employer Branding im B2B-Bereich ist es vor allem entscheidend, sich seiner Identität bewusst zu sein, die Mitarbeiter mit einzubeziehen, die Zielgruppen zu kennen und vorhandene Synergien innerhalb des Unternehmens zu nutzten. Alles in allem gilt beim Employer Branding im B2B-Bereich die goldene Regel: „Authentisch sein – innen und außen!“.