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Wie erstelle ich die perfekte Landingpage

Wozu sind Landingpages überhaupt gut?

Eine Landingpage ist eine extra erstellte Marketingseite, um ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung zu bewerben und Antworten auf eine gezielte Nutzeraktion zu liefern. Der wesentliche Zweck einer Landingpage ist es jedoch, den Conversion Prozess abzukürzen.

Wenn sie richtiggemacht ist, dann führt sie den Besucher, der aus einer bestimmten Motivation dorthin gelangt ist, zu einem nächsten sinnvollen Schritt. Das kann die Eingabe der E-Mailadresse, das Ausfüllen eines Formulars oder gar die Lead-Generierung sein. Es geht bei der Landingpage also darum, den Besucher zu einer Aktion zu animieren, die zu mehr Umsatz führt. Denn beim Betreten keiner anderen Seitenkategorie ist die Kaufabsicht des Besuchers schon so weit gediehen wie beim Aufruf einer Landingpage!

Elemente einer guten Landingpage

Klickt ein Nutzer beispielsweise auf ein Banner oder eine Google Adwords Werbung, die ein Smartphone vom Typ XY bewerben, dann erwartet er auf der Landingpage eine Produktbeschreibung zu genau diesem Modell sowie ein aktuelles Angebot. Die richtige Positionierung und Ausrichtung der Inhalte auf die Zielgruppe ist dabei das A und O!

Eine gute Landingpage sollte eine klare Struktur aufweisen, der der Besucher ohne Schwierigkeiten folgen kann, um die Informationen zu erhalten, die er sucht.

Dazu gehören folgende Elemente:

                                                            Quelle: http://bitly.com/LPbaukasten

– Logo:

Ein gut durchdachtes sowie hochqualitatives Logo-Design sollte den Wiedererkennungswert erhöhen und alles in sich vereinen, wofür das Unternehmen steht. Das Logo ist der Ankerpunkt einer jeden Landingpage, das Vertrauen schafft und das Unternehmen klar von der Konkurrenz abhebt.

– Überschrift & Unterüberschrift:

Erfahrungsgemäß entscheidet ein Leser in wenigen Sekunden, ob ihn ein Angebot interessiert und er sich weiter damit befassen möchte. Ähnlich wie sich Printmedien am Zeitungskiosk über ihre Schlagzeile verkaufen, ist die Headline auch zentraler Eye-Catcher einer Landingpage. Sie soll dem Besucher kurz und bündig mitteilen, was ihn auf der Seite erwartet. Der Besucher muss das Gefühl bekommen, dass er auf der richtigen Seite gelandet ist und genau das findet, wonach er gesucht hat – im Optimalfall bestätigt sie ihm auch genau das.

Ein Hinweis darauf kann die wiederholte Verwendung der Keywords aus der Anzeige, über die der Besucher kam, liefern. Die Subline dient dazu, den größeren Zusammenhang herzustellen. Eine gut strukturierte Seite sollte also knackige Head- und Sublines mit Themenbezug verwenden, die zudem emotional ansprechend sind.

– Hero Shot:

Verwende ein gutes Foto, das das Produkt/Angebot von seiner Schokoladenseite zeigt, denn das Auge isst immer mit! Falls es mit der Zielgruppe vereinbar ist, kann mit einem tollen Produktfoto auch eine Geschichte zum Produkt erzählt werden, wodurch starke Emotionen geweckt werden können.

– Einleitung:

Hier findet der Besucher eine kurze Erklärung zum Produkt/Angebot, wobei der wichtigste Nutzen hervorgehoben werden muss. Headline und Einleitung sollen den Besucher abholen und dazu anregen unbedingt weiterlesen zu wollen – auch hier wird eine Wiederholung der Keywords aus der Anzeige empfohlen.

– Darstellung der UVPs (Unique Value Proposition):

Hier sollte kurz und knapp verdeutlicht werden, warum sich der Seitenbesucher genau für das Produkt/Angebot entscheiden sollte. Welchen konkreten Nutzen erhält er durch dieses Angebot und was bietet es ihm? Der Interessent sollte dabei allerdings nicht mit zu vielen Versprechungen durcheinandergebracht werden. Beschränkt euch auf die wirklichen Besonderheiten und sorgt dafür, dass diese schnell erfasst werden können.
Die 5 Ws (Was, Wer, Wo, Wann und Warum) können hier als Orientierung dienen.

– Preis:

An dieser Stelle wird auf den Preis und seine Gestaltung eingegangen. Diese Information darf unter keinen Umständen fehlen, da sie maßgeblich an der Kaufentscheidung des potenziellen Kunden beteiligt ist! Aus psychologischer Sicht ist es außerdem wichtig zu erklären, wie der Preis zustande kommt – zum Beispiel anhand des Originalpreises und der Reduzierung.

– Call-to-Action Element:

Das Call-to-Action Element sollte auffällig gestaltet sein und zu einer Handlung animieren. Zum Beispiel auf einen Button zu klicken oder ein Formular auszufüllen. Dieser Aufforderung sollte der Besucher ganz leicht nachkommen können, ohne sich zum Beispiel vorher umständlich registrieren zu müssen. Von großer Bedeutung ist außerdem die Platzierung der Aufforderung im direkten Blickfeld. Wichtig ist auch die Beschriftung, da Schriftzüge wie „Bestellen“ oder „Anfordern“ eventuell abschreckend wirken können, da sie sehr verbindlich klingen. Besser ist es hier eine klare Message zu senden, indem man Hinweise wie „kostenlos Anfordern“ oder „unverbindliches Angebote einholen“ verwendet.

– Reason Why:

An dieser Stelle möchte der Leser triftige Argumente geliefert bekommen, die seine Entscheidung maßgeblich beeinflussen. Je nach Zielgruppe kann man hier auf Statistiken, Grafiken, Berichte etc. zurückgreifen – Hauptsache überzeugend!

– Funktionsprinzip:

An dieser Stelle sollten die wichtigsten Infos zum Produkt kurz und bündig zusammengefasst sowie die Funktionsweise erklärt werden. Illustrationen und Videos sind dabei eine große Hilfe, um schnell und einfach zu erklären.

– Trust-Elemente:

Die Leser eurer Landingpage werden sich früher oder später fragen „Warum sollte ich denen vertrauen?“. Es sollte also unbedingt euer Bestreben sein Vertrauen auf- und vor allem auszubauen; denn Vertrauen ist eines der stärksten psychologischen Motive für eine Kaufentscheidung! Neben einem professionellen und klar strukturierten Webauftritt können zum Beispiel das Veröffentlichen von Siegeln, redaktionellen Zertifikaten oder auch Facebook-Likes weitere Elemente sein, die Vertrauen schaffen und ein Gefühl von Sicherheit vermitteln.

– Testimonials:

Kunden kaufen nicht gerne die Katze im Sack – stellt dem potentiellen Kunden „Kenner“ vor, die das Produkt bereits ausprobiert haben. Hier ist es wichtig, dass dies auf authentische Weise geschieht, um glaubwürdig zu bleiben. So sollten beispielshalber stets Vor- und Nachteile des Produktes genannt werden und den Texten sollte man auch anmerken, dass sie von Besuchern für Besucher verfasst wurden.

Wie kann man seine Landingpage optimieren?

Grundsätzlich ist eine Ausrichtung der Inhalte auf eine emotionale Ebene der beste Weg in das Gehirn der Kunden, da viele unserer (Kauf-)Entscheidungen auf rein emotionaler Ebene getroffen und dann im Nachhinein durch unseren Verstand begründet werden. Eine gute Landingpage sollte also emotional ansprechende aber gleichzeitig auch auf das Wesentliche reduzierte Inhalte liefern, da die Landingpage das Erste ist, was ein potentieller Kunde nach dem Klick auf ein Werbemittel angezeigt bekommt.

Drei bis vier Zeilen Fließtext sind fast immer ausreichend und Listen mit den Vorteilen des Produkts/Angebots wirken ebenfalls übersichtlicher, als lange Fließtexte. Das Angebot sollte also nicht zu ausschweifend sein und nie so wirken, dass man sich intensiv mit der Seite auseinandersetzen müsste, um den Inhalt aufzunehmen. Dieser sollte einseitig präsentiert werden können – das heißt, alles Wichtige muss im direkten Blickfeld des Besuchers liegen, ohne das gescrollt werden muss.

Vor allem das alles entscheidende Call-to-Action Element muss an einer gut sichtbaren Stelle der Landingpage platziert sein; denn je länger danach gesucht werden muss, desto weniger Kunden konvertieren und der eigentliche Zweck der Seite, den Conversion Prozess abzukürzen, wird verfehlt.

Hier heißt es unbedingt regelmäßig Ausprobieren und die Funktionalität der Seite testen!
Ganz im Gegensatz zu einer typischen Webseite oder einem Blogartikel sollte eine Landingpage keine Navigationselemente oder weitere Links enthalten, um die Besucher auf der Seite zu halten.

Fazit

Landingpages werden zur Leadgenerierung oder als Verkaufsinstrument benutzt. Deshalb sollen sie seriöse und inspirierende Inhalte zu einem Thema beziehungsweise Angebot liefern, gleichzeitig aber so „inhaltsarm“ sein, ohne dass die Qualität darunter zu leiden hat. Innerhalb kürzester Zeit soll der Besucher gefunden haben, wonach er gesucht hat und in seinem Vorhaben bestätigt werden.

Entscheidend ist jedoch, dass es die perfekte Landingpage nicht gibt! Durch permanentes Testen und Auswerten der Daten entstehen neue Erfahrungswerte, die bei der Erstellung von neuen, besseren Landingpages genutzt werden können. Somit ist ein wichtiger Bestandteil bei der Nutzung dieses Seitentyps ein kontinuierlicher Optimierungsprozess der niemals wirklich aufhört.

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