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3 Schritte zu einem höheren Qualitätsfaktor bei AdWords

Was ist der Qualitätsfaktor überhaupt, wie kann dieser verbessert werden und was für Auswirkungen kann er auf Euren Erfolg bei AdWords haben? Darüber wollen wir heute sprechen. Der Qualitätsfaktor wird dabei für jedes Keyword auf einer Skala von eins bis zehn ausgegeben, wobei „1“ für den niedrigsten und „10“ für den höchsten QF steht. Außerdem setzt er sich aus folgenden drei Komponenten zusammen:

Erwartete Klickrate
Anzeigenrelevanz
Nutzererfahrung mit der Zielseite

Bei dem Qualitätsfaktor handelt es sich also um einen Schätzwert dafür, wie relevant Anzeigen, Keywords und Zielseite für den Nutzer sind, der Eure Anzeige sieht. Sozusagen eine Art Qualitätssicherung von Google. Ein hoher Qualitätsfaktor ist also ein Beleg dafür, dass Eure Anzeige von hohem Nutzen und Relevanz ist.

Im Hinblick auf wichtige Aspekte wie Kostenoptimierung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im Anzeigenumfeld ist der Qualitätsfaktor also von zentraler Bedeutung, da dieser einen direkten Einfluss auf die Position Eurer Anzeigen und Klickpreise hat.

Im Endeffekt belohnt Euch ein höherer Qualitätsfaktor in der Regel mit niedrigeren Kosten und einem besseren Anzeigenrang – es lohnt sich also wirklich, sich regelmäßig mit den aktuellen Qualitätsfaktoren Eurer Keywords auseinanderzusetzen! Aber wo anfangen?

Schritt 1 – Voraussichtliche Klickrate richtig einschätzen

Die voraussichtliche Klickrate gibt an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Nutzer bei dem eingegebenen Keyword auch auf die Anzeige klickt. Hierbei wird vor allen Dingen die bisherige Leistung des Keywords, sowie die Anzeigenposition berücksichtigt.

Wenn allerdings ein komplett neues AdWords-Konto angelegt wird, können diese Daten natürlich noch nicht vorliegen. Hier muss erwähnt werden, dass beim Start von komplett neuen Keyword-Sets die QF-Werte tendenziell zuerst etwas niedriger ausfallen und sich erstmal einpendeln müssen – was eine Weile dauern kann.

In diesem Fall empfiehlt es sich hier zunächst mit etwas höheren Geboten anzufangen, um nicht auf den hinteren Positionen einzusteigen und schneller an aussagekräftige Daten zu gelangen.

Da es sich aber bei der voraussichtlichen Klickrate um eine Vorhersage handelt, weicht diese häufig von der tatsächlichen Klickrate ab. Hierbei liegt der Unterschied vor allem darin, dass neben den tatsächlichen Leistungsdaten des Keywords auch die Leistungsdaten der Mitbewerber berücksichtigt werden.

Schritt 2 – Anzeigentexte überarbeiten für eine hohe Relevanz

Die Anzeigenrelevanz ist der Punkt des Qualitätsfaktors, auf den man den größten Einfluss nehmen kann. Denn auf diese Weise ermittelt Google, inwiefern Wording und Werbebotschaft auch zum eingegebenen Keyword passen.

Ein gutes Mittel, um nicht den Überblick zu verlieren und schnell kostentreibende Keywords aufgrund schlechter Qualitätsfaktoren ausfindig machen zu können, ist der Einsatz von Filtern. So könnt Ihr Euch zum Beispiel alle Keywords mit einem Qualitätsfaktor schlechter als fünf anzeigen lassen, um so relativ leicht jene Keywords zu identifizieren, die möglicherweise nicht relevant genug für Eure Anzeigen sind.

Ist die Ursache des schlechten Qualitätsfaktors eine schlechte Anzeigenrelevanz, so könnt Ihr versuchen, diese durch Abändern der Anzeigentexte nach oben zu schrauben. Gute Anzeigentexte zahlen sich immer aus, da nur relevante Werbung ganz nach oben kommt. Hier kann der Einsatz des sogenannten Keyword-Platzhalters bzw. der Dynamic Keyword Insertion von Vorteil sein, da auf diese Weise immer das passende Keyword zur Suchanfrage im Anzeigentext eingefügt wird.

Schritt 3 – Nutzererfahrung mit der Zielseite

Klickt der Nutzer also auf Eure erstellte Anzeige, so wird er auf die ausgewählte Zielseite Eurer Webseite/Shops weitergeleitet. Hier solltet Ihr den Usern eine möglichst „weiche Landung“ ermöglichen, um sie auf der Seite zu halten. Darum hat Google einen Messwert ermittelt, um die Usability der Seite im Ranking um die besten Anzeigenplätze zu berücksichtigen.

Ihr könnt die Qualität des Messwerts „Nutzererfahrung“ positiv beeinflussen, indem Ihr Euren Nutzern relevante Inhalte und produktbezogene Informationen leicht zugänglich serviert – im Optimalfall alles ohne vorher persönliche Daten preisgeben zu müssen.
Das schafft Glaubwürdigkeit und Transparenz.

Punkten könnt Ihr außerdem, wenn die Seiten-Navigation übersichtlich und klar strukturiert ist. Mit der zusätzlichen Hilfe von Call-to-Actions leitet Ihr im Optimalfall den Seitenbesucher so zur Conversion. Ist die Navigation dagegen unübersichtlich, das gesuchte Produkt schwer zu finden, die Zielseite der Anzeige eine Themaverfehlung und/oder die Ladegeschwindigkeit der Seite einfach unterirdisch, so habt Ihr im schlechtesten Fall für den Klick auf die Anzeige Geld bezahlt und den Nutzer innerhalb von Sekunden wieder verloren.

Fazit – Wie kann der Qualitätsfaktor verbessert werden?

Durch den Qualitätsfaktor ist es bei AdWords möglich, mit geringen Mitteln große Budgets und hohe Bietpreise auszustechen. Über den Qualitätsfaktor sorgt Google dafür, dass gute und relevante Kampagnen belohnt werden – mit akzeptablen Klickpreisen und/oder besseren Positionen.

Wie so oft treten die Erfolge allerdings erst nach mehrmaliger Optimierung an Eurem AdWords-Konto auf – also keinesfalls ungeduldig werden, sondern unbedingt am Ball bleiben. Außerdem müsst Ihr Euch bewusst machen, dass es keine Art Patentrezept gibt, das auf alle Kampagnen gleichermaßen anwendbar ist. Was beim einen Konto gut funktioniert, kann beim anderen Konto nicht so gut laufen.

Generell gilt: Nach der Optimierung ist vor der Optimierung, da besonders im Bereich der Spitzen-Anzeigenpositionen auch von einem hohen QF bei der Konkurrenz ausgegangen werden kann. Wenn Euch das zu aufwendig erscheint, habt Ihr natürlich auch immer noch die Möglichkeit Eure AdWords Konten von einer professionellen AdWords Agentur optimieren zu lassen. Sprecht uns gerne an! 😉

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